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Haartransplantation der Zukunft

Haartransplantation der Zukunft

Die Haartransplantation der Zukunft vermag es möglicherweise die Lebensqualität vieler Menschen zu verbessern. Immerhin beginnt Haarausfall bei einem Drittel der Männer bereits ab dem 30. Lebensjahr.

Im Alter sind sogar vier von fünf davon betroffen. Doch Haarausfall ist nicht nur ein reines Männerproblem. Auch bei Frauen tritt es auf, allerdings mit etwas anderem Verlauf. Während sich bei Männern das Haarkleid in der Regel zuerst an den Schläfen zurückzieht und sich die typischen Geheimratsecken zeigen, dünnt sich bei der weiblichen Bevölkerung das Haarkleid generell aus.

Wie dem auch sei, der Haarverlust bringt für viele Selbstzweifel und Verunsicherung mit. In der Gesellschaft wird volles Haar mit Vitalität und Jugend gleichgesetzt. Nicht jeder kann gut damit umgehen, wenn die Haare in Büschel zu Boden rieseln.

Manche entwickeln sogar eine regelrechte Depression und verfallen in eine schwere Mitlief Crisis. In genau diesen Fällen aber auch bei Menschen, die sich einfach nicht mit Haarverlust abfinden möchten, gibt die Haartransplantation der Zukunft Hoffnung.

Haartransplantation der Zukunft: Die Zelltherapie

Die Möglichkeit Lebewesen zu klonen beschäftigt die Menschen nicht erst seit dem 21. Jahrhundert. Ganz im Gegenteil, bereits in den 1930er Jahren gelang es dem Wissenschaftler Hans Spemann den ersten Klon zu erzeugen. Wie der Zufall es so will, nahm er damals ein Menschenhaar zur Hilfe, um die Zellen von einem Molch-Embryos zu trennen.

Das hat zwar nichts mit der Haartransplantation der Zukunft zu tun, gilt jedoch als Meilenstein in der modernen Wissenschaft. Die Fantasien der Forscher und Hoffnungen der Menschen gehen dahin, künstliche Organe aus Menschenzellen zu erschaffen, die sozusagen als Ersatzteillager ohne Nebenwirkungen fungieren können.

Experten, die sich auf die Haartransplantation spezialisiert haben, beschäftigen sich intensiv mit der Frage wie die Haartransplantation der Zukunft aussehen wird. Berichten zufolge ist in der jüngeren Vergangenheit ein echter Meilenstein gelungen: Nach vielen Versuchen gelang es Forschern am Columbia University Medical Center in den USA aus Stammzellen neues Haar zu züchten.

Auch in der Natur ist das möglich, allerdings nur dann, wenn Haarkleid durch eine Verletzung verloren geht. Auch nach der Geburt werden aus Zellen Haare gebildet.

Wie die Haartransplantation der Zukunft konkret aussehen könnte

In technisch bestens ausgestatteten Labors forschen die amerikanischen Experten bereits seit längerem nach einer Haartransplantation der Zukunft. Dabei gelangen modernste technische Mittel zum Einsatz. Hier einige interessante Eckpunkte der Forschung:

  • Bisher wurden nur Versuch an Nagetieren vorgenommen: Bei ihnen hatte man aus den Haarfollikel Stammzellen entnommen und unter dem Mikroskop im Labor vermehrt. Die Versuche waren äußerst erfolgversprechend.
  • Nun ging das Team am Columbia University Center einen Schritt weiter. In einem 3-D Drucker wurden Zellen aus menschlichen Haarwurzeln vermehrt.
  • Nach mehreren Versuchen kamen die Forscher auf die Idee, die Zellen in Tropfenform anzulegen. Sie sind bewusst menschlichem Gewebe nachempfunden
  • Durch diese Dreidimensionalität konnten die natürlichen Eigenschaften der Zellen erhalten bleiben.

Die ersten Versuche des Haare Klonen sind bereits sehr erfolgversprechend: Man setzte die im Reagenzglas gezüchteten Follikel bereits Menschen ein: Nach drei Wochen stellte sich heraus, dass sie bereits den Haarwuchs aufgenommen hatten.

Allerdings fanden die Versuche bislang nur mit einzelnen Grafts statt. Darunter versteht man kleine Grüppchen von Haarwurzeln, die auf natürliche Weise zusammenwachsen. Bis es soweit ist, dass größere Flächen mit der Haartransplantation der Zukunft behandelt werden können, werden vermutlich noch einige Jahre vergehen. Unsicher ist zum Beispiel auch noch, wie man die Haarwuchsrichtung steuern kann.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Haartransplantation der Zukunft in Langzeitstudien bewährt. Bis es soweit ist, bleibt von Haarausfall Betroffenen mit der FUE Technik eine bewährte Methode, um das Haar wieder sprießen zu lassen.

Als einer der Vorreiter im Bereich des Haare klonen hat sich ein Startup aus San Diego etabliert. Stemson Therapeutics beschäftigt sich seit 2015 mit diesem Thema und hat innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre eine groß angelegte Studie angekündigt. Diese Aussichten gibt Betroffenen Hoffnung darauf, dass die Haartransplantation der Zukunft bald allen zur Verfügung steht.

FUE Methode auf dem neuesten Stand der Technik

Nicht nur das Haare Klonen wird laufend weiterentwickelt: Auch bei der bewährten Follicular Unit Extraction (FUE) wird die Technik immer wieder zum Wohle des Patienten modifiziert.  Bei dieser Methode der Haarverpflanzung wird der Spenderbereich (er befindet sich in den meisten Fällen am Hinterkopf des Patienten) kurz rasiert.

Anschließend entnimmt der Arzt mit einer dünnen Hohlnadel einzelne Grafts und legt sie in eine Nährstofflösung ein. Der Empfängerbereich wurde im Zuge des Eingriffs bereits vorbereitet. Bei der Haartransplantation der Zukunft entfällt der Schritt der Follikelentnahme. In Zukunft werden die Wurzeln nämlich aus Stammzellen gemacht.

Überlegungen in der Zukunft der Haartransplantationen gehen auch soweit, den Eingriff durch einen Roboter durchführen zu lassen. Bei der Haarverpflanzung der Zukunft soll ein Computer den Spenderbereich genau untersuchen und Scannen. Dabei erkennt er sicher die Grafts, die sich optimal zur Verpflanzung eignen. Bei der Transplantation selbst beweist der Roboter stets ein ruhiges Händchen. Wenn ein Roboter die feine Präzisionsarbeit übernimmt, entstehen vermutlich kaum mehr Narben am Spenderbereich.

Außerdem arbeitet der Roboter akribisch genau und setzt die Follikel in exakt demselben Abstand im Empfängerbereich ein. Robotik Chirurgie ist heute eines der Schlagwörter der Stunde. Dabei geht es nicht darum, Jobs zu ersetzen, sondern viel mehr Patienten einen noch besseren Service zu bieten.

Bild: @ depositphotos.com / Elnur_

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