Wirtschaft in NRW: Ausbau von Recyclingbaustoffen
Düsseldorf () – Am Mittwoch haben das Land Nordrhein-Westfalen und der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie vero eine Branchenvereinbarung für Kies und Sand geschlossen. Das haben das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr mitgeteilt.
Ziel ist es, die Aufbereitungskapazitäten für mineralische Abfälle perspektivisch um knapp fünf Millionen Tonnen pro Jahr auszubauen und Sekundärrohstoffe besser zu nutzen.
Rechtliche Hemmnisse sollen dafür schrittweise abgebaut werden. vero hat zudem den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Recyclingbaustoffe zugesagt. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne) erklärt: „Was heute aus einem alten Bürogebäude herausgebrochen wird, kann morgen in einer neuen Schule oder Straße stecken. Bauschutt ist kein Abfall. Er ist ein Rohstoff, den wir im Land schon haben.“
Jede Tonne Recyclingbaustoff ersetze Kies und Sand, die sonst neu abgebaut werden müssten, so Neubaur weiter. Das mache die Baustoffindustrie unabhängiger und schaffe Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen.
Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) verweist auf den Niederrhein, wo der Abbau von Kies und Sand die Landschaft verändert.
Die zusätzlichen Aufbereitungsanlagen könnten diesen Druck senken: „Je mehr Baustoffe wir wiederverwenden, desto weniger Fläche geht für neue Abgrabungen verloren.“ Das Land wolle beim Bau und bei der Sanierung seiner Straßen deutlich mehr Recycling-Baustoffe einsetzen. vero-Präsident Christian Strunk erklärt, die Unternehmen übernähmen Verantwortung und würden zusätzliche Kapazitäten für die Aufbereitung mineralischer Rohstoffe schaffen.
Dafür brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, geeignete Flächen und praxistaugliche Genehmigungsverfahren.
In Nordrhein-Westfalen fallen nach Angaben der Ministerien mehr als 40 Millionen Tonnen mineralischer Bau- und Abbruchabfälle pro Jahr an. Davon entfallen rund 26 Millionen Tonnen auf Bodenaushub, rund zehn Millionen Tonnen auf Bauschutt und rund vier Millionen Tonnen auf Straßenaufbruch.
Besonders der Stoffstrom „Boden und Steine“ biete Chancen, bislang ungenutzte Potenziale zu heben.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Mona Neubaur, Oliver Krischer, Christian Strunk
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Nordrhein-Westfalen, Verband der Bau- und Rohstoffindustrie, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne), Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne), vero-Präsident Christian Strunk, Grüne
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Am Mittwoch (konkret nicht weiter datiert).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Worum geht es in einem Satz?
Nordrhein-Westfalen hat mit der Bau- und Rohstoffindustrie (vero) eine Branchenvereinbarung für die Aufbereitung von Kies und Sand geschlossen, um die Kapazitäten für mineralische Abfälle um etwa fünf Millionen Tonnen pro Jahr auszubauen, rechtliche Hemmnisse abzubauen und mehr Recyclingbaustoffe als Sekundärrohstoffe einzusetzen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Abschluss einer Branchenvereinbarung für Kies und Sand zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Verband der Bau- und Rohstoffindustrie vero
- Zielgerichteter Ausbau der Aufbereitungskapazitäten für mineralische Abfälle
- Schrittweiser Abbau rechtlicher Hemmnisse zur besseren Nutzung von Sekundärrohstoffen
- Zusage des Aufbaus eines Kompetenzzentrums für Recyclingbaustoffe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ausbau der Aufbereitungskapazitäten für mineralische Abfälle um perspektivisch knapp fünf Millionen Tonnen pro Jahr
- Bessere Nutzung von Sekundärrohstoffen im Bausektor
- Schrittweiser Abbau rechtlicher Hemmnisse für Recycling und Aufbereitung
- Aufbau eines Kompetenzzentrums für Recyclingbaustoffe
- Ersatz von Kies und Sand durch Recyclingbaustoffe, wodurch weniger neue Rohstoffe abgebaut werden müssen
- Höhere Unabhängigkeit der Baustoffindustrie von der Neugewinnung natürlicher Rohstoffe
- Mehr Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen durch zusätzliche Verarbeitungskapazitäten
- Reduzierung des Drucks auf Landschaften durch weniger Fläche für neue Abgrabungen
- Erhöhte Verwendung von Recycling-Baustoffen bei Bau und Sanierung der Straßen des Landes
- Hebung bislang ungenutzter Potenziale im Stoffstrom „Boden und Steine“
- Größere Planbarkeit durch verlässliche Rahmenbedingungen sowie praxistaugliche Genehmigungsverfahren und geeignete Flächen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es werden Stellungnahmen von Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur, Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer sowie dem vero-Präsidenten Christian Strunk zitiert.
- Land und Bauindustrie schließen Vereinbarung für mehr Recyclingbaustoffe - 21. Oktober 2026
- Mehr Arbeitslose in Thüringen wagen den Schritt in die Selbstständigkeit - 21. Oktober 2026
- Mehr Arbeitslose in Sachsen-Anhalt wagen den Schritt in die Selbstständigkeit - 21. Oktober 2026

