Gesellschaft und Katastrophenschutz in Deutschland
Berlin () – Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hält Deutschland für unzureichend für den Krisen- und Katastrophenfall gewappnet. Die vorhandenen Schutzräume reichten bei weitem nicht aus, sagte der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Bundesweit gebe es lediglich zwei mobile Betreuungsmodule, eines vom ASB und eines vom Deutschen Roten Kreuz. Zwei solcher Schutzräume bundesweit reichten natürlich nicht aus, so Fleckenstein. Zudem seien die Fahrzeuge überaltert.
Mit mehr Geld allein seien nicht alle Probleme gelöst, mahnte der ASB-Chef. Es brauche eine Helfergleichstellung der ehrenamtlichen Helfer der Rettungsdienste mit denen der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks. Es könne nicht sein, dass im Katastrophenfall die ehrenamtlichen Mitglieder erst mit ihren Arbeitgebern verhandeln müssten, ob sie Urlaub nehmen müssten oder freigestellt würden, wenn sie ausrückten, um zu helfen, kritisierte Fleckenstein.
Anzeichen für eine militärische Eskalation mit Russland sieht Fleckenstein nicht. Zwar seien die hybriden Angriffe und die Versuche Russlands, die Europäische Union zu schädigen, offensichtlich. Aber er sehe überhaupt keine Anzeichen dafür, dass Russland ein Nato-Land überfallen werde, sagte der ASB-Chef.
Im Krisenfall würde der ASB die Versorgung der Zivilbevölkerung sichern, sagte Fleckenstein mit Blick auf den Operationsplan Deutschland, der auf mögliche Eskalationen vorbereiten soll. „Es geht nicht darum, den ASB zu militarisieren.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Worum geht es in einem Satz?
Der Arbeiter-Samariter-Bund kritisiert Deutschlands unzureichende Krisen- und Katastrophenvorsorge wegen fehlender Schutzkapazitäten und überalterter Fahrzeuge und fordert eine rechtliche Gleichstellung seiner ehrenamtlichen Helfer mit denen von Feuerwehr und THW.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unzureichende Ausstattung Deutschlands für Krisen- und Katastrophenfälle
- Mangel an Schutzräumen und lediglich zwei mobile Betreuungsmodule bundesweit
- Überalterte Einsatzfahrzeuge
- Fehlende Gleichstellung ehrenamtlicher Rettungsdiensthelfer mit Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks
- Ungeklärte Freistellung ehrenamtlicher Helfer durch ihre Arbeitgeber im Katastrophenfall
- Vorbereitung auf mögliche Krisen im Rahmen des Operationsplans Deutschland zur Sicherung der Versorgung der Zivilbevölkerung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ehrenamtliche Rettungsdiensthelfer müssen im Katastrophenfall mit ihren Arbeitgebern über Urlaub oder Freistellung für Hilfseinsätze verhandeln.
- Im Krisenfall würde der ASB die Versorgung der Zivilbevölkerung sichern.
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