Politik: Umfrage zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin () – Die AfD hat in der von Infratest für Mecklenburg-Vorpommern gemessenen Wählergunst ihren Vorsprung zur SPD weiter ausgebaut. Das zeigt die Vorwahlumfrage der ARD, für die das Meinungsforschungsinstitut Infratest von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.556 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern befragt hat.
Wenn bereits am kommenden Sonntag gewählt werden würde, käme die SPD demnach aktuell auf 33 Prozent (+1 im Vergleich zur Vorwoche, Ergebnis 2021: 39,6). Die AfD käme auf 38 Prozent (+3, Ergebnis 2021: 16,7).
Die CDU könnte mit sieben Prozent rechnen (-1, Ergebnis 2021: 13,3), die Linke mit neun Prozent (-2, Ergebnis 2021: 9,9) und die Grünen mit fünf Prozent (+/-0, Ergebnis 2021: 6,3).
Das BSW, das erstmals an einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern antritt, käme unverändert zur Vorwoche auf vier Prozent und läge damit knapp unterhalb der Mandatsschwelle. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf vier Prozent, darunter auch die FDP (Ergebnis 2021: 5,8).
Die ARD verwies darauf, dass es sich bei dieser Umfrage ausdrücklich um keine Prognose handelt, sondern um die politische Stimmung in der laufenden Woche. Die Sonntagsfrage messe aktuelle Wahlneigungen und nicht das tatsächliche Wahlverhalten. Sie ermittle einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen sei. Rückschlüsse auf den Wahlausgang seien damit nur bedingt möglich, so die ARD. Viele Wähler legten sich erst kurzfristig fest. Eine große Bedeutung habe zudem die letzte Phase des Wahlkampfs mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.
Jeder zehnte befragte Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent) gibt in der Umfrage an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Für drei Viertel der Wahlberechtigten (74 Prozent) steht die Wahlentscheidung nach eigener Aussage fest. Jeder Sechste (16 Prozent) tendiert zur Nichtwahl oder lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen.
Wenn man den Ministerpräsidenten in Mecklenburg-Vorpommern direkt wählen könnte, würden sich im Duell der Spitzenkandidaten von SPD und AfD sechs von zehn Wahlberechtigten (59 Prozent) für die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) entscheiden (-1 im Vergleich zur Vorwoche) und 28 Prozent für den Herausforderer Leif-Erik Holm (AfD, +3). 13 Prozent antworten mit „weiß nicht“ oder machen keine Angabe (-2).
Eine Mehrheit der Befragten (58 Prozent) ist mit der Arbeit von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sehr zufrieden bzw. zufrieden; 36 Prozent sind mit ihr weniger bzw. gar nicht zufrieden. AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm kommt auf 27 Prozent Zufriedenheit und 37 Prozent Unzufriedenheit.
Mit der Arbeit der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) sind ebenfalls 27 Prozent zufrieden und 36 Prozent unzufrieden. Daniel Peters (CDU) kommt auf 13 Prozent Zufriedenheit und 28 Prozent Unzufriedenheit mit seiner Arbeit. Mit Claudia Müller (Grüne) sind 10 Prozent zufrieden und 20 Prozent unzufrieden. Sowohl für Peters als auch für Müller gilt, dass eine Mehrheit ihn bzw. sie nach eigener Aussage nicht kennt bzw. sich kein Urteil zutraut.
Auch in der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegt die SPD vorn: Eine Mehrheit von 55 Prozent würde sich für die Sozialdemokraten entscheiden (-1 im Vergleich zur Vorwoche), jeder Dritte (32 Prozent) für die AfD (+1). 13 Prozent antworten mit „weiß nicht“ oder machen keine Angabe. Dabei sprechen sich Mehrheiten der Anhänger von Grünen (94 Prozent), Linke (92 Prozent) und CDU (75 Prozent) jeweils für eine SPD-geführte Landesregierung aus.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Manuela Schwesig, Leif-Erik Holm, Simone Oldenburg, Daniel Peters, Claudia Müller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, SPD, CDU, Linke, Grüne, BSW, FDP, ARD, Infratest, dts Nachrichtenagentur, Infratest (Mecklenburg-Vorpommern), ARD (Vorwahlumfrage), ARD, ARD-Verweis
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum: „von Montag bis Mittwoch dieser Woche“ (im Text außerdem: Schwerin, dts Nachrichtenagentur; konkret wird als Veröffentlichungsbezug „Montag bis Mittwoch dieser Woche“ genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern
Worum geht es in einem Satz?
In einer ARD-Vorwahlumfrage für Mecklenburg-Vorpommern baut die AfD ihren Vorsprung gegenüber der SPD aus (SPD 33%, AfD 38%), während CDU 7%, Linke 9%, Grüne 5% und das BSW 4% erreichen; zudem würden im Direktduell Schwesig 59% und Holm 28% erhalten, und 55% sprechen sich für eine SPD-geführte Landesregierung aus.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- AfD baut in der laufenden Woche ihren Vorsprung zur SPD in Mecklenburg-Vorpommern weiter aus
- ARD-Vorwahlumfrage mit Infratest (Befragung von Montag bis Mittwoch) zur politischen Stimmung in der laufenden Woche
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die ARD stellte klar, dass die Umfrage keine Prognose ist, sondern die politische Stimmung der laufenden Woche abbildet
- Die ARD sagte, dass Rückschlüsse auf den Wahlausgang nur bedingt möglich seien, weil die Sonntagsfrage den Meinungsbildungsprozess misst
- Die ARD verwies darauf, dass viele Wähler sich erst kurzfristig festlegen und die letzte Phase des Wahlkampfs besonders wichtig sei
Welche Konsequenzen werden genannt?
- SPD verliert Wählergunst und baut Vorsprung der AfD weiter aus
- AfD gewinnt überproportional gegenüber SPD, während SPD insgesamt sinkt
- CDU, Linke und Grüne verlieren bzw. stagnieren teilweise in der Wählergunst
- BSW bleibt unter der Mandatsschwelle, während kleinere Parteien zusammen nur sehr geringe Werte erreichen
- Einfluss kurzfristiger Entscheidungen und taktischer Wähler bleibt hoch
- Ein Teil der Befragten kann sich bis zum Wahltag noch anders entscheiden oder bleibt unentschlossen bzw. ohne Parteineigung
- Zufriedenheit mit Manuela Schwesig ist insgesamt mehrheitlich vorhanden, aber nicht bei allen
- Unzufriedenheit gegenüber Manuela Schwesig überwiegt nicht, ist jedoch ebenfalls relevant
- Zufriedenheit mit zentralen Amtsträgern der anderen Parteien fällt geringer aus, teils mit hoher Unkenntnis
- Bei der Frage nach der nächsten Landesregierung spricht sich eine Mehrheit für eine SPD-geführte Regierung aus
- Die AfD erhält bei der Frage nach der nächsten Landesregierung eine deutlich kleinere, aber vorhandene Zustimmung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein, es wird im Artikel keine wörtliche Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.
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