Politik: Afrikanische Schweinepest in Südhessen
Groß-Gerau () – In Südhessen sollen weitere Sperrzonen wegen der Afrikanischen Schweinepest zurückgestuft werden. Das Hessische Landwirtschaftsministerium und der Landkreis Groß-Gerau haben bei einer Dialogveranstaltung in Groß-Gerau über die aktuelle Lage und den nächsten Rückstufungsantrag informiert, teilte das Ministerium mit.
Seit mehr als zwei Jahren kämpfen Hessen und die betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte in Südhessen gegen die ASP. Nach der erfolgreichen ersten Teilrückstufung von Sperrzonen im Frühjahr richtet sich der Blick nun auf die nächsten Schritte.
Am Mittwochkamen in Groß-Gerau etwa 250 Bürger, vor allem aus Landwirtschaft und Jägerschaft, sowie Vertreter der Veterinärbehörden im Landratsamt Groß-Gerau zusammen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Staatssekretär Michael Ruhl, Leiter des ASP-Führungsstabs im Hessischen Landwirtschaftsministerium.
Der letzte positive ASP-Fund liegt mehr als zwei Monate zurück. Er wurde am 31. Juli im Landkreis Darmstadt-Dieburg registriert.
Der erste gemeinsame Antrag von Hessen und Rheinland-Pfalz auf Teilrückstufung der Sperrzonen war im Frühjahr von den EU-Mitgliedstaaten gebilligt worden.
Damit konnten Restriktionen für Teile des Rheingau-Taunus-Kreises sowie angrenzende Flächen in weiteren hessischen Kreisen aufgehoben werden. Der Hochtaunuskreis fiel vollständig aus den Sperrzonen heraus.
Der nächste Rückstufungsantrag soll am 26. Oktober beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat eingereicht werden.
Im weiteren Verfahren könnte sich im November die Europäische Kommission mit dem Antrag befassen. Für eine weitere Rückstufung ist insbesondere die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der ASP entscheidend.
Dazu gehören die Suche nach Fallwild, die Überwachung des Wildschweinbestands und die weitere Reduzierung der Schwarzwildpopulation.
Seit dem ersten bestätigten ASP-Fall am 15. Juni 2024 wurden hessenweit mehr als 7.000 Wildschweine beziehungsweise Wildschweinkadaver beprobt. Davon wurden 2.340 positiv auf ASP getestet.
Die Fälle konzentrieren sich ausschließlich auf Südhessen. Die Dialogveranstaltungen des Ministeriums finden seit Beginn des ASP-Ausbruchs regelmäßig gemeinsam mit den betroffenen Landkreisen statt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Michael Ruhl
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hessisches Landwirtschaftsministerium, Landkreis Groß-Gerau, Landratsamt Groß-Gerau, EU-Mitgliedstaaten, Europäische Kommission, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Rheingau-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, ASP-Führungsstab im Hessischen Landwirtschaftsministerium
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis (Dialogveranstaltung in Groß-Gerau, Infos zur aktuellen Lage und zum nächsten Rückstufungsantrag) fand am Mittwochkamen in Groß-Gerau statt – ein genaueres Datum ist im Text nicht genannt.
Der Text nennt außerdem als Zeitraum:
- Seit mehr als zwei Jahren läuft der Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest in Südhessen.
- Der letzte positive ASP-Fund liegt mehr als zwei Monate zurück; er wurde am 31. Juli im Landkreis Darmstadt-Dieburg registriert.
- Der nächste Rückstufungsantrag soll am 26. Oktober eingereicht werden.
- Im weiteren Verfahren könnte sich im November die Europäische Kommission befassen.
- Erster bestätigter ASP-Fall: am 15. Juni 2024.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Groß-Gerau, Südhessen, (Landkreis) Darmstadt-Dieburg, Rheingau-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis, (weitere betroffene) hessische Kreise.
Worum geht es in einem Satz?
In Südhessen sollen wegen der Afrikanischen Schweinepest weitere Sperrzonen zurückgestuft werden, wobei das Hessische Landwirtschaftsministerium und der Landkreis Groß-Gerau bei einer Dialogveranstaltung über die aktuelle Lage informierten und der nächste Rückstufungsantrag am 26. Oktober beim Bundeslandwirtschaftsministerium eingereicht werden soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Der letzte positive ASP-Fund im Landkreis Darmstadt-Dieburg am 31. Juli
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Hessisches Landwirtschaftsministerium und Landkreis Groß-Gerau haben bei einer Dialogveranstaltung über die aktuelle Lage und den nächsten Rückstufungsantrag informiert
- Rund 250 Bürger, vor allem aus Landwirtschaft und Jägerschaft, sowie Vertreter der Veterinärbehörden nahmen an der Veranstaltung teil
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Aufhebung von Restriktionen für Teile von Sperrzonen nach EU-Billigung
- Weitere Rückstufung der Sperrzonen in Südhessen nach Einreichung eines Rückstufungsantrags
- Mögliche Befassung der Europäischen Kommission mit dem Rückstufungsantrag im November
- Fortsetzung der Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest
- Durchführung der Suche nach Fallwild
- Überwachung des Wildschweinbestands
- Weitere Reduzierung der Schwarzwildpopulation
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Verneinung: Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation (über die reine Informationsvermittlung hinaus) zitiert.
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