Wüst verlangt mehr Tempo von Scholz

() – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wirft Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, Gespräche über die Planungsbeschleunigung in zu verschleppen. “Wer von Deutschland-Tempo spricht, sollte nicht weiter auf der Bremse stehen”, sagte Wüst am Donnerstag der “Süddeutschen Zeitung”.

“Spätestens Mitte Oktober muss der Beschleunigungspakt stehen”, forderte Wüst. Scholz hatte vergangene Woche im einen “Deutschland-Pakt” zwischen Bund, Ländern und Gemeinden für weniger Bürokratie und schnellere Verfahren angeboten. Am Mittwoch dieser Woche mahnte er zudem eine Antwort der Länder an auf Vorschläge, die das Kanzleramt im Sommer unterbreitet hatte. Man warte auf Rückmeldung, sagte Scholz.

Wüst sagte nun, dass bereits seit November vergangenen Jahres Ideen der Länder zur Planungsbeschleunigung auf dem Tisch lägen. “Der Bund ließ Monate ohne jede Antwort verstreichen, um dann mit großem Getöse Vorschläge zu machen, die längst in der Mache sind und die wir als Länder schon seit Langem fordern”, kritisierte Wüst. Die Länder seien schon “seit Langem zu jeder Zusammenarbeit bereit, um Deutschland schneller zu machen”. Jetzt liege der Ball bei der Bundesregierung.

Wüst fragte, wann es endlich es in der Ampel geeinte Vorschläge zur Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung gebe und wann die Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz zu diesem Thema komme. In der Bundesregierung wird die Forderung nach einem Sondertreffen zwischen und Ministerpräsidenten skeptisch gesehen und auf eine gemeinsame Sitzung mit den Ländern verwiesen, die für Anfang November angesetzt ist. Zunächst müssten nun überdies die Länder auf die Vorschläge des Bundes reagieren. Man sei optimistisch, dass dies bald geschehe.

Zunächst sei es dann sinnvoll, die Einzelheiten von besprechen zu lassen, bevor sich die Politiker wieder dem Thema widmeten. Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte vergangene Woche gesagt, er gehe nicht von einem “gemeinsamen großen Gipfeltreffen” aus. Es gehe vielmehr darum, an “konkreten Stellschrauben zu drehen”. Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (SPD) hatte den Ländern im Juli einen Entwurf für einen Pakt zur Planungsbeschleunigung übermittelt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hendrik Wüst am 16.06.2023

Wüst verlangt mehr Tempo von Scholz

Zusammenfassung

  • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst kritisiert Bundeskanzler Olaf Scholz wegen Planungsbeschleunigung
  • Wüst fordert, dass der Beschleunigungspakt bis spätestens Mitte Oktober stehen muss
  • Regierungssprecher Steffen Hebestreit geht nicht von einem “gemeinsamen großen Gipfeltreffen” aus
  • Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt hatte den Ländern im Juli einen Entwurf für einen Pakt zur Planungsbeschleunigung übermittelt

Fazit

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) beschuldigt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Gespräche über die Planungsbeschleunigung in Deutschland zu verzögern. Wüst fordert, dass der Beschleunigungspakt “spätestens Mitte Oktober stehen” muss. Scholz hatte einen “Deutschland-Pakt” für weniger Bürokratie und schnellere Verfahren angeboten und auf Rückmeldung der Länder zu Vorschlägen gewartet. Wüst betont, dass Ideen der Länder zur Planungsbeschleunigung bereits vorliegen und nun die Bundesregierung am Zug sei.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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