Gesundheitspolitik in Berlin
Berlin () – Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die Aufnahme ausländischer Mediziner und Apotheker in Deutschland beschleunigen. Eine entsprechende Verordnung seines Ministeriums soll im November in Kraft treten, berichtet der „Spiegel“.
„Wer Fachkräfte für das Gesundheitssystem gewinnen will, darf sie nicht durch Bürokratie ausbremsen“, sagte Linnemann. Man vereinfache die Anerkennung ausländischer Abschlüsse für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen und schaffe bundeseinheitliche Vorgaben. Dazu gehöre, dass Behörden künftig Dokumente in englischer Sprache akzeptieren müssten. Die Verfahren sollen digital laufen. „Davon profitieren die Fachkräfte, unser Gesundheitssystem und vor allem die Patienten“, so der Minister.
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung schätzt, dass in Deutschland bis 2040 etwa 50.000 Ärzte fehlen, vor allem in ländlichen Gebieten. Laut einer Umfrage der DAK Gesundheit erlebt mehr als ein Drittel der Deutschen einen Ärztemangel in ihrer Region.
Wer eine Ausbildung zum Arzt oder Apotheker im Ausland begonnen hat, soll diese im Ausnahmefall in Deutschland fortsetzen und abschließen können. Dadurch werde es etwa Fachkräften aus der Ukraine erleichtert, eine Zulassung zu bekommen.
Linnemanns Verordnung ergänzt ein bereits beschlossenes Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen. Der Bundesrat soll sich mit der Verordnung am 16. Oktober befassen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: November (Inkrafttreten der Verordnung), sowie 16. Oktober (Beratung im Bundesrat).
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will mit einer im November in Kraft tretenden Verordnung die Anerkennung ausländischer Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen beschleunigen, u. a. durch bundeseinheitliche Regeln (inklusive Akzeptanz englischer Dokumente) und digitale Verfahren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Der Ärztemangel in Deutschland, insbesondere in ländlichen Gebieten, mit geschätztem Bedarf an zusätzlichen Ärzten bis 2040
- Die bürokratischen Hürden bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen
- Die Notwendigkeit, die Aufnahme und Anerkennung ausländischer Mediziner und Apotheker zu beschleunigen, um Fachkräfte für das Gesundheitssystem zu gewinnen
- Das geplante bundeseinheitliche Vorgehen zur Vereinfachung der Anerkennungsverfahren (inklusive Akzeptanz englischer Dokumente und digitaler Verfahren)
- Ein bereits beschlossenes Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird beschrieben, dass der Bundesrat am 16. Oktober die Verordnung beraten soll, aber es werden keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien geschildert
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vereinfachte Anerkennung ausländischer Abschlüsse für Ärzte Zahnärzte Apotheker und Hebammen
- Bundeseinheitliche Vorgaben für Anerkennungsverfahren
- Behörden müssen künftig Dokumente in englischer Sprache akzeptieren
- Anerkennungsverfahren sollen digital ablaufen
- Erleichterte Zulassung für Fachkräfte die ihre Ausbildung im Ausland begonnen haben und sie im Ausnahmefall in Deutschland fortsetzen und abschließen können
- Unterstützung zur Erreichung von mehr Versorgungskapazitäten bei absehbarem Ärztemangel bis 2040
- Potenzieller Nutzen für Patienten durch bessere Versorgungssituation
- Erleichterungen im Zusammenhang mit Anerkennungsverfahren von ausländischen Berufsqualifikationen in Heilberufen durch ergänzende gesetzliche Regelungen
- Beschleunigung der Anerkennungsverfahren insgesamt durch die Kombination von Verordnung und bereits beschlossenem Gesetz
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Carsten Linnemann (CDU) wird mit einer Stellungnahme („Wer Fachkräfte…“) zitiert.
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