Politik: Thüringen und BSW-Abgrenzung
Erfurt () – BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht glaubt, dass die Thüringer Landespartei aus der Brombeer-Koalition aussteigen will. Das werde ein Sonderparteitag sichtbar machen. Die Basis sei da schon weiter als die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, die sich heute anders entschieden hatte, sagte Wagenknecht am Montag dem Nachrichtensender „Welt“.
„Ich denke, dass nach meinen Rückmeldungen, die ich habe, in der Thüringer Basis eine Mehrheit kein Weiter-so möchte, weil dieses Weiter-so das BSW diskreditiert. Wir müssen ja auch sehen: Das BSW hat seit Eintritt in die Koalition ziemlich an Zustimmung verloren in Thüringen. Aber es strahlt auch darüber hinaus aus – profitiert hat die AfD. Und ich weiß nicht, weshalb das ein Weg sein sollte, den wir weitergehen.“
Es sei „sehr bedauerlich“, dass man in Thüringen an einem CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt festhalte, „der wirklich jede Glaubwürdigkeit verloren hat“. Außerdem hätten „diese endlosen Brandmauer-Koalitionen unsere Demokratie in eine Sackgasse gebracht“, findet Wagenknecht. „Unser Modell wäre ein überparteilicher Ministerpräsident, der fähig und auch willens wäre, mit wechselnden Mehrheiten zu regieren, statt einen großen Teil der Wähler auszugrenzen.“ Kandidaten für ein solches Modell gebe es, behauptet Wagenknecht. Namen nennt sie nicht: „Ich habe in Thüringen Gespräche geführt und es gäbe Namen, die dort infrage kommen. Natürlich würde ich jemanden verbrennen, wenn ich jetzt sage, der oder diejenige sollte es werden. Aber es gibt honorige Persönlichkeiten, die anerkannt sind, die Renommee haben und die auch sicherlich bereit wären.“
Wagenknecht sieht die Gründe für ihren Dissens mit der Thüringer Fraktion in falschem Personal in Erfurt und nährt zumindest indirekt den Verdacht, es gehe den BSW-Ministern um Ruhegehälter. „Damals, als wir die Koalition, als wir die Fraktion, die Kandidaten gewählt haben, war das BSW wenige Wochen alt. Wir konnten die Kandidaten nicht und es hat sich eben leider nach der Wahl herausgestellt, dass zumindest ein Teil davon andere politische Vorstellungen hat als das BSW. Das ist misslich.“ Wagenknecht weiter: „Der Verdacht steht ja auch im Raum, dass alle eigentlich nur den Zeitpunkt erreichen wollen, wo Ruhegehälter fließen. Das wäre erst im Dezember. Ich finde, so kann man mit Wählerinnen und Wählern nicht umgehen.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sahra Wagenknecht, Mario Voigt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
BSW, Sahra Wagenknecht, Thüringen, CDU, AfD, Mario Voigt, Welt, Brombeer-Koalition, BSW-Fraktion, Thüringer Landtag, Thüringer Landespartei, Nachrichtensender „Welt“, Erfurt, Sonderparteitag, Sackgasse, Demokratie, Ministerpräsident, Wählerinnen und Wähler, BSW-Ministern
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im Zeitraum „am Montag“ statt (genauer: Montag, 17. August 2026).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Thüringen
Worum geht es in einem Satz?
Sahra Wagenknecht (BSW) meint, dass die Thüringer Landespartei aus der „Brombeer-Koalition“ aussteigen wird, weil die Basis kein „Weiter-so“ wolle und sie dem Bündnis vorwirft, dem BSW zu schaden, während sie gleichzeitig ein Modell mit einem überparteilichen, wechselnde Mehrheiten regierenden Ministerpräsidenten fordert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unzufriedenheit der Thüringer BSW-Basis mit dem „Weiter-so“ in der Brombeer-Koalition
- Verlust an Zustimmung des BSW in Thüringen seit Eintritt in die Koalition
- Eindruck, die Koalition diskreditiere das BSW und profitiere stattdessen der AfD
- Festhalten an dem CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt trotz verlorener Glaubwürdigkeit
- Falsches Personal in Erfurt nach Wahl der Kandidaten
- Verdacht, BSW-Ministern gehe es vorrangig um Ruhegehälter, insbesondere mit Blick auf den Zeitpunkt im Dezember
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Wagenknecht äußert die Erwartung, dass die Thüringer BSW-Landespartei aus der Brombeer-Koalition aussteigen will
- Sie sagt, dass eine Mehrheit in der Thüringer Basis kein Weiter-so möchte
- Wagenknecht behauptet, dass das BSW seit Eintritt in die Koalition in Thüringen an Zustimmung verloren habe und davon die AfD profitiert habe
- Sie kritisiert, dass man in Thüringen an einem CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt festhalte
- Sie spricht von „endlosen Brandmauer-Koalitionen“ und sagt, diese hätten die Demokratie in eine Sackgasse gebracht
- Sie fordert ein Modell mit einem überparteilichen Ministerpräsidenten mit wechselnden Mehrheiten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Thüringer Basis erwartet einen Ausstieg aus der Brombeer-Koalition
- Ein Sonderparteitag könnte notwendig werden
- Verlust von Zustimmungswerten für das BSW in Thüringen könnte sich verstärken
- Die AfD könnte weiter von der Situation profitieren
- Kritik an der Fortführung einer Koalition mit Mario Voigt wegen fehlender Glaubwürdigkeit
- Befürchtung, dass weitere Brandmauer-Koalitionen die Demokratie in eine Sackgasse führen
- Forderung nach einem überparteilichen Ministerpräsidenten mit wechselnden Mehrheiten
- Erwartung, dass falsches Personal innerhalb der Landespartei die Konflikte verschärft
- Verdacht auf eine Ausrichtung an Ruhegehältern könnte das Vertrauen der Wähler weiter belasten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Sahra Wagenknecht wird im Artikel mit einer Stellungnahme zitiert.
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