Was ist bei einer Reise nach Slowenien zu beachten?

Es war ein amerikanischer Journalist, der nach einer durch Slowenien gesagt hat: Das Land ist Europa im Kleinformat. Damit hat er nicht ganz unrecht, denn Slowenien hat in Miniatur alles zu bieten, was auch Europa so attraktiv macht. Der Südwesten des Landes ist perfekt für einen entspannten Badeurlaub. Es gibt interessante Städte wie die Hauptstadt Ljubljana und wer gerne wandert, wird sich in der schroffen Gebirgslandschaft sicher wohlfühlen. Ob baden, wandern oder Skifahren – in Slowenien ist alles möglich.

Drei Mautklassen

Urlauber, die nach Slowenien einreisen, müssen eine Vignette kaufen. Abweichend zu anderen europäischen Ländern mit einer Mautpflicht hat Slowenien drei unterschiedliche Mautklassen:

  • Mautklasse 1 für Motorräder
  • Mautklasse 2A für PKW
  • Mautklasse 2B für Transporter

Wer innerhalb des Landes unterwegs ist und ein Fahrzeug bis 3,5 Tonnen Maximalgewicht fährt, muss eine Vignette kaufen. Eine digitale Vignette für Slowenien (E-Vinjeta) lässt sich einfach über das bestellen, an der Grenze erfolgt dann eine Kennzeichenerkennung. Erst danach ist es erlaubt, auf der Autobahn zu fahren.

Wie teuer ist die Vignette?

Vignetten in Slowenien werden für Wochen, ein halbes Jahr oder ein Jahr angeboten:

Mautklasse Woche Sechs Monate Ein Jahr
Motorrad Acht Euro 32 Euro 58,70 Euro
PKW 16 Euro 32 Euro 117,50 Euro
Transporter 32 Euro 64,10 Euro 235 Euro

Wie funktioniert die Kontrolle?

Wer nach Slowenien einreist, wird an der Grenze von einer Kamera erfasst. Es gibt mehrere Kameras, beispielsweise an den Kontrollpunkten der Autobahn und es gibt auch mobile Mautkontrollfahrzeuge. Damit kontrolliert der slowenische Mautbetreiber DARS die Kennzeichen der Autos und Motorräder, und zwar in Form von Stichproben. Wer eine Vignette auf dem Onlineweg bestellt, muss zunächst das regionale Kürzel eingeben, beispielsweise für „D“ wie Düsseldorf. Dann folgen die Erkennungsnummer und zuletzt die der Erkennungsnummer.

Die Maut in Österreich

Österreich und Slowenien sind Nachbarn und wer auf dem Weg nach Slowenien die Alpenrepublik durchquert, muss, was die Maut angeht, einige Dinge beachten. Auch in Österreich besteht eine Mautpflicht für Motorräder, PKW und kleine Wohnmobile. Angeboten werden die Vignetten für einen Tag, aber auch für zehn Tage, was für alle ideal ist, die Österreich als Transitland auf dem Weg nach Slowenien durchqueren. Zusätzlich zur Maut, werden einige Autobahnabschnitte jedoch extra berechnet, und zwar für die Pyhrn Autobahn A9, sowie für den Gleinalm- und den Bosrucktunnel. Betroffen sind davon auch die A13, die Brennerautobahn sowie die Arlberg Schnellstraße. Der Karawankentunnel in Fahrtrichtung Süden auf der A11 nach Slowenien ist ebenfalls mautpflichtig.

Fazit

Ein Urlaub in Slowenien lohnt sich definitiv, denn das Land kann mit einer fantastischen Natur überzeugen: schöne Seen und Wasserfälle, über 5000 Jahre alte Höhlensysteme und als Highlight: 50 Kilometer lange Strände an der Küste der Adria. Massentourismus ist hier ein Fremdwort und das bedeutet: Erholung pur. Wer das Land mitten in Europa besuchen will, sollte jedoch nicht vergessen, eine Vignette zu kaufen. Alle, die meinen, sie könnten sich die Mautgebühren sparen und auf den Kauf einer digitalen Vignette verzichten, müssen tief in die Geldbörse greifen. Wer ohne gültige Vignette auf den Autobahnen und den Schnellstraßen in Slowenien unterwegs ist, muss mit einem Buß von bis zu 300 Euro rechnen.

Bild: @ depositphotos.com / ekaterina_polischuk..com

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Ulrike Dietz