Wolf Biermann kritisiert AfD-Wähler in Ostdeutschland

Wolf Biermann kritisiert AfD-Wähler in Ostdeutschland

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Politik in Hamburg

Hamburg () – Der Liedermacher Wolf Biermann zeigt sich bedrückt über den Siegeszug der AfD in Ostdeutschland. Zwar lehne er hysterische Reaktionen ab, doch wer in dieser Situation nicht „ratlos“ sei und sich nicht „bedrückt“ fühle, sei ein „Träumer“, sagte Biermann dem „Zeit“-Magazin. Mit den Wählern der AfD fühle er sich, wie mit allen Ostdeutschen, dennoch verbunden – „weil wir aus demselben Drama kommen, aus demselben Elend, nur mit sehr verschiedenen Biografien, die sich ja kein einzelner Mensch aussuchen kann“.

Sein Gefühl gegenüber den Ostdeutschen beschreibt er als „politischen Liebeskummer“: „Es bedrückt mich in höchstem Maße, wenn sie jetzt Propagandalügen à la Putin und à la gegen unsere Demokratie verbreiten. Sie reden unser Land schlecht, obwohl sie so elegant rausgekommen sind aus dem Ostblock“, so Biermann. Die Ostdeutschen hätten zu wenig dafür tun müssen: „Anders als die Polen und die Rumänen und all diese sozialistischen Brudervölker, die uns Ostdeutsche beneidet haben um unseren reichen großen Bruder im Westen.“

Im Wohlstand der Deutschen sieht er auch einen Grund für den Erfolg der AfD: „Wir leben in einer unglaublich reich ausgerüsteten Demokratie, in einem Wohlstand, den die Deutschen noch nie erlebt, mit Freiheiten, die wir noch nie genossen haben.“ Die AfD-Wähler seien der Ausdruck dieser Situation, „dass die Deutschen einen geradezu irrsinnigen Vorsprung an Reichtum und Wohlstand und Frieden haben. Das ist der Grund, warum fast alle der Welt nach Deutschland wollen.“

Biermann, der als junger Mann in die DDR übersiedelte, wurde im 1976 – vor 50 Jahren – ausgebürgert. Er lebt heute wieder in Hamburg, seiner Geburtsstadt. Sein Vater, Jude und Kommunist, wurde in Auschwitz ermordet. Auch für den Westen warnt Biermann mit Blick in die vor einem weiteren Erstarken extremistischer Bewegungen: „Wir hatten hier in Hamburg 99 Prozent Heil-Hitler-Deutsche.“ Die Rückkehr der Barbarei halte er zu jedem Zeitpunkt für denkbar.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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AfD-Wahlparty (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Wolf Biermann

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

AfD, Zeit

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (Biermanns Aussagen im Zusammenhang mit dem „Siegeszug der AfD in Ostdeutschland“ sowie die Einordnung mit seinem Ausschluss/Ausbürgerung im Herbst 1976) fand bzw. bezieht sich auf folgenden Zeitraum:

  • Herbst 1976 (Ausbürgerung; „im Herbst 1976 – vor 50 Jahren –“)

Konkretes Datum der Veröffentlichung des Artikels/der Aussagen ist im Text nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Hamburg

Worum geht es in einem Satz?

Wolf Biermann äußert sich im „Zeit“-Magazin bedrückt über den Wahlerfolg der AfD in Ostdeutschland und warnt vor der Verbreitung von Propagandalügen sowie vor einem erneuten Erstarken extremistischer Bewegungen, während er gleichzeitig die Ostdeutschen als Verbundene aus demselben historischen Leidensweg sieht.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Siegeszug der AfD in Ostdeutschland und die Verbreitung von Propagandalügen gegen die Demokratie durch AfD-Wähler

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Biermann zeigt sich bedrückt und kritisiert den Siegeszug der AfD in Ostdeutschland
  • Er lehnt „hysterische Reaktionen“ ab, stellt aber emotionalen und politischen Leidenskummer heraus
  • Er warnt davor, dass AfD-Wähler Propagandalügen im Sinne von Putin und Trump gegen die Demokratie verbreiten
  • Er beschreibt die Ostdeutschen als mit Deutschland verbunden und betont fehlende „Ratlosigkeit“ bzw. fehlendes „Bedrücktsein“ als Grundlage für Gegenreaktionen anderer
  • Er warnt mit Blick auf die Geschichte vor einem weiteren Erstarken extremistischer Bewegungen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verbreitung von Propagandalügen gegen die Demokratie
  • Gespräch über ein mögliches Erstarken extremistischer Bewegungen
  • Sorge vor weiterer Zurückkehr von Barbarei
  • Benachteiligung einer demokratischen Entwicklung durch politische Desinformation

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Wolf Biermann wird mit einer Stellungnahme zitiert („sagte Biermann dem ‚Zeit‘-Magazin“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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