Wirtschaft in Frankfurt: Dax & Energiepreise
Frankfurt/Main () – Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.569 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Tagesstart legte der Dax bis zum Mittag weiter zu und hielt im Anschluss unter Schwankungen das erreichte Niveau.
„Auf dem Börsenparkett war die Erleichterung über die ausgebliebene Überraschung bei der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise deutlich spürbar“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Lediglich die Kernrate lag im August im Monatsvergleich mit einem Anstieg von 0,3 Prozent leicht über den erwarteten 0,2 Prozent. Die Wall Street eröffnete entsprechend fester und in diesem Fahrwasser konnte sich auch der Dax am Nachmittag über der Marke von 25.500 Punkten etablieren“, so Lipkow. „Jetzt verschiebt sich der Fokus der Investoren auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch.“
Gleichzeitig blieben die Energiepreise das Hauptthema an den Finanzmärkten, erklärte der Analyst. „Insbesondere die Lieferkettenstörungen in Saudi-Arabien durch Angriffe der Huthi-Rebellen haben die Notierungen der Ölsorten in den vergangenen Tagen verteuert. Inflationssorgen und die Angst der Investoren vor einem Stagflationsszenario in Europa und den USA waren die Folge“, so Lipkow.
„Die Notenbanken stecken in der Zwickmühle und müssen sehr vorsichtig agieren. Sie müssen entscheiden, ob sie entweder die Preissteigerungen mit geldpolitischen Straffungsmaßnahmen bekämpfen, damit aber das Risiko eingehen, das Wachstum zu bremsen“, erklärte er. „Oder aber sie fahren eine lockere Zinspolitik und fördern das Wirtschaftswachstum, einhergehend mit dem Risiko von weiter steigenden Preisen. Keine einfache Situation, die sich an den Anleihemärkten in steigenden Renditen und fallenden Anleihekursen äußert. Damit dürfte die kommende Woche mit gleich drei Notenbanksitzungen für viel Schwung sorgen und Märkte und Anleger gleichermaßen auf Trab halten.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Infineon, Siemens, Deutscher Telekom und Siemens Energy an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Rheinmetall und BASF.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Oktober kostete 80 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 13 bis 15 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 104,30 US-Dollar, das waren 331 Cent oder 3,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1605 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8617 Euro zu haben.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets, Infineon, Siemens, Deutscher Telekom, Siemens Energy, Rheinmetall, BASF, Huthi-Rebellen, Fed, Notenbanken
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum / Datum des Ereignisses: Freitagnachmittag, zum Xetra-Handelsschluss (am Wochenausklang), in der zweiten Tageshälfte.
Nicht erwähnt: Das konkrete Datum (Kalendertag) bzw. ein exakter Zeitraum (z. B. „am 11.09.2026“) ist im Text nicht angegeben.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse)
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenausklang gab der Dax nach einem freundlichen Start um 0,8% auf 25.569 Punkte nach, gestützt vor allem durch die ausgebliebene Überraschung bei den US-Verbraucherpreisen, während Energiepreise (v. a. Gas und Brent) und der bevorstehende Fokus auf die Fed-Sitzung die Märkte weiter bestimmten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ausgebliebene Überraschung bei der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise
- Leicht über den Erwartungen liegende Entwicklung der US-Kernrate im August im Monatsvergleich
- Fokus der Investoren auf die kommende Fed-Sitzung am Mittwoch
- Lieferkettenstörungen in Saudi-Arabien durch Angriffe der Huthi-Rebellen
- Inflationssorgen und Angst vor einem Stagflationsszenario in Europa und den USA
- Notenbank-Zwickmühle aus trade-off zwischen Preissteigerungen bekämpfen und Wachstum bremsen bzw. Wachstum fördern und Risiko steigender Preise tragen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Erleichterung über ausgebliebene Überraschung bei den US-Verbraucherpreisen
- Wall Street eröffnete entsprechend fester, Dax konnte sich am Nachmittag über 25.500 Punkten etablieren
- Fokus der Investoren verlagert sich auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch
- Energiepreise als Hauptthema, ausgelöst durch Lieferkettenstörungen in Saudi-Arabien durch Angriffe der Huthi-Rebellen
- Inflationssorgen und Angst vor Stagflation in Europa und den USA beeinflussten die Stimmung an den Finanzmärkten
- Erwartung, dass die kommende Woche durch drei Notenbanksitzungen für Schwung sorgt und Märkte sowie Anleger auf Trab hält
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Inflationssorgen und die Angst vor einem Stagflationsszenario in Europa und den USA
- Fokusverschiebung der Investoren auf die Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch
- Schwung für Märkte und Anleger durch die gleich drei Notenbanksitzungen in der kommenden Woche
- Anleihemärkte mit steigenden Renditen und fallenden Anleihekursen
- Unternehmen und Branchen beeinflusst durch die zuvor beschriebene Marktlage
- Sinken der Energiepreise bei Gas
- Sinken der Energiepreise bei Öl
- Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es werden Stellungnahmen zitiert, u. a. von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst von CMC Markets).
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