Wirtschaft: Spritpreisbremse im Fokus (Berlin)
Berlin () – Der Energieexperte des RWI-Leibniz-Instituts, Manuel Frondel, warnt vor der Einführung eines Spritpreisdeckels, den SPD-Ministerpräsidenten fordern. Die Politik solle nicht versuchen, die Preisanstiege an der Zapfsäule mit einem Preisdeckel zu begrenzen, sagte Frondel der „Rheinischen Post“.
Das sei nur scheinbar eine Hilfe für die Autofahrer, wie das Beispiel Ungarn im Jahr 2022 zeige. Dort habe es als Reaktion auf den Preisdeckel Kraftstoffknappheiten an den Tankstellen gegeben, lange Schlangen, eine Begrenzung der Tankmengen, und letztendlich seien viele Tankstellen in die Insolvenz gegangen. Am Ende habe es weniger Tankstellen und damit weniger Konkurrenz gegeben.
Der Ökonom kann sich Benzinpreise über 2,50 Euro je Liter vorstellen. Preise von 2,50 Euro und darüber seien nicht ausgeschlossen, wenn der Konflikt noch lange anhalte und dadurch die Ölvorräte knapper würden. Entspannung trete erst dann wieder ein, wenn der Iran-Krieg ende, so Frondel. Der zentrale Preistreiber sei derzeit klar der Rohölpreis. Die erneute Eskalation zwischen den USA und Iran und die zusätzlichen Spannungen am Wochenende hätten die Sorge vor Lieferausfällen und Störungen wichtiger Transportrouten nochmals verstärkt. Das treibe die Risikoprämie am Ölmarkt – und damit die Kraftstoffpreise.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Manuel Frondel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, RWI-Leibniz-Institut, Rheinische Post
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Energieexperte Manuel Frondel (RWI) warnt davor, einen Spritpreisdeckel einzuführen, da das nur scheinbar helfe (wie 2022 in Ungarn mit Knappheiten und Insolvenzen) und die Benzinpreise vor allem vom steigenden Rohölpreis getrieben würden, der sich durch die Eskalation zwischen USA und Iran weiter verteuern kann.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Die erneute Eskalation zwischen den USA und Iran und die zusätzlichen Spannungen am Wochenende, die die Sorge vor Lieferausfällen und Störungen wichtiger Transportrouten verstärkt haben, wodurch die Risikoprämie am Ölmarkt und damit die Kraftstoffpreise anstiegen.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der Energieexperte Manuel Frondel kritisiert die von SPD-Ministerpräsidenten geforderte Einführung eines Spritpreisdeckels und empfiehlt der Politik, Preisanstiege an der Zapfsäule nicht mit einem Preisdeckel zu begrenzen.
- Er begründet die Kritik mit dem Beispiel Ungarn (2022), wo der Preisdeckel laut Artikel zu Kraftstoffknappheiten, langen Schlangen, Begrenzung der Tankmengen und insolventen Tankstellen geführt habe.
- Entspannung der Kraftstoffpreise soll erst eintreten, wenn der Iran-Krieg endet.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kraftstoffknappheiten an Tankstellen
- lange Schlangen vor Tankstellen
- Begrenzung der Tankmengen
- Insolvenzen von Tankstellen
- weniger Tankstellen und damit weniger Konkurrenz
- anhaltende hohe Kraftstoffpreise an der Zapfsäule
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme des Energieexperten Manuel Frondel (RWI-Leibniz-Institut) zitiert, der gegenüber der „Rheinischen Post“ vor einem Spritpreisdeckel warnt.
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