Düsseldorf: Bahn-Navigator im Politik-Streit
Düsseldorf () – Die Deutsche Bahn will auch künftig über ihren Navigator keine Fahrkarten anderer Anbieter verkaufen. Das geht aus Antworten des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, über die die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) berichtet.
„Im Grundsatz gilt, dass die DB AG in ihren Vertriebskanälen zunächst ihre eigenen DB-Produkte verkauft, die sie dann im Sinne der Kunden um Produkte von Verkehrsverbünden und Kooperationen mit DB-Beteiligung ergänzt“, heißt es in der Antwort. Einen Übergang des DB Navigators auf die gemeinwohlorientierte DB InfraGO soll es demnach ebenfalls nicht geben.
Die Grünen-Politikerin Paula Piechotta kritisierte das scharf. Wie wenig die Deutsche Bahn im Interesse der Bahnkunden handle, sehe man daran, dass sie eine möglichst einheitliche, von verschiedenen Bahn-Anbietern gleich nutzbare App für den Ticketverkauf boykottiere, sagte Piechotta der Zeitung.
Sogar das Verkehrsministerium knicke ein und lasse zu, dass die DB Fernverkehr die App-Gewinne aus dem Ticketvertrieb im DB Navigator behalten dürfe, bemängelte sie. Das zeige, dass Kosten und Gewinn auf der Schiene nicht fair verteilt seien.
Die Deutsche Bahn will ihre Kundenkommunikation mit mehreren Maßnahmen in den kommenden Monaten verbessern. Ziel sei demnach „eine spürbare und unmittelbare Verbesserung der Kundenkommunikation“. So will die Bahn bis Jahresende „rechtzeitige Information zu Halteausfällen“ in mehr als 90 Prozent der Fälle gewährleisten. Wie hoch der Anteil derzeit ist, gibt das Ministerium nicht an. Ebenfalls bis Jahresende soll ein KI-Chat auf der Homepage ausgerollt werden, heißt es in den Antworten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Paula Piechotta
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Bahn, Bundesverkehrsministerium, Grüne, Rheinische Post, DB AG, DB Fernverkehr, DB InfraGO, Verkehrsministerium, Paula Piechotta
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Die Deutsche Bahn will auch künftig im DB Navigator keine Fahrkarten anderer Anbieter verkaufen, ohne Übergang des Navigators auf die gemeinwohlorientierte DB InfraGO, und kündigt zugleich bis Ende des Jahres Verbesserungen wie rechtzeitige Informationen zu Halteausfällen sowie einen KI-Chat an.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verteilung und Verkauf eigener DB-Produkte in den Vertriebskanälen statt Ticketverkauf anderer Anbieter im DB Navigator
- Kein Übergang des DB Navigators auf die gemeinwohlorientierte DB InfraGO
- Kritik der Grünen, dass die Bahn die gleich nutzbare App für den Ticketverkauf boykottieren würde
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Paula Piechotta kritisierte scharf und warf der Deutschen Bahn vor, im Interesse der Bahnkunden zu handeln, sowie einen Boykott einer möglichst einheitlichen App zum Ticketverkauf
- Piechotta bemängelte, dass das Verkehrsministerium zulasse, dass Gewinne aus dem Ticketvertrieb im DB Navigator bei DB Fernverkehr verbleiben, und kritisierte damit eine nicht faire Kosten- und Gewinnverteilung auf der Schiene
- Die Deutsche Bahn kündigte an, ihre Kundenkommunikation in den kommenden Monaten verbessern zu wollen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- DB AG verkauft künftig über den Navigator weiterhin ausschließlich ihre eigenen DB-Produkte und ergänzt diese nur um Produkte von Verkehrsverbünden sowie Kooperationen mit DB-Beteiligung
- kein Übergang des DB Navigators auf die gemeinwohlorientierte DB InfraGO
- spürbare und unmittelbare Verbesserung der Kundenkommunikation
- bis Jahresende rechtzeitige Information zu Halteausfällen in mehr als 90 Prozent der Fälle
- bis Jahresende Ausrollung eines KI-Chats auf der Homepage
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Die Grünen-Politikerin Paula Piechotta wird mit einer kritischen Stellungnahme zitiert.
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