Technik

2020 – das Jahr, in dem viel vertraute Technik verschwindet

2020 – das Jahr, in dem viel vertraute Technik verschwindet

In zwei Jahren beginnt das zweite Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends und da ist es an der Zeit, sich von vertrauter Technik zu trennen. Es wird eine Menge Dinge geben, auf die wir in der Zukunft verzichten müssen. Sie werden durch neue Technologien ersetzt, die das Leben und den Alltag ein bisschen einfacher machen sollen. Es ist die Digitalisierung, die viele bekannte Alltagsgegenstände verschwinden lässt, aber wer weiß, möglicherweise gibt es für einige Sachen ja in ein paar Jahren ein Comeback.

Alles vergessen?

Kassetten und Disketten, Schallplatten aus Vinyl, Dias oder Polaroid-Kameras – das alles erinnert an die 1990er Jahre und vieles hat bereits ein Revival erlebt. Wer heute hip ist, der macht wieder Polaroid-Fotos und keine Selfies mit dem Handy. Auf dem Plattenspieler drehen sich Scheiben aus Vinyl und Hörspielkassetten aufs Neue und erinnern an die schöne Zeit der Kindheit. Natürlich kann sich nicht jeder mit dem kratzigen Sound einer Schallplatte anfreunden oder mag den Bandsalat bei Kassetten. Daher werden viele Dinge, die vor 20 Jahren modern waren, auch nicht vermisst. Aber wie sieht es mit den Dingen aus, die heute noch da, aber eventuell schon in zwei Jahren verschwunden sind?

Keine Passwörter mehr

Noch vor vier Jahren hatte der normale Internetnutzer im Schnitt bis zu neun verschiedene Passwörter. Probleme, sich alle Passwörter zu merken, waren an der Tagesordnung und viele wichtige Passwörter wurden schlichtweg vergessen. „123456“ gehörte zu den beliebtesten Passworten, auch „Hallo“ und das Wort „Passwort“ sind heute noch modern. Neue Möglichkeiten, um Geheimes geheim zu halten, gibt es bereits. Fingerabdruck und Gesichtserkennung, Iriserkennung und die Stimmerkennung gehören zu den zukünftigen Sicherungen für Accounts und Geräte.

Briefe sind out

Wer heute noch Briefe schreibt, gilt als hoffnungsloser Romantiker oder ein ewig Gestriger. Briefe per Hand schreiben, mit einer Briefmarke versehen und über einen Briefkasten auf die Reise schicken – das gehört in wenigen Jahren der Vergangenheit an. Miet- und Kaufverträge, die Policen von Versicherungsverträgen und Rechnungen sind heute teilweise schon digital und es dauert bestimmt nicht mehr lange, dann gibt es auch den Rest nicht mehr in Papierform. Was in diesem Fall stimmen muss, das sind die Sicherheits- und Authentifizierungsstandards. Eine Nische für Liebesbriefe auf dem guten alten Postweg wird es aber sehr wahrscheinlich immer geben.

Goodbye Bargeld und Geldautomaten

Wer heute in Europa mit einem Scheck bezahlen möchte, hat Pech, der gute alte Scheck ist eine aussterbende Spezies. Dieses Schicksal ereilt wohl bald auch Kreditkarten und EC-Karten, das immer noch so beliebte Bargeld und die Geldautomaten. Die Zukunft gehört den mobilen Endgeräten. Gezahlt wird mit dem Smartphone, das Konto ist eh schon digital und wer möchte, der kann seine Einkäufe auch einfach und schnell mit der Apple-Watch bezahlen, die wie ein Computer am Handgelenk funktioniert. Die vertraute Technik, wie wir sie kennen, ist passé.

Die Zukunft heißt Cloud

Die meisten Deutschen sind sehr besorgt um ihre Daten und haben deshalb auch ein etwas gestörtes Verhältnis zum Cloud-Computing. Aber selbst wenn es Vorbehalte gegen die Cloud gibt, die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. So ist zum Beispiel die Speicherkapazität unendlich groß. Da die Preise für die Dienstleistungen fallen, wird die Cloud die vertraute Technik wie die externe Festplatte und den USB-Stick ablösen. Sticks und Festplatten haben nur begrenzte Speicherplätze, für die enormen Datenmengen der Zukunft ist dieser Platz leider nicht ausreichend.

Nie wieder den Schlüssel verlieren

Die Schlüssel zu verlieren, ist sehr unangenehm und teuer. Der Schlüsseldienst muss ausrücken, um die Tür zu öffnen, außerdem muss ein Satz Schlüssel her, was ebenfalls nicht preiswert ist. In Zukunft sind Schlüssel jedoch kein Thema mehr, denn sie werden von der biometrischen Erkennung abgelöst. Haus, Wohnung und Auto lassen sich dann bequem und vor allem sicher mittels der passenden App öffnen. Um das Auto zu starten, braucht es dann auch keinen Schlüssel mehr, auch das funktioniert mittels App.

Das Ende der Fernbedienungen

Jedes Gerät hat eine eigene Fernbedienung, die fein säuberlich aufgereiht auf dem Wohnzimmertisch liegen. Immer mehr Geräte von heute sind auch mit dem Internet verbunden und werden mit Smart-Home-Technologien durch die Sprache oder mit einer App gesteuert.

Fazit

Die vertraute Technik von heute verschwindet zugunsten moderner Technik von übermorgen. Vieles wird mit Sicherheit fehlen, vieles braucht aber auch dringend eine moderne Alternative.

Bild: @ depositphotos.com / michaklootwijk

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de