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Studie: Längeres Arbeiten im Büro macht nicht krank
Köln () – Flexiblere Arbeitsformen rufen bei Bürobeschäftigten offenbar keine zusätzlichen gesundheitlichen Risiken hervor. Das zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. Der Analyse zufolge gilt das sowohl bei längeren täglichen Arbeitszeiten als auch bei kürzeren Ruhepausen als im Gesetz festgeschrieben.
Die Studie basiert auf Daten der Arbeitszeiterhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus den Jahren 2017, 2019 und 2021. Bei sehr langen Tagesarbeitszeiten sind demnach keine negativen Auffälligkeiten – etwa mit Blick auf die Arbeitszufriedenheit, Erschöpfung oder Arbeitsfähigkeit – zu beobachten. Dasselbe gilt für kürzere Ruhezeiten, beispielsweise, wenn die Arbeit tagsüber für Erledigungen unterbrochen und am Abend nachgeholt wird. Daten für Beschäftigte jenseits von Bürojobs liegen nicht vor.
Zumindest für Bürobeschäftigte sollte die gesetzliche Tageshöchstarbeitszeit daher abgeschafft werden, fordert Studienautor Oliver Stettes. „Die öffentliche Diskussion erweckt gelegentlich den Eindruck, dass die Flexibilisierung als trojanisches Pferd für eine faktische Arbeitszeitverlängerung missbraucht werden könnte“, sagte Stettes. „Dabei geht es nicht darum, die vertragliche beziehungsweise tatsächliche Wochenarbeitszeit anzuheben.“
Die Gewerkschaften wollen einen „Angriff auf das Arbeitszeitgesetz“ verhindern. Die Regierung wolle „rechtlich fragwürdige Geschäftsmodelle legalisieren“, kritisierte Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Damit würden regelmäßige Zwölf-Stunden-Schichten bei Subunternehmern im Paketdienst oder fehlende Ruhezeiten im Hotel- und Gastgewerbe ermöglicht. Laut Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD, sollen die Arbeitszeiten „im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie“ flexibilisiert werden. Geplant ist ein Wechsel von einer Tages- hin zur Wochenhöchstarbeitszeit.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Büros (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Oliver Stettes, Yasmin Fahimi
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Oliver Stettes, Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), CDU/CSU, SPD
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Köln, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, dass flexiblere Arbeitszeiten für Bürobeschäftigte keine zusätzlichen gesundheitlichen Risiken mit sich bringen, während Gewerkschaften vor einer potenziellen Gefährdung des Arbeitszeitgesetzes warnen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), die zeigt, dass flexiblere Arbeitszeiten bei Bürobeschäftigten keine zusätzlichen gesundheitlichen Risiken hervorrufen. Dies steht im Kontext der öffentlichen Debatte über eine mögliche Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, die von Gewerkschaften kritisiert wird, da sie potenziell zu längeren Arbeitszeiten und unzureichenden Ruhezeiten führen könnte.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Studie wird in der Öffentlichkeit und von Gewerkschaften kontrovers diskutiert. Während der Studienautor für eine Abschaffung der gesetzlichen Tageshöchstarbeitszeit plädiert, kritisiert die Gewerkschaft den geplanten Wechsel zu flexibleren Arbeitszeiten als potenziellen Angriff auf das Arbeitszeitgesetz und warnt vor rechtlich fragwürdigen Geschäftsmodellen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
keine zusätzlichen gesundheitlichen Risiken bei flexibleren Arbeitsformen, keine negativen Auffälligkeiten bei sehr langen Tagesarbeitszeiten, keine negativen Auswirkungen bei kürzeren Ruhezeiten, Forderung nach Abschaffung der gesetzlichen Tageshöchstarbeitszeit, Gewerkschaften wollen einen "Angriff auf das Arbeitszeitgesetz" verhindern, mögliche Legalisierung rechtlich fragwürdiger Geschäftsmodelle, Ermöglichung regelmäßiger Zwölf-Stunden-Schichten bei Subunternehmern, geplante Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Studienautor Oliver Stettes fordert die Abschaffung der gesetzlichen Tageshöchstarbeitszeit für Bürobeschäftigte und betont, dass die Flexibilisierung nicht dazu dienen sollte, die vertragliche oder tatsächliche Wochenarbeitszeit zu erhöhen. Zudem kritisiert Yasmin Fahimi, die Vorsitzende des DGB, die Pläne der Regierung als einen "Angriff auf das Arbeitszeitgesetz", der zu rechtlich fragwürdigen Geschäftsmodellen führen könnte.
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