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Werden aus #Autobahnen bald E-Highways?

Werden aus #Autobahnen bald E-Highways?

Fast jeder, der auf einer Autobahn aufgrund der vielen LKWs nur noch schleichen konnte, der wird sich gewünscht haben, dass die LKWs endlich eine eigene Spur bekommen. Dieser Wunsch könnte vielleicht bald in Erfüllung geht, denn zumindest in Hessen und in Schleswig-Holstein sollen zwei Autobahnabschnitte zu sogenannten E-Highways umgebaut werden. Die Laster fahren dort mithilfe von Stromleitungen, die sie mit der nötigen Energie versorgen.

Die Autobahn mit Oberleitung

Busse, die ihre Energie aus einer Oberleitung bekommen, gibt es schon lange, jetzt sollen Hybrid-LKWs dazukommen, die elektrisch fahren. Auf dieser Weise werden zum einen die Autobahnen entlastet und der Güterverkehr wird endlich umweltfreundlich. Im nächsten Jahr soll das Projekt Oberleitungen für LKWs in Deutschland starten. Die Teststrecken sollen zwölf Kilometer lang werden, welche Autobahnstücke ausgewählt wurden, das wird im Februar dieses Jahres bekannt gegeben. Ende des nächsten Jahres sollen die beiden Teststrecken dann fertig ausgebaut sein.

Mit doppeltem Antrieb

Die Laster, die auf den beiden Teststrecken unterwegs sein sollen, haben einen doppelten Antrieb, sie fahren elektrisch und mit Dieselantrieb. Wenn sie auf eine Strecke mit Oberleitung fahren, dann fahren sie mit dem Elektroantrieb, wechseln sie auf eine normale Straße, dann springt der Diesel an. Gegenüber einem Antrieb mit Akkus hat die Oberleitung den entscheidenden Vorteil, das die Reichweite größer ist, und wenn der Strom auch noch aus erneuerbaren Energiequellen stammt, dann könnte der Ausstoß an Schadstoffen um 95 % gesenkt werden. Ein großer Vorteil ist ebenfalls, dass diese LKWs sehr leise fahren.

Ein sehr hoher Aufwand

Damit die E-Highways Realität werden können, ist ein großer Aufwand notwendig. An den Straßen müssen Strommasten aufgestellt und die Oberleitungen befestigt werden. Dazu kommen dann noch die Steuerelektronik und die eigentliche Anbindung an das Stromnetz. Ganz ohne Probleme wird das alles nicht gehen, denn die Spannung in den Leitungen muss 600 Volt betragen. Vorher sollen Tests gemacht werden, die zeigen, ob es ein Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer gibt.

Bild: © Depositphotos.com / liushengfilm

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de