Politik: Bundesregierung reagiert auf Russland-Vorwürfe
Berlin () – Die Bundesregierung macht Russland offiziell für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig verantwortlich – und für weitere sogenannte „hybride Angriffe“.
Die Ermittlungen hätten ergeben, dass bei dem Anschlagsversuch Anfang August Tatmittel wie Drohnen, Sprengstoff und Zündtechnik verwendet wurden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag. Die Technik und das Zusammenspiel der einzelnen Elemente seien „professionell“ und erforderten ein hohes Maß an technischer Expertise und erheblichen organisatorischen Aufwand bei der Tatplanung und Durchführung, so der Minister, auch wenn die Ausführung dann letztlich „Low-Level-Agenten“ zuzuordnen sei.
Dobrindt betonte: „Wir befinden uns nicht im Krieg. Aber wir sind tägliches Ziel, hybrider Kriegsführung.“ Man müsse davon ausgehen, dass es weitere solche Angriffe geben werde.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte bei dem gemeinsamen Statement mit dem Innenminister, dass der russische Botschafter am Dienstag bereits einbestellt wurde. Zusätzlich habe die Bundesregierung in Absprache mit dem Bundeskanzler verschiedene Maßnahmen gegen Russland angeordnet. Dazu gehört die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Kündigung des Vertrags über das „Russische Haus“ in Berlin.
Die Bundesregierung plane außerdem, in der Europäischen Union neue Listungen von Personen aus Russland im Kontext hybrider Angriffe vorzuschlagen und die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige zu verschärfen. Die Unterstützung der Ukraine und die Zusammenarbeit mit Partnern in der Nato und der Europäischen Union würden fortgesetzt.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Johann Wadephul und Alexander Dobrindt am 01.09.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alexander Dobrindt, Johann Wadephul
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesregierung, Russland, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), russischer Botschafter, russisches Generalkonsulat in Bonn, Bundesregierung, Bundeskanzler, Europäische Union, Nato, Ukraine
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis (versuchter Anschlag am Flughafen Leipzig) fand Anfang August statt (im Artikel nicht mit einem konkreten Datum angegeben).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Leipzig (Flughafen Leipzig)
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesregierung macht Russland für einen versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig Anfang August sowie für weitere „hybride Angriffe“ verantwortlich und kündigt daraufhin diplomatische und sicherheitspolitische Maßnahmen wie die Schließung des russischen Generalkonsulats, Vertragskündigungen sowie verschärfte Einreisekontrollen und EU-Listungen an.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- versuchter Anschlag am Flughafen Leipzig Anfang August
- Einsatz von Drohnen, Sprengstoff und Zündtechnik aus anderen hybriden Operationen Russlands
- Zuordnung des Anschlags zu hybriden Angriffen Russlands
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Dobrindt sagte, die Bundesregierung gehe von weiteren hybriden Angriffen aus
- Wadephul: russischer Botschafter wurde am Dienstag einbestellt
- Bundesregierung ordnete Maßnahmen gegen Russland an, darunter Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und Kündigung des Vertrags über das „Russische Haus“ in Berlin
- Vorschlag neuer EU-Listungen von Personen aus Russland im Kontext hybrider Angriffe
- Verschärfung der Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige
- Unterstützung der Ukraine sowie Zusammenarbeit mit Partnern in Nato und EU würden fortgesetzt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- weitere sogenannte hybride Angriffe werden erwartet
- Anordnung zusätzlicher Maßnahmen gegen Russland
- Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn
- Kündigung des Vertrags über das „Russische Haus“ in Berlin
- Vorschläge für neue Listungen von Personen aus Russland in der Europäischen Union
- Verschärfung der Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige
- Fortsetzung der Unterstützung der Ukraine
- Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Partnern in der NATO und der Europäischen Union
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wird mit einer Stellungnahme zitiert.
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