Gesellschaft: Suchthilfe in Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin () – Knapp 10.000 Menschen haben 2025 in Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung in Suchtberatungsstellen gesucht. Das geht aus dem Landessuchtbericht 2025 hervor, den Gesundheitsministerin Stefanie Drese und die Geschäftsführerin der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen, Birgit Grämke, vorgestellt haben.
Alkohol bleibt demnach das größte Suchtproblem, wobei 5.287 Menschen wegen Alkoholproblemen betreut wurden. Auch die Beratungen zu Stimulanzien, Kokain, Mehrfachkonsum, exzessiver Mediennutzung und Glücksspiel nahmen zu.
Besonders alarmierend war die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien.
3.767 Minderjährige waren 2025 von der Suchterkrankung eines Elternteils betroffen, und 2.333 lebten mit diesem in einem Haushalt. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da nicht alle Familien Hilfe suchten.
Drese betonte die Notwendigkeit, betroffene Kinder und Familien zu unterstützen und Präventionsmaßnahmen auszubauen.
Seit Juni 2026 bietet Mecklenburg-Vorpommern mit DigiSucht digitale Beratung an, um Menschen zu erreichen, die aufgrund von langen Wegen, Zeitmangel oder persönlichen Hemmschwellen Schwierigkeiten haben, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Drese sieht in der Abschaffung des begleiteten Trinkens ein wichtiges Signal für den Jugendschutz.
Die Gesetzesänderung soll 14- und 15-Jährigen den Alkoholkonsum in Begleitung ihrer Eltern in der Öffentlichkeit untersagen.
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Ein Mann hält ein alkoholisches Getränk hoch (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Stefanie Drese, Birgit Grämke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Gesundheitsministerin Stefanie Drese, Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen, DigiSucht, Mecklenburg-Vorpommern, Landessuchtbericht 2025, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: 2025 (Suchtberatungen: „2025 in Mecklenburg-Vorpommern … Unterstützung … gesucht“; Zahlen zu Betroffenen: ebenfalls 2025) und ab Juni 2026 (Beginn der digitalen Beratung „DigiSucht“).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin
Worum geht es in einem Satz?
2025 suchten in Mecklenburg-Vorpommern knapp 10.000 Menschen Unterstützung in Suchtberatungsstellen—wobei Alkohol das größte Problem war—und besonders Kinder aus suchtbelasteten Familien betroffen sind; das Land will daher Betroffene besser unterstützen, Prävention ausbauen und u. a. über DigiSucht (seit Juni 2026) sowie eine geplante Gesetzesänderung zum begleiteten Trinken den Jugendschutz stärken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Gesetzesänderung zur Abschaffung des begleiteten Trinkens für 14- und 15-Jährige in der Öffentlichkeit in Begleitung ihrer Eltern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Medienberichterstattung oder öffentliche Reaktionen werden im Artikel nicht beschrieben
- Konkrete politische Reaktionen werden nur indirekt genannt, durch den Hinweis auf eine Gesetzesänderung zum Jugendschutz und die Forderung von Gesundheitsministerin Stefanie Drese, Prävention auszubauen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 2025 haben knapp 10.000 Menschen Unterstützung in Suchtberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern gesucht
- Alkohol bleibt das größte Suchtproblem, mit 5.287 betreuten Personen wegen Alkoholproblemen
- Zunahme bzw. hohe Relevanz von Beratungen zu Stimulanzien, Kokain, Mehrfachkonsum, exzessiver Mediennutzung und Glücksspiel
- Besonders hohe Betroffenheit von Kindern aus suchtbelasteten Familien
- 3.767 Minderjährige waren 2025 von der Suchterkrankung eines Elternteils betroffen
- 2.333 Minderjährige lebten mit dem betroffenen Elternteil in einem Haushalt
- Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, weil nicht alle Familien Hilfe suchen
- Notwendigkeit, betroffene Kinder und Familien gezielt zu unterstützen
- Ausbau von Präventionsmaßnahmen erforderlich
- Einführung digitaler Suchtberatung zur besseren Erreichbarkeit von Menschen mit langen Wegen, Zeitmangel oder Hemmschwellen
- Jugendschutz wird durch die Abschaffung des begleiteten Trinkens als wichtiges Signal bewertet
- Gesetzesänderung soll Alkoholkonsum von 14- und 15-Jährigen in der Öffentlichkeit in Begleitung der Eltern untersagen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Gesundheitsministerin Stefanie Drese wird zitiert („Drese betonte …“ sowie zur digitalen Beratung und zum Signal für den Jugendschutz).
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