Politik Erfurt: Schufa-Transparenz und Bonitätsbewertung
Erfurt () – Thüringens Verbraucherschutzministerium spricht sich für mehr Transparenz bei der Bonitätsbewertung durch Auskunfteien wie die Schufa aus. „Hinter einem Schufa-Score steht immer ein Mensch. Und für diesen Menschen kann eine Zahl ganz konkrete Folgen haben“, sagte Thüringens Verbraucherschutzministerin Beate Meißner (CDU) am Sonntag.
Ein Schufa-Score kann darüber entscheiden, ob ein Girokonto eröffnet, eine Kreditkarte bewilligt oder ein Einkauf auf Rechnung möglich wird. Wegen der großen Auswirkungen auf den Alltag forderten Verbraucherschützer seit Jahren mehr Transparenz, so Meißner.
Seit dem Frühjahr bewertet die Schufa die Bonität von Verbrauchern auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten. Die Bewertung beruht auf zwölf öffentlich einsehbaren Kriterien. Neu ist, dass Verbraucher und Unternehmen denselben Score erhalten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist darauf hin, dass zunächst nur 25 Prozent der Schufa-Vertragspartner den neuen Score nutzen und die alten Branchen-Scores noch im Umlauf seien. „Der Ansatz, mehr Transparenz zu schaffen, ist richtig und begrüßenswert“, sagte Meißner. „Die Menschen müssen wissen, warum und aufgrund welcher Daten sich die Bewertung ihrer Bonität geändert hat.“
Die Verbraucherzentralen berichten von vermehrten Hinweisen auf Probleme, Unklarheiten und mögliche Benachteiligungen. Die Verbraucherzentrale Thüringen beteiligt sich deshalb an einer bundesweiten Fallsammlung, die bis 31. August läuft. Gesucht werden Fälle, in denen falsche oder veraltete Daten über die Schufa-App nicht oder nur schwer korrigiert werden können, sowie unerwartet niedrige oder verschlechterte Scores.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Beate Meißner, CDU, Verbraucherzentrale Bundesverband
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Thüringens Verbraucherschutzministerium, Beate Meißner, CDU, Schufa, Verbraucherzentrale Bundesverband, Verbraucherzentralen, Verbraucherzentrale Thüringen, Schufa-Vertragspartner, Schufa-App, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Sonntag (am 23.08.), seit dem Frühjahr (Beginn der neuen Schufa-Bewertung) sowie bis zum 31. August (Laufzeit der bundesweiten Fallsammlung).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt
Worum geht es in einem Satz?
Thüringens Verbraucherschutzministerin Beate Meißner fordert mehr Transparenz bei Schufa-Bonitätsbewertungen, weil ein Score über Kontoeröffnung, Kredite und Kauf auf Rechnung entscheiden kann, und verweist auf Probleme bei der Korrektur bzw. unerwartet niedrige oder schlechtere Scores, die in einer bundesweiten Fallsammlung bis zum 31. August erfasst werden sollen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung der Verbraucherschützer seit Jahren nach mehr Transparenz bei der Bonitätsbewertung durch Auskunfteien wie die Schufa
- Seit dem Frühjahr eingeführte Bewertung durch die Schufa auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten
- Möglichkeit, dass Verbraucher und Unternehmen denselben Score erhalten
- Berichte der Verbraucherzentralen über vermehrte Probleme, Unklarheiten und mögliche Benachteiligungen bei der Schufa-Bonitätsbewertung
- Bedarf an konkreten Fällen für eine bundesweite Fallsammlung bis 31. August, insbesondere bei falschen oder veralteten Daten in der Schufa-App und unerwartet niedrigen oder verschlechterten Scores
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Thüringens Verbraucherschutzministerin Beate Meißner begrüßt den Ansatz mehr Transparenz bei der Schufa-Score-Bewertung zu schaffen
- Forderung nach mehr Transparenz darüber, warum sich die Bonitätsbewertung geändert hat
- Verbraucherzentrale Bundesverband weist auf eine Übergangsphase hin, in der erst ein Teil der Vertragspartner den neuen Score nutzt
- Verbraucherzentralen berichten von vermehrten Hinweisen auf Probleme, Unklarheiten und mögliche Benachteiligungen
- Verbraucherzentrale Thüringen sammelt bis 31. August bundesweit Fälle zu falschen oder veralteten Daten und zu unerwartet niedrigen oder verschlechterten Scores
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Entscheidungsgrundlage für die Eröffnung eines Girokontos
- Entscheidungsgrundlage für die Bewilligung einer Kreditkarte
- Ermöglicht oder verhindert Einkäufe auf Rechnung
- Mögliche Probleme, Unklarheiten und Benachteiligungen im Alltag aufgrund der Bonitätsbewertung
- Notwendigkeit, Gründe für Änderungen des Bonitätswerts nachvollziehen zu können
- Schwierigkeiten bei der Korrektur falscher oder veralteter Daten in der Schufa-App
- Unerwartet niedrige oder verschlechterte Scores bei Verbrauchern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Thüringens Verbraucherschutzministerin Beate Meißner (CDU) wird mit einer Stellungnahme zitiert („Hinter einem Schufa-Score steht immer ein Mensch. …“).
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