Wirtschaft: Unternehmensinsolvenzen in Rheinland-Pfalz
Bad Ems () – Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Rheinland-Pfalz ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht gestiegen. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mitteilte, stellten 544 Unternehmen einen Insolvenzantrag – das entspricht einem Anstieg von vier Prozent (Vorjahr: 525 Unternehmen).
Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist etwas stärker gestiegen: Insgesamt wurden 1.617 Anträge registriert.
Das waren sechs Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
Die beantragten Unternehmensinsolvenzen betrafen insgesamt 2.978 Arbeitsplätze, das waren 61 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das Gesamtvolumen der voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger lag bei rund 463 Millionen Euro.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von 41 Prozent. Rechnerisch entfielen rund 850.000 Euro auf jedes insolvente Unternehmen.
Im ersten Halbjahr 2025 hatten einige größere Unternehmen Insolvenz angemeldet; das begründet den starken Rückgang sowohl bei den betroffenen Beschäftigten als auch bei den voraussichtlichen Forderungen. Gegenüber dem Durchschnitt der zurückliegenden zehn Jahre ergibt sich im ersten Halbjahr 2026 ein Rückgang der betroffenen Beschäftigten um zwölf und Anstieg der voraussichtlichen Forderungen um 26 Prozent.
Die meisten Insolvenzanträge stammten aus dem Baugewerbe.
Dort wurden 110 Fälle gezählt, das waren knapp 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Darauf folgten der Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ mit 96 Anträgen (rund 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum) sowie die „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit 63 Fällen (plus 43 Prozent).
Die Insolvenzhäufigkeit – also die Zahl der Unternehmensinsolvenzen je 1.000 wirtschaftlich aktiver Unternehmen – lag in den kreisfreien Städten bei 4,7 und damit höher als in den Landkreisen mit 3,3. Spitzenreiter unter den kreisfreien Städten war Ludwigshafen mit 8,5, den niedrigsten Wert verzeichnete Trier mit 2,2. Unter den Landkreisen wies der Kreis Kaiserslautern mit 5,2 den höchsten Wert auf, der Kreis Cochem-Zell mit 0,7 den niedrigsten.
Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 1.617 Anträgen um sechs Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wuchsen auf rund 90 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um 15,4 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2025. Pro Verfahren ergaben sich damit durchschnittliche Forderungen von etwa 56.000 Euro, das waren je Insolvenzverfahren rund neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die höchste Zahl an Verbraucherinsolvenzen je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner meldete die Stadt Pirmasens mit 12,8. Den niedrigsten Wert verzeichnete der Kreis Cochem-Zell mit 1,5. Der Durchschnitt lag bei 5,5 in den kreisfreien Städten und 3,4 in den Landkreisen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Text kommt keine Person mit vollständigem Namen vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, dts Nachrichtenagentur, Amtsgericht, Ludwigshafen, Trier, Kaiserslautern, Cochem-Zell, Pirmasens
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im ersten Halbjahr 2026 statt (genauer: in den ersten sechs Monaten 2026).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Bad Ems (Rheinland-Pfalz), Rheinland-Pfalz, Ludwigshafen, Trier, Kaiserslautern (Kreis), Cochem-Zell (Kreis), Pirmasens (Stadt)
Worum geht es in einem Satz?
Im ersten Halbjahr 2026 stiegen in Rheinland-Pfalz die Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen leicht an (544 Unternehmensanträge +4%, 1.617 Verbraucherinsolvenzen +6%), wobei die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze deutlich sank und die durchschnittlichen Forderungen je Verfahren bei den Verbraucherinsolvenzen zunahmen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rückgang im ersten Halbjahr 2025 durch einige größere Unternehmen, die Insolvenz angemeldet hatten, wodurch sich in 2026 entsprechend die Vergleichswerte ergeben
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Leicht steigende Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Rheinland-Pfalz im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
- Anstieg der Verbraucherinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026
- Rückgang der Zahl der betroffenen Arbeitsplätze durch Unternehmensinsolvenzen
- Rückgang des Gesamtvolumens der voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger bei Unternehmensinsolvenzen
- Gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt: Rückgang der betroffenen Beschäftigten, gleichzeitig Anstieg der voraussichtlichen Forderungen
- Unterschiedliche Entwicklung nach Branchen, insbesondere mehr Insolvenzen bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und im Handel
- Höhere Insolvenzhäufigkeit in den kreisfreien Städten als in den Landkreisen
- Verbraucherinsolvenzen mit höheren voraussichtlichen Forderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum
- Durchschnittliche Forderungen je Verbraucherinsolvenz gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht
- Teilweise deutliche regionale Unterschiede bei Verbraucherinsolvenzen, mit hohen Werten in Pirmasens und niedrigen Werten im Kreis Cochem-Zell
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein, es wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.
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