Standortpolitik in der Wirtschaft Europas
Berlin () – Die deutsche Autoindustrie sieht in der aktuellen Lage keine Wachstumschancen mehr in Europa. „Fakt ist, dass die europäische Industrie unter den schlechten Standortbedingungen nicht mehr wachsen kann“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller dem Pro-Newsletter Industrie und Handel des Nachrichtenmagazins Politico. Die Industrie wandere ab, „um im internationalen Wettbewerb weiter agieren zu können“.
Diese Realität werde nicht von allen anerkannt, kritisierte Müller. Die Politik habe immer noch ein Erkenntnisproblem: „Die Annahme, dass wir politisch aktuell vor allem Probleme bei der Umsetzung haben, ist nicht richtig.“ Ohne starke Wirtschaft sei auch die gesellschaftliche und politische Stabilität herausgefordert, mahnte Müller.
Müller fordert deshalb eine „Wachstumsagenda“ und einen stärkeren Fokus auf Standortpolitik. Ein Erkenntnisproblem sieht die VDA-Chefin auch in der EU. Wer glaube, „dass Regulierung ein Wettbewerbsvorteil ist, ignoriert alle Zahlen, Daten und Fakten“, sagte sie. Dieses Herumdoktern an Symptomen sei auch „Ausdruck einer Verweigerung, die eigenen Probleme anzugehen“: die fehlende Konkurrenzfähigkeit.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hildegard Müller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
VDA, Hildegard Müller, Pro-Newsletter Industrie und Handel, Politico, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die VDA-Präsidentin Hildegard Müller sagt, dass die deutsche Autoindustrie in Europa unter schlechten Standortbedingungen keine Wachstumschancen mehr sieht, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaft deshalb einer „Wachstumsagenda“ sowie einer stärkeren Standortpolitik bedürfen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Schlechte Standortbedingungen in Europa, sodass die europäische Autoindustrie nicht mehr wachsen kann
- Abwanderung der Industrie, um im internationalen Wettbewerb handlungsfähig zu bleiben
- Erkenntnisproblem in der Politik, insbesondere die Annahme, dass es vor allem Probleme bei der Umsetzung gebe
- Fehlende Konkurrenzfähigkeit als zugrunde liegendes Problem (statt nur an Symptomen herumzudoktern)
- EU-interne Annahme, dass Regulierung ein Wettbewerbsvorteil sei, trotz gegenteiliger Zahlen, Daten und Fakten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Politik habe ein Erkenntnisproblem und erkenne die Lage bzw die fehlende Wachstumsfähigkeit der europäischen Industrie nicht ausreichend an
- Kritik, dass Politiker weiterhin fälschlich glauben, es gehe politisch vor allem um Umsetzungsprobleme und nicht um grundlegende wirtschaftliche Schwächen
- Forderung nach einer Wachstumsagenda und stärkerem Fokus auf Standortpolitik
- Kritik, dass in der EU die Annahme verbreitet sei, Regulierung sei ein Wettbewerbsvorteil, und dass dies durch Zahlen und Fakten widerlegt werde
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Abwanderung der Industrie in andere internationale Standorte
- Wegfall von Wachstumschancen in Europa
- Herausforderungen für die gesellschaftliche Stabilität durch schwache Wirtschaft
- Belastung der politischen Stabilität aufgrund fehlender Wirtschaftskraft
- Notwendigkeit einer stärkeren Standortpolitik
- Forderung nach einer Wachstumsagenda
- Kritik an wettbewerbshemmender Regulierung ohne wirtschaftlichen Nutzen
- Verschärfte fehlende Wettbewerbsfähigkeit der Branche
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Hildegard Müller (VDA) wird mit mehreren direkten Zitaten („Fakt ist…“, „Die Politik…“, „Wachstumsagenda…“, „Wer glaube…“) zitiert.
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