Politik in Berlin und Sachsen-Anhalt
Berlin () – Nach der Wahlschlappe der Union in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz „Konsequenzen“ versprochen.
„Ich muss einräumen: Dies ist die schwerste Wahlniederlage, die die CDU seit Jahren – seit Jahrzehnten auch – eingefahren hat“, sagte Merz am Montag im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. „Das Ganze wird natürlich Konsequenzen haben müssen.“ Der Kanzler fügte hinzu, dass es in zwei Wochen zwei weitere Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin geben werde. „Und wir werden in zwei Wochen erneut Wahlergebnisse zu analysieren haben, die möglicherweise auch weitere Bedeutungen haben.“
Anzeichen für einen möglichen Rücktritt machte Merz unterdessen nicht. Stattdessen kündigte er mit Blick auf eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt an, dass die von ihm geführte Bundesregierung dafür sorgen werde, „dass das Grundgesetz durchgesetzt wird“. Diese Botschaft gehe auch an Partner in Europa und in der ganzen Welt. „Wir wissen, dass Deutschland aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung trägt. Wir werden unsere politische Ordnung und unsere feste Verankerung in Europa immer aufrechterhalten“, so Merz.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze deutete unterdessen auch persönliche Folgen der Wahlniederlage für sich an. „Das ist eine schwere Niederlage, die wir gestern in der CDU Sachsen-Anhalt erlitten haben. Und ich bin dort als Spitzenkandidat angetreten und werde daraus natürlich auch entsprechende Konsequenzen ziehen“, sagte er. Er bekräftigte, dass er am Montagabend im Landesvorstand einen „Verfahrensvorschlag“ machen werde.
Einen „Regierungsauftrag“ habe die CDU in Sachsen-Anhalt nicht mehr, fügte Schulze hinzu. „Wir sind Opposition. Der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD und mit diesem Ergebnis gehe ich heute Abend auch in den Vorstand.“ Die Entscheidung, wie es in Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren weitergehe, liege jetzt im Landtag bei den Abgeordneten, die gewählt sind.
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Friedrich Merz und Sven Schulze am 07.09.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Sven Schulze
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeskanzler, CDU, Friedrich Merz, CDU-Chef, AfD, Sachsen-Anhalt, Ministerpräsident, Sven Schulze, Regierung, Bundesregierung, Grundgesetz, Konrad-Adenauer-Haus, Europa, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Landesvorstand, Verfahrensvorschlag, Landesvorstand, Vorstand, Landtag, Abgeordnete
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Montag, den 07.09.2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Konrad-Adenauer-Haus, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin (Landtag)
Worum geht es in einem Satz?
Nach der schweren Wahlniederlage der CDU in Sachsen-Anhalt kündigte CDU-Chef und Kanzler Friedrich Merz Konsequenzen an, während Ministerpräsident Sven Schulze persönliche Folgen zog und zugleich klarstellte, dass die CDU nun Opposition ist und die weitere Richtung im Landtag liegt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Wahlschlappe der Union in Sachsen-Anhalt am Tag vor der Äußerung von Friedrich Merz
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Merz versprach Konsequenzen nach der Wahlniederlage der Union in Sachsen-Anhalt
- Merz deutete an, dass es weitere Wahlergebnisse nach den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin geben werde und diese analysiert werden sollen
- Merz kündigte an, dass die Bundesregierung das Grundgesetz auch bei einer möglichen AfD-Regierung durchsetzen werde
- Sven Schulze kündigte persönliche Konsequenzen als Spitzenkandidat an und will am Montagabend im Landesvorstand einen Verfahrensvorschlag machen
- Schulze sagte, die CDU sei in Sachsen-Anhalt Opposition und der Regierungsauftrag liege bei der AfD
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rücktritts- oder Parteiführungsfragen werden nicht angekündigt, aber es werden Konsequenzen aus der Wahlniederlage erwartet
- In zwei Wochen werden weitere Wahlergebnisse analysiert, die auch weitere Bedeutungen haben könnten
- Es wird eine Durchsetzung des Grundgesetzes angekündigt, falls eine AfD-Regierung zustande kommt
- Die persönliche Konsequenz wird bei Sven Schulze angedeutet, mit einem Verfahrensvorschlag im Landesvorstand am Montagabend
- Sven Schulze versteht sich als Teil der Opposition und geht entsprechend in den Vorstand, da der Regierungsauftrag nicht mehr bei der CDU liegt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Friedrich Merz wird mit einer Stellungnahme zitiert („Das Ganze wird natürlich Konsequenzen haben müssen.“).
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