IEA-Chef: Müssen auf milden Winter hoffen

IEA-Chef: Müssen auf milden Winter hoffen

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Wirtschaft: Energieversorgung im Krisenmodus

Paris () – Die globale Öl- und Gasversorgung dürfte aus Sicht der Internationalen Energieagentur (IEA) infolge des Irankriegs noch für Monate kritisch bleiben.

„Ich sehe keinen plausiblen Weg für eine Normalisierung der Energiemärkte bis 2027“, sagte IEA-Chef Fatih Birol der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Birol koordinierte die jüngste Freigabe strategischer Ölreserven und wird als fachliche Autorität auf der ganzen Welt respektiert. Vergangene Woche traf er unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), diese Woche steht ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem Programm.

„Ich bin mir nicht sicher“, antwortete Birol auf die Frage, ob die Europäer sicher durch den Winter kommen. Der Gasimport aus den Golfstaaten bleibe unterbrochen. Dass sich von Öl und Gas aus Russland loslösen will, mache die Lage nicht einfacher. „Daher wird es auf den Märkten für Flüssigerdgas zu einem starken zwischen asiatischen Abnehmern wie Japan, Korea und sowie den europäischen Abnehmern kommen; dieser Wettbewerb wird die Preise in die Höhe treiben“, so Birol. Erschwerend kommen die niedrigen Gasspeicherstände in Europa hinzu.

„Wir können nur hoffen, dass es kein allzu strenger Winter wird“, sagte der IEA-Chef. Die Beschränkungen für russische Gasimporte würde er aber nicht lockern. Die Europäer sollten sich nicht noch einmal in die russische Abhängigkeit begeben. Sein wichtigster Rat: „So viel Strom wie möglich erzeugen“. Ohne Atomausstieg wäre dies indes einfacher, sagte Birol. „Ich habe nie verstanden, wie das Land von Immanuel Kant perfekt funktionierende Kernkraftwerke stilllegen und zur Kompensation versuchen kann, aus Namibia zu beziehen“, sagte er. Kurzfristig sei auch möglichst viel eigene Öl- und Gasförderung wichtig.

Dass auf der ganzen Welt das Interesse an der Kernenergie steigt, bewertet der IEA-Chef positiv: „Ich habe schon vor drei Jahren gesagt, dass die Kernenergie ein Comeback erleben wird, und das geschieht nun.“ Ebenfalls positiv in seinen Augen: das enorme Wachstum von erneuerbaren Energien, Elektroautos und Batterien. „Zum ersten Mal seit Jahren sehe ich, dass die Maßnahmen zur Absicherung der Energieversorgung eng mit dem Kampf gegen den Klimawandel verzahnt sind“, zeigte sich Birol erfreut. Die Kombination aus Erneuerbaren, E-Fahrzeugen, Batterien sowie Kernenergie sei die richtige Antwort auf die hohen Öl- und Gaspreise.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Fatih Birol, Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Immanuel Kant

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Internationalen Energieagentur (IEA), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Paris (Ort), Deutschland (u. a. Treffen in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz), Brüssel (u. a. Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen)

Worum geht es in einem Satz?

Laut IEA-Chef Fatih Birol werden die globalen Öl- und Gasversorgungslage infolge des Irankriegs und weiterhin erschwerter Bedingungen für Monate kritisch bleiben, was vor allem beim Flüssigerdgas zu Preissteigerungen führen dürfte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Irankrieg und die daraus resultierende weiterhin kritische globale Öl- und Gasversorgung
  • Unterbrochener Gasimport aus den Golfstaaten
  • Wunsch Europas, sich von Öl und Gas aus Russland loszulösen, trotz damit nicht einfacher Lage
  • Beschränkungen für russische Gasimporte
  • Niedrige Gasspeicherstände in Europa

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen soll demnächst mit IEA-Chef Fatih Birol zusammentreffen
  • Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll bereits mit Birol getroffen sein
  • Politik und Öffentlichkeit werden nicht direkt als reagierend beschrieben, sondern die Aussagen dienen als Grundlage für die Abstimmung der Lagebewertung
  • Medienreaktion erfolgt über das Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Weiterhin kritische Versorgungslage bei Öl und Gas für Monate
  • Keine Normalisierung der Energiemärkte bis 2027
  • Unterbrechung des Gasimports aus den Golfstaaten
  • Flüssigerdgas wird zum starken Wettbewerb zwischen asiatischen und europäischen Abnehmern
  • Steigende Preise am Flüssigerdgasmarkt
  • Niedrige Gasspeicherstände in Europa verschärfen die Lage
  • Unsicherheit, ob Europa sicher durch den Winter kommt
  • Beschränkungen für russische Gasimporte werden nicht gelockert
  • Notwendigkeit, möglichst viel Strom zu erzeugen
  • Kurzfristig Bedeutung möglichst hoher eigener Öl- und Gasförderung
  • Steigendes weltweites Interesse an Kernenergie
  • Weitere positive Entwicklung durch Wachstum erneuerbarer Energien, Elektroautos und Batterien

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – der IEA-Chef Fatih Birol wird in mehreren Zitaten direkt zitiert (z. B. zur fehlenden Normalisierung bis 2027 und zur Frage nach der sicheren Durchquerung des Winters).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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