Gesundheit in Deutschland
Berlin () – Die Zahl ambulanter Notfallbehandlungen in deutschen Krankenhäusern hat sich in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 8,7 Prozent erhöht. Das geht aus dem neuen Krankenhausreport der Barmer hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
In jedem zehnten Krankenhaus verdoppelte sich die Anzahl der Behandlungen demnach sogar, während in weiteren zehn Prozent der Einrichtungen ein Anstieg um etwa die Hälfte verzeichnet wurde. Barmer-Chef Christoph Straub warnte, dass die Überlastung der Notaufnahmen durch nicht dringliche Notfälle die Patientenversorgung gefährde. Er forderte eine verpflichtende telefonische Ersteinschätzung mit digitaler Unterstützung und verbindlicher Steuerung in die richtige Versorgungsebene, inklusive Terminvergabe.
Wie aus dem Krankenhausreport weiter hervorgeht, ist die Zahl der behandelten ambulanten Notfälle über alle versorgenden Kliniken hinweg zwischen den Jahren 2015 und 2024 von 12,3 auf 12,7 Millionen gestiegen. Dabei zeigt sich allerdings, dass die Belastung für die Kliniken nicht überall gleich stark zugenommen hat. Während die Fallzahl in zwei von fünf Krankenhäusern um 39 Prozent gestiegen ist, ist sie in weiteren zwei von fünf Einrichtungen um 26 Prozent gesunken.
In Relation zur Einwohnerzahl haben laut Report im Jahr 2024 Krankenhäuser in Baden-Württemberg 50 Prozent mehr ambulante Notfälle behandelt als im Bundesdurchschnitt. In den Kliniken in Thüringen hingegen lag die Quote knapp 22 Prozent unter dem Mittelwert. Die Inanspruchnahme ambulanter Notfallbehandlungen im Krankenhaus hat sich regional auch sehr unterschiedlich entwickelt. Während sie zwischen den Jahren 2015 und 2024 in Bremen und Berlin um 15 beziehungsweise 14,6 Prozent gesunken ist, ist sie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um 18,7 und 19,9 Prozent gestiegen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christoph Straub
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Barmer
Wann ist das Ereignis passiert?
2015 bis 2024
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Deutschland, Baden-Württemberg, Thüringen, Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz
Worum geht es in einem Satz?
Laut Barmer-Krankenhausreport sind ambulante Notfallbehandlungen in deutschen Kliniken regional sehr unterschiedlich gestiegen, weshalb die Krankenkasse eine verpflichtende telefonische Ersteinschätzung fordert, um überlastete Notaufnahmen zu entlasten und Patienten gezielt in die passende Versorgung zu vermitteln.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Inanspruchnahme der Krankenhausnotaufnahmen auch bei nicht dringlichen medizinischen Anliegen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel werden keine Reaktionen aus Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Gefährdung der Patientenversorgung durch überlastete Notaufnahmen
- Forderung nach einer verpflichtenden, digital unterstützten telefonischen Ersteinschätzung mit verbindlicher Steuerung in die richtige Versorgungsebene und Terminvergabe
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Barmer-Chef Christoph Straub warnt vor einer Gefährdung der Patientenversorgung durch überlastete Notaufnahmen und fordert eine verpflichtende telefonische Ersteinschätzung mit digitaler Unterstützung und verbindlicher Patientensteuerung.
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