Sachsen sichert Mindestbetrag für Präventiven Kinderschutz und Frühe Hilfen

Sachsen sichert Mindestbetrag für Präventiven Kinderschutz und Frühe Hilfen

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Politik in Dresden: Kinderschutzförderung

Dresden () – Das sächsische Kabinett hat die überarbeitete Förderrichtlinie für Präventiven Kinderschutz und Frühe Hilfen beschlossen. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Soziales, und Gesellschaftlichen Zusammenhalt am Dienstag mit.

Die Förderung der Kommunen bei präventiven Kinderschutzmaßnahmen und Frühen Hilfen wird damit fortgesetzt.

Ein neuer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung bewährter Strukturen, auch mit Blick auf den Rückgang der Geburtenzahlen.

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) erklärte, ein gesunder Start ins Leben sei die Grundlage für den gesamten Bildungsweg eines Kindes. Um ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen im gesamten Freistaat zu sichern, brauche es handlungsfähige Kommunen.

Die Programme hätten sich bewährt. Mit einem Mindestbetrag als Sockelbetrag für die Mittelverteilung würden die Grundstrukturen unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung gesichert.

Jedes Kind im Freistaat solle die gleichen Chancen erhalten. Gleichwertige Lebensverhältnisse dürften keine Frage der Demografie sein.

Die Angebote des präventiven Kinderschutzes und der Frühen Hilfen haben in einen hohen Stellenwert.

Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen arbeiten in lokalen Netzwerken zusammen und unterstützen individuell. Familienhebammen, Kinderkrankenpfleger oder Familienpaten kommen direkt zu den Familien nach Hause und stärken die Erziehungskompetenz der Eltern.

Der Rückgang der Geburtenzahlen und die bisherige Mittelverteilung nach Einwohnerzahlen hätten die bewährten Strukturen unter Druck gesetzt, heißt es weiter. Die novellierte Förderrichtlinie solle hier Abhilfe schaffen und dauerhaft ein Grundangebot sichern.

Familien erhalten ab der Beratung und Hilfe in Fragen der Partnerschaft sowie beim Ausbau elterlicher Beziehungs- und Erziehungskompetenz.

Sie werden bei der Wahrnehmung ihres Erziehungsrechts unterstützt. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen von Anfang an ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen, Schutzfaktoren zu stärken und ein sicheres Umfeld zu schaffen.

Damit sollen frühzeitig vor Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch geschützt werden, bevor eine akute Gefährdung entsteht.

Köpping verwies auf den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/28. Darin sollten entsprechende Angebote gesichert werden. Neben dem präventiven Kinderschutz und den Frühen Hilfen sei die Jugendpauschale ein wichtiger Baustein.

Sie solle um 1 Million auf 16 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden. Dadurch würden konkrete Angebote vor Ort gestärkt, von denen Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien direkt profitierten.

Zur Begründung hieß es, seit Inkrafttreten der Förderrichtlinie im Jahr 2020 seien die vom Landtag bereitgestellten Haushaltsmittel von 2,6 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro angewachsen.

Damit würden einerseits die Angebote der Frühen Hilfen gemeinsam mit Bundesmitteln gesichert und andererseits der präventive Kinderschutz finanziert. Die Förderung unterstütze die Umsetzung der im Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz verankerten Frühen Hilfen.

Die Mittel werden über die Förderrichtlinie des Sozialministeriums ausgereicht. Landkreise und Kreisfreie Städte können sie an Träger der freien Jugendhilfe weiterleiten, wenn sie die Angebote nicht selbst erbringen.

Die Kommunen tragen eine finanzielle Mitverantwortung; der konkrete Einsatz wird in der jeweiligen Jugendhilfeplanung festgeschrieben.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Kinder in einer Schule (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Petra Köpping

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Sächsisches Kabinett, Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sozialministerin Petra Köpping (SPD), Landtag, Freistaat Sachsen, dts Nachrichtenagentur, Kommunen, Landkreise, Kreisfreie Städte, Träger der freien Jugendhilfe, Jugendhilfeplanung, Sozialministerium, Bundestmittel, SPD, Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz, Familienhebammen, Kinderkrankenpfleger, Familienpaten, Kinder und Jugendliche, Träger der freien Jugendhilfe

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Dienstag statt (genaueres Datum ist im Text nicht genannt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Dresden (Sachsen)

Worum geht es in einem Satz?

Das sächsische Kabinett hat am Dienstag die überarbeitete Förderrichtlinie für präventiven Kinderschutz und Frühe Hilfen beschlossen, um die bewährten Strukturen in den Kommunen trotz sinkender Geburtenzahlen dauerhaft mit einem Mindestsockelbetrag abzusichern und so Familien ab der Schwangerschaft frühzeitig zu beraten und zu unterstützen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Rückgang der Geburtenzahlen und bisherige Mittelverteilung nach Einwohnerzahlen, die die bewährten Strukturen unter Druck gesetzt haben

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben, sondern nur die Beschlussfassung und Begründungen der Regierung.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Fortsetzung der Förderung der Kommunen für präventiven Kinderschutz und Frühe Hilfen
  • Sicherung bewährter Strukturen trotz Rückgang der Geburtenzahlen
  • Unabhängige Mittelverteilung durch einen Mindestbetrag als Sockelbetrag
  • Gleichwertige Chancen für jedes Kind unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung
  • Unterstützung von Familien ab der Schwangerschaft durch Beratung und Hilfe
  • Stärkung der Erziehungs- und Beziehungs- sowie Erziehungskompetenz der Eltern
  • Verbesserte Zusammenarbeit von Fachkräften in lokalen Netzwerken
  • Früher Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch
  • Langfristige Absicherung eines Grundangebots durch die novellierte Förderrichtlinie
  • Stärkung konkreter Angebote vor Ort durch Anhebung der Jugendpauschale
  • Sicherung der Angebote durch finanzielle Planung im Doppelhaushalt 2027/28

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) wird mit einer Stellungnahme zitiert: „Ein gesunder Start ins Leben sei die Grundlage für den gesamten Bildungsweg eines Kindes.“

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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