Gesellschaft: Eizellspenden & Leihmutterschaft in Deutschland
Berlin () – Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf hat sich dafür ausgesprochen, Eizellspenden in Deutschland zu erlauben.
„Samenspenden sind bei uns seit jeher erlaubt“, sagte die Potsdamer Juraprofessorin der Funke-Mediengruppe. Eizellspenden seien aber nicht erlaubt. „Das ist ein offensichtlicher Gleichheitsverstoß.“ In einer Legalisierung von Eizellspenden sieht Brosius-Gersdorf einen ersten Schritt zur Neuregelung der Leihmutterschaft in Deutschland.
„Das wäre mal das erste Thema, an das man rangehen könnte“, sagte die Juristin. Danach müsse es eine breite Debatte über das Thema Leihmutterschaft geben, inklusive eines Blickes auf die Regelungen in anderen Ländern. Dann müsse geprüft werden, „ob es nicht einen geeigneten gesetzlichen Rahmen gibt, wie wir wirklich das zum Schutz und zum Wohle aller sicherstellen können“.
Wenn der Staat die freiwillige Leihmutterschaft verbiete, dann sei das ein Grundrechtseingriff. „Wenn eine Frau autonom, freiwillig, selbstbestimmt sagt: `Ja, sie möchte sich als Leihmutter bereitstellen, zum Beispiel um anderen Menschen zu helfen, um denen ihren Kinderwunsch zu erfüllen`, dann darf der Staat das nicht untersagen, er darf sie nicht vor sich selbst schützen“, erläuterte die Juristin ihre Position. Der Staat müsse aber sicherstellen, dass dies wirklich eine freiwillige Entscheidung sei, die nicht unter Druck, oder aufgrund von wirtschaftlicher Not zustande komme.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Frauke Brosius-Gersdorf
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frauke Brosius-Gersdorf, Funke-Mediengruppe, Potsdamer Juraprofessorin, Deutschland, Staat, andere Länder
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Potsdam
Worum geht es in einem Satz?
Die Potsdamer Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf spricht sich dafür aus, Eizellspenden in Deutschland zu erlauben und sieht darin einen ersten Schritt für eine Neuordnung der Leihmutterschaft, die durch eine breite Debatte sowie klare gesetzliche Rahmenbedingungen vor allem die Freiwilligkeit der Entscheidungen absichern soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung durch das Verbot von Eizellspenden in Deutschland im Vergleich zu erlaubten Samenspenden
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Neuregelung der Leihmutterschaft in Deutschland
- Breite Debatte zur Leihmutterschaft
- Prüfung der Regelungen in anderen Ländern
- Erarbeitung eines geeigneten gesetzlichen Rahmens zum Schutz und zum Wohle aller Beteiligten
- Grundrechtsschutz bei freiwilliger Leihmutterschaft
- Sicherstellung, dass die Entscheidung autonom und freiwillig erfolgt statt unter Druck oder aus wirtschaftlicher Not
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Frauke Brosius-Gersdorf wird mit mehreren wörtlichen Zitaten zu ihrer Position zitiert („Samenspenden sind bei uns seit jeher erlaubt“, „Das ist ein offensichtlicher Gleichheitsverstoß“, etc.).
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