Rentenabschläge steigen auf durchschnittlich 162 Euro

Rentenabschläge steigen auf durchschnittlich 162 Euro

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Politik in Berlin

Berlin () – Die Deutschen nehmen zunehmend hohe Rentenabschläge in Kauf, um vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Abschlagshöhe für vorgezogene Altersrenten bei 162 im Monat – 2020 waren es im Schnitt noch 103 Euro gewesen. Das ist ein Anstieg um gut 57 Prozent. Dies geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linksfraktion hervor, aus der das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.

Für die Berechnung der Rentenabschläge gilt ein konstanter Prozentsatz. Durch die jährlichen Rentenerhöhungen steigt aber der durchschnittliche Euro-Betrag, auf den Rentner am Ende verzichten müssen. Rentenabschläge werden individuell berechnet. Wer ab einem bestimmten Alter vorzeitig in den Ruhestand gehen möchte, dem werden für jeden vorgezogenen Monat 0,3 Prozent der eigentlichen Altersrente abgezogen. Bei Rentnern mit 35 Versicherungsjahren können maximal bis zu 14,4 Prozent wegfallen.

Die Zahl der Menschen, die mit Abschlägen vorzeitig aus dem Berufsleben aussteigen, wächst. Den nach stieg der Anteil der Renten mit Abschlägen an allen Altersrenten zwischen 2020 und 2025 von 23,4 Prozent auf 30,4 Prozent. Es handelt sich dabei vor allem um Menschen, die nach 35 Versicherungsjahren mit Abschlägen in den Ruhestand gehen. Es zählen aber auch vorgezogene Altersrenten für schwerbehinderte Menschen dazu.

Die rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Vollath, sagte dem RND, viele Menschen seien dazu bereit, hohe Abschläge in Kauf zu nehmen, weil sie nicht bis zur Regelaltersgrenze durchhalten. Die Reformpläne der gingen völlig an der Realität vorbei, beklagte sie. Die angekündigte Anhebung der Regelaltersgrenze werde die Lage noch mal verschärfen und könnte noch mehr Menschen dazu zwingen, in mit Abschlägen in Rente zu gehen. Außerdem wolle die Regierung die Möglichkeit streichen, nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei in den Ruhestand zu wechseln.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Sarah Vollath

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesarbeitsministerium, Linksfraktion, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundesregierung, Linksfraktion, Sarah Vollath

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum: „im vergangenen Jahr“ (sowie Vergleich: 2020 bis 2025)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Laut einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums (RND) nehmen die Deutschen zunehmend höhere Rentenabschläge in Kauf, um vorzeitig in Rente zu gehen: Die durchschnittlichen Abschläge für vorgezogene Altersrenten stiegen von 103 Euro (2020) auf 162 Euro pro Monat (2025) um rund 57 Prozent, während der Anteil solcher Renten mit Abschlägen zwischen 2020 und 2025 von 23,4 auf 30,4 Prozent wuchs.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Die Deutschen nehmen zunehmend hohe Rentenabschläge in Kauf, um vorzeitig in den Ruhestand zu gehen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet über die Antwort des Bundesarbeitsministeriums zur Entwicklung der Rentenabschläge
  • Sarah Vollath (Linksfraktion) äußert Kritik gegenüber den Reformplänen der Regierung
  • Sie sagt, die Reformpläne gingen an der Realität vorbei und die Anhebung der Regelaltersgrenze verschärfe die Situation
  • Sie befürchtet, dass künftig mehr Menschen gezwungen sein könnten, mit Abschlägen in Rente zu gehen
  • Sie kritisiert außerdem, dass die Regierung die Möglichkeit streichen wolle, nach 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei in den Ruhestand zu wechseln

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Höhere finanzielle Einbußen für Rentner durch steigende durchschnittliche Rentenabschläge
  • Zunehmende Zahl von Menschen, die vorzeitig in den Ruhestand gehen und dafür Abschläge in Kauf nehmen
  • Größerer Anteil von Altersrenten, bei denen Abschläge erhoben werden
  • Belastung vor allem für Personen mit mindestens 35 Versicherungsjahren, bei denen höhere maximale Abschläge möglich sind
  • Verschärfung der finanziellen Lage für künftige Renteneintritte durch angekündigte Anhebung der Regelaltersgrenze
  • Eingeschränkte Möglichkeit für abschlagsfreien Rentenzugang nach 45 Versicherungsjahren durch geplante Streichung der entsprechenden Regelung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Die rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Vollath, nimmt Stellung und kritisiert die Reformpläne der Regierung in einem Interview mit dem RND.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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