Babbel plant den Börsenstart

Noch in diesem Jahr will der Sprachlern-Anbieter die Börse erobern und hofft daher auf Einnahmen von 180 Millionen Euro. Das Unternehmen aus Berlin will damit den gleichen Schritt wagen wie zuvor schon Duolingo, ein Konkurrenzunternehmen aus den USA. Duolingo hat es vorgemacht und Babbel will sich mit dem Gang an die Börse ebenfalls diesen Traum erfüllen. Die Platzierung der Aktien soll brutto rund 180 Millionen Euro bringen und das bis Ende 2021.

Wie will Babbel das Geld nutzen?

Die Einnahmen aus dem Gang an die Börse will Babbel nutzen, um sein Unternehmen weiter auszubauen. Ebenso wichtig ist Babbel noch, so die weltweite Expansion beschleunigen zu können. Die Marke Babbel leitet sich vom süddeutschen Wort sprechen ab und wird vom Unternehmen in einer App als Sprachkurs im Abo angeboten. Inzwischen ist es möglich, mit Babbel 15 Sprachen zu lernen, Sprachkurse zu belegen und Vokabeltests sowie Grammatiktests zu machen. Babbel setzt außerdem auf eine Sprachreiseplattform und auf neue Lernmethoden wie den Podcast, sowie auf Live-Unterricht mit Muttersprachlern.

Ein großes Potenzial

Babbel sieht sich nach den Angaben des Unternehmenschefs Arne Schepker als ein „auf Bildung fokussiertes Technologieunternehmen in Deutschland“. Nach der Meinung von Insidern könnte sich auf der Basis der Anteile, die an die Börse gebracht werden, ein Wert des Unternehmens von einer Milliarde Euro ergeben. Zudem sieht Babbel noch ein großes Potenzial im Geschäft mit Firmenkunden. Geplant ist eine weitere Expansion in den USA, denn dort ist Babbel eines der wenigen Start-up-Unternehmen aus Deutschland, die sehr erfolgreich sind.

Erfolgreiche Geschäftszahlen

Mit der Ankündigung, noch in diesem Jahr an die Börse zu gehen, machte Babbel einige Geschäftszahlen öffentlich. So stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2021 um 18 Prozent auf 83 Millionen Euro. Im Jahr 2020 lagen die Erlöse bei 147 Millionen Euro. Noch ausführlichere Informationen hat Babbel für den in Kürze erscheinenden Börsenprospekt angekündigt. Bereits im Sommer war Duolingo, der Konkurrent von Babel aus den USA, an die Börse gegangen und mit 6,5 Milliarden Dollar bewertet worden. Das Unternehmen aus Amerika konnte sich im ersten Halbjahr 2021 über einen Umsatz von 114 Millionen Dollar freuen, dies sind umgerechnet rund 96 Millionen Euro.

Bild: @ depositphotos.com / Wirestock

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Ulrike Dietz
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