Wirtschaftspolitik in Berlin
Berlin () – Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, hat die Verschonungsregeln bei der Erbschaftsteuer für Firmenerben gegen Kritik verteidigt und vor erheblichen Folgen bei einer Verschlechterung gewarnt. „Hinter jedem Familienunternehmen stehen Menschen, Beschäftigte, Auszubildende und oft ganze Regionen, die von diesem Betrieb leben. Wer sie schützen will, muss das produktive Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer weiterhin verschonen“, sagte Adrian der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).
Es gehe nicht um Privilegien. „Die Verschonung ist keine Subvention, sondern unterliegt festen Vorgaben wie der Weiterführung des Betriebs oder dem Erhalt von Arbeitsplätzen“, so der DIHK-Chef weiter. Betriebsvermögen sei „in aller Regel im Unternehmen gebunden“ und stehe den Nachfolgern nicht als Geld zur Verfügung. „Es steckt in Maschinen, Hallen und Innovationen. Eine zusätzliche steuerliche Belastung trifft deshalb unmittelbar die Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens“, sagte Adrian.
Fehle die Verschonung, könnten bis zu 50 Prozent des übertragenen Wertes als Steuer fällig werden. „Dann bleibt vielen Erben nur, Teile des Betriebs oder den ganzen Betrieb zu verkaufen, um diese Steuer überhaupt zahlen zu können“, warnte der DIHK-Präsident. Wie angespannt die Lage ohnehin sei, „zeigen unsere eigenen Zahlen. 2024 haben die IHKs fast 10.000 Beratungen mit Unternehmen geführt, die zur Übergabe anstehen. Ein Rekordwert. Mehr als jeder vierte dieser Betriebe erwägt inzwischen sogar die Aufgabe. In dieser Situation wäre eine härtere Besteuerung der Nachfolge das falsche Signal“, sagte Adrian der „Rheinischen Post“.
Auch eine Stundung der Erbschaftsteuer sei „kein gleichwertiger Ersatz“ für die Verschonung. Sie verteile die Belastung „lediglich über die Zeit und entzieht dem Unternehmen über viele Jahre Mittel für Investitionen, Innovationen und Beschäftigung“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Peter Adrian
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, IHKs, Rheinische Post
Wann ist das Ereignis passiert?
Montagsausgabe (ohne konkretes Datum erwähnt).
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
DIHK-Präsident Peter Adrian verteidigt die Verschonungsregeln bei der Erbschaftsteuer für Firmenerben gegen Kritik und warnt, dass eine Verschlechterung erhebliche Folgen für Unternehmen, Arbeitsplätze und Investitionsfähigkeit hätte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik an den Verschonungsregeln bei der Erbschaftsteuer für Firmenerben
- Erwartung einer Verschlechterung der steuerlichen Bedingungen für Firmennachfolgen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- DIHK-Präsident Peter Adrian verteidigt die Verschonungsregeln bei der Erbschaftsteuer für Firmenerben gegen Kritik
- Er warnt vor erheblichen Folgen bei einer Verschlechterung der Regeln
- Laut ihm zeigt die Lage angespannt zu sein, unter anderem anhand eigener IHK-Zahlen zu anstehenden Betriebsübergaben und erwogenen Aufgaben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zusätzliche steuerliche Belastung beeinträchtigt Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
- Erben müssten unter Umständen Teile des Betriebs oder den gesamten Betrieb verkaufen
- Fehle Verschonung könnte dazu führen dass bis zu 50 Prozent des übertragenen Wertes als Steuer fällig werden
- Mehr Betriebe müssten die Aufgabe erwägen
- Stundung entzieht dem Unternehmen über viele Jahre Mittel für Investitionen, Innovationen und Beschäftigung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — DIHK-Präsident Peter Adrian wird zitiert und wehrt sich in einer Stellungnahme gegen Kritik.
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