Wirtschaft in Frankfurt: Dax schwächer
Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.970 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.
„Der Dax ist heute im Sog fallender Notierungen an der Wall Street unter die Marke von 26.000 Punkten gerutscht“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Investoren fangen nach einer Weile der Entspanntheit jetzt an, sensibel auf die Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierenden Folgen für die Preisentwicklung zu reagieren. Die erneuten Meldungen über Angriffe auf zwei Supertanker in der Straße von Hormus haben die Ölpreise weiter nach oben getrieben.“
„Zudem bekommt das bislang optimistische Bild einer konjunkturellen Erholung in Europa Risse. Das Gespenst einer Stagflation kehrt zurück. Die Verbraucherpreise in der Eurozone lagen zwar auf dem Erwartungsniveau von 3,3 Prozent, aber derzeit erschrecken sich die Analysten vor ihren eigenen Prognosen.“
„Speziell die bisherigen Rettungsanker im Dax zogen ihn heute nach unten. Sowohl die Aktien des Schwergewichts SAP als auch die zyklischen Autowerte wurden verkauft. Auch Rheinmetall und Airbus finden sich auf der Verliererseite. Das konnten die wenigen Gewinner wie Merck, Symrise und die Versicherer nicht kompensieren.“
Die Stimmung unter den Investoren sei nicht grundsätzlich schlecht, sie würden nur vorsichtiger und schafften Liquidität. Es seien die Unwägbarkeiten im Nahen Osten, die sich über die Inflationserwartungen, die Zinsängste und die steigenden Anleiherenditen jetzt stärker ihren Weg an den Aktienmarkt bahnten. „Die vergangenen Wochen haben gut aufgezeigt, wie schnell sich Entwicklungen an der Börse umkehren und in Gegenbewegungen wandeln können. Die Trends werden immer kurzlebiger. Eigentlich ein normales Sommerlochphänomen, das in diesem Jahr zusätzliche Dynamik erfährt“, so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1592 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8627 Euro zu haben.
Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.366 US-Dollar gezahlt (-1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,08 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 92,59 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Dienstag (ohne konkretes Datum):
Das beschriebene Ereignis fand am Dienstag statt (u. a. „Zum Xetra-Handelsschluss“ und „am Dienstagnachmittag“). Ein konkretes Kalenderdatum wird im Text jedoch nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse), Wall Street, Xetra-Handel (Frankfurt), Eurozone
Worum geht es in einem Satz?
Am Dienstag gab der Dax zum Xetra-Handelsschluss um 1,1% nach (unter 26.000 Punkte), weil Anleger angesichts fallender US-Notierungen, erneuter Spannungen im Nahen Osten (höhere Ölpreise) sowie erneut steigender Inflations- und Stagflationssorgen vorsichtiger wurden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fallender Notierungen an der Wall Street
- Erneute Meldungen über Angriffe auf zwei Supertanker in der Straße von Hormus
- Aufkommen von Unsicherheiten im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf Inflationserwartungen und Zinsängste
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückgang des Dax um 1,1 Prozent auf 25.970 Punkte zum Xetra-Schluss
- Sinken des Dax unter die Marke von 26.000 Punkten
- Vorsichtigere Reaktionen der Investoren und verstärktes Schaffen von Liquidität
- Anleiherenditen steigen, begleitet von Zinsängsten
- Stagflationssorgen gewinnen an Bedeutung wegen der Inflationserwartungen
- Aktien aus dem Bereich der konjunkturellen Erholung geraten unter Druck
- Verkauf von SAP sowie zyklischen Autowerten als Belastung für den Index
- Rheinmetall und Airbus auf der Verliererseite
- Gewinnende Werte wie Merck, Symrise und Versicherer können die Verluste nicht ausgleichen
- Euro verliert gegenüber dem US-Dollar, Kurs bei 1,1592 US-Dollar je Euro
- Goldpreis fällt um 1,9 Prozent auf 4.366 US-Dollar je Feinunze
- Ölpreis steigt deutlich, Brent bei 92,59 US-Dollar je Fass (plus 2,3 Prozent)
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) mit mehreren Zitaten wiedergegeben.
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