Dax startet schwach – Chip-Euphorie prallt ab

Dax startet schwach – Chip-Euphorie prallt ab

News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wirtschaft: DAX-Start in Frankfurt schwach

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.880 Punkten berechnet, 1,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die positiven Vorgaben aus prallen am deutschen Aktienmarkt ab“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Vor allem die neue Euphorie im Halbleitersektor nach den Quartalszahlen von Micron Technology kommt nicht an. Die direkten Profiteure der starken Chipnachfrage lassen sich im Dax weiterhin an einer Hand abzählen.“

Damit zeige sich erneut ein struktureller Nachteil des deutschen Leitindex. Während die Wall Street und Teile Asiens von der ungebrochenen KI- und Halbleiterstory profitierten, bekomme der Dax davon nur einen Bruchteil ab. Den Gegenwind von hohen Energiepreisen und steigenden Anleiherenditen spüre er dagegen in voller Stärke.

„Vor allem der Ölpreis bleibt ein Belastungsfaktor.“ Das halte die Sorgen vor einem erneuten Inflationsschub und einer zunehmenden Konsumzurückhaltung am Leben. „Die gestrigen US-PCE-Daten deuteten zwar auf eine gewisse Entspannung beim Preisdruck hin, für eine nachhaltige Entwarnung reicht das bislang aber nicht.“

„Gleichzeitig fallen die vieler Staatsanleihen weiter und treiben die Renditen nach oben. Für Aktien entsteht dadurch ein doppelter Gegenwind: Die Finanzierungskosten für steigen und gleichzeitig werden Anleihen als Anlagealternative attraktiver. Solange die Renditen weiter steigen, dürfte dieser Mechanismus wie ein Deckel auf den Aktienmärkten liegen.“

„Die Börsen befinden sich damit in einem zunehmend gespaltenen Umfeld. Die KI-Euphorie liefert weiterhin starke Wachstumsfantasie, während Ölpreise und Renditen gleichzeitig die Bewertungsgrundlage für Aktien verschlechtern. Je länger diese beiden Welten auseinanderdriften, desto anfälliger werden die Märkte für größere Schwankungen“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1308 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8843 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich kaum verändert, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.158 US-Dollar gezahlt (unverändert). Das entspricht einem von 118,21 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 98,95 US-Dollar, das waren 92 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Frankfurter

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CMC Markets, Micron Technology, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am Donnerstagmorgen (im Verlauf des Tages) statt. Als konkreter Zeitraum wird genannt:

  • Donnerstagmorgen, gegen 9:30 Uhr (DAX bei ~25.880 Punkten)
  • gegen 9 Uhr deutscher Zeit (Brent bei ~98,95 US-Dollar)

Nicht erwähnt ist das Datum (Kalendertag) des Donnerstags.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main (Frankfurter Börse)

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach gestartet (rund 25.880 Punkte, 1,3 % unter Vortag), weil die positive Halbleiter-/KI-Euphorie aus Asien kaum ankommt, während Ölpreis, Inflationssorgen und steigende Anleiherenditen den Aktienmarkt zusätzlich belasten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Die schwachen positiven Vorgaben aus Asien
  • Die abprallende Euphorie im Halbleitersektor trotz Quartalszahlen von Micron Technology
  • Hohe Energiepreise und steigende Anleiherenditen als Belastungsfaktor
  • Der Ölpreis als Belastungsfaktor und die daraus abgeleiteten Sorgen vor einem erneuten Inflationsschub
  • Weiter fallende Kurse vieler Staatsanleihen mit steigenden Renditen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Schwacher Handelsstart des Dax mit Rückgang um rund 1,3 Prozent gegenüber dem Schlussniveau des Vortags
  • Nur begrenzter Anteil an der positiven Entwicklung im Halbleiter und KI-Bereich für den deutschen Aktienmarkt
  • Belastung der Aktienmärkte durch hohe Energiepreise
  • Risiko eines erneuten Inflationsschubs und zunehmender Konsumzurückhaltung
  • Steigende Anleiherenditen erhöhen die Finanzierungskosten für Unternehmen
  • Anleihen werden als Anlagealternative attraktiver und mindern den Zuwachsimpuls für Aktien
  • Zunehmender Druck auf Aktienbewertungen durch die Kombination aus Ölpreisbelastung und Renditeanstieg
  • Gefahr größerer Schwankungen aufgrund eines gespaltenen Marktumfelds zwischen KI Wachstumsfantasie und verschlechterter Bewertungsgrundlage durch Ölpreise und Renditen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, Andreas Lipkow (CMC Markets) wird mit mehreren Aussagen zitiert (z. B. zur Entwicklung von Dax und Börsenumfeld).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert