Wirtschaft: Dax und Märkte in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.010 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Was wir im Dax in dieser Woche gesehen haben, ist nicht viel mehr als ein technischer Rücksetzer zurück auf das alte Juli-Hoch bei 26.000 Punkten“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Nun müssen die Käufer am heutigen kleinen Verfallstag beweisen, dass sie diesen Kurs bereits wieder als günstig und nicht mehr wie noch vor gut vier Wochen als viel zu teuer erachten. Die Dip-Käufer scheinen angesichts der Querelen am Anleihemarkt, die sich nicht vollends legen wollen, noch nicht so richtig motiviert zu sein.“
Der Gewinnschub der Unternehmen im zurückliegenden Vierteljahr tröste über so manche Delle hinweg, die hohe Ölpreise, steigende Renditen und geopolitische Sorgen angerichtet hätten. Der Eingriff des US-Finanzministeriums zur Senkung langfristiger Renditen könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Verschuldung der Vereinigten Staaten gerade die 40-Billionen-Dollar-Grenze überschritten hat.
„Die Bond-Bazooka des amerikanischen Finanzministers kommt am Markt nicht so richtig gut an. Die Renditen sind gestern wieder gestiegen. Die Zweifel sind zu groß, was die Auswirkungen sein werden, wenn Regierungen und KI-Unternehmen alle gleichzeitig um die gleichen Kreditangebote buhlen müssen. Diese Gemengelage zwingt die Dax-Anleger gerade in eine gewisse Pattsituation“, sagte Stanzl.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1693 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8552 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.563 US-Dollar gezahlt (+1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 125,45 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 93,33 US-Dollar, das waren 45 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jochen Stanzl
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Consorsbank
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Freitag (kein konkretes Datum im Text erwähnt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main
Worum geht es in einem Satz?
Der DAX ist am Freitagmorgen nur leicht gestiegen, während Analyst Jochen Stanzl vor allem die fehlende Motivation der „Dip-Käufer“ wegen anhaltender Unsicherheiten am Anleihemarkt und steigender US-Renditen hervorhebt, während sich Euro, Gold und Öl in den frühen Handelsstunden uneinheitlich entwickelten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Technischer Rücksetzer zurück auf das alte Juli-Hoch bei 26.000 Punkten
- Querelen am Anleihemarkt, die sich nicht vollends legen wollen
- Hohe Ölpreise, steigende Renditen und geopolitische Sorgen
- Zweifel am Markt wegen der Senkung langfristiger Renditen durch das US-Finanzministerium
- Gestiegene Renditen und zu große Unsicherheit über die Auswirkungen, wenn Regierungen und KI-Unternehmen gleichzeitig um die gleichen Kreditangebote buhlen
- Überschreitung der 40-Billionen-Dollar-Grenze bei der Verschuldung der Vereinigten Staaten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Es wird beschrieben, dass Börsenteilnehmer wegen der Querelen am Anleihemarkt und den gestiegenen Renditen eine Pattsituation einnehmen
- Der Eingriff des US-Finanzministeriums zur Senkung langfristiger Renditen kommt am Markt nicht gut an, weil Zweifel zur Auswirkung bei gleichzeitiger Kreditnachfrage bestehen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Dax startet mit nur geringfügiger Veränderung gegenüber dem Schlussniveau des Vortags
- Rücksetzer auf das alte Juli-Hoch bei 26.000 Punkten nach zuvor sichtbarer Korrektur
- Käufer müssen sich am Verfallstag erneut durchsetzen und den Kurs als günstig bestätigen
- Dip-Käufer sind angesichts anhaltender Querelen am Anleihemarkt noch nicht ausreichend motiviert
- Delle wird durch den Gewinnschub der Unternehmen im zurückliegenden Vierteljahr zwar teilweise abgefedert
- Hohe Ölpreise, steigende Renditen und geopolitische Sorgen drücken die Stimmung
- Zweifel an den Auswirkungen sinkender langfristiger Renditen belasten das Marktvertrauen
- Renditen steigen erneut, was die Unsicherheit erhöht
- Unsicherheit darüber, welche Folgen entstehen, wenn Regierungen und KI-Unternehmen gleichzeitig um ähnliche Kreditangebote konkurrieren
- Dax-Anleger geraten in eine Pattsituation
- Euro steigt leicht gegenüber dem US-Dollar
- Goldpreis legt zu
- Ölpreis sinkt leicht
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, wird mit mehreren Zitaten zur Marktlage und zur „Bond-Bazooka“ des US-Finanzministers zitiert.
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