Politik: Rente besonders langjährig Versicherte in Deutschland
Berlin () – Mehr als jede zweite Frau, die von der Rente für besonders langjährig Versicherte profitiert, erhält einen Rentenzahlbetrag von weniger als 1.450 Euro im Monat. Das geht aus Antworten des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linken hervor, aus denen die „Rheinische Post“ berichtet.
Das Ministerium beruft sich dabei auf eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung.
Demnach bekamen im vergangenen Jahr 53,6 Prozent der Frauen, die eine Rente nach 45 Versicherungsjahren bezogen, einen Betrag von weniger als 1.450 Euro. Bei den Männern bekamen bundesweit 21,5 Prozent weniger als 1.450 Euro, was ohne weiteres Einkommen unterhalb der Armutsgrenze wäre.
Grundsätzlich könne aus der Höhe der Altersrente aber nicht auf die Höhe des Alterseinkommens geschlossen werden, da weitere Einkommen nicht berücksichtigt seien, so die Bundesregierung in ihrer Antwort.
Vor allem in Ostdeutschland fallen die Zahlbeträge vergleichsweise niedrig aus. So erhielten in Sachsen-Anhalt zuletzt fast 40 Prozent der Männer einen Zahlbetrag von unter 1.450 Euro, in Sachsen waren es fast 45 Prozent.
Dagegen lagen in NRW 15,3 Prozent der männlichen Rentner nach 45 Beitragsjahren bei weniger als 1.450 Euro im Monat.
Die Linken-Politikerin Mandy Eißing, Sprecherin der Bundestagsfraktion für Ostdeutschland, warnte angesichts der Zahlen: „Eine Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte würde den Osten mit voller Härte treffen.“ Gerade im Osten, wo sehr viele Menschen allein auf die gesetzliche Rente angewiesen seien, würden sich Abschläge deutlich bemerkbar machen, kritisierte sie.
Die rentenpolitische Sprecherin der Linken, Sarah Vollath, äußerte sich ähnlich.
Wenn die Regierung die Rente für besonders langjährig Versicherte abschaffe, mute sie den Menschen in Zukunft Abschläge zu – und damit noch niedrigere Renten. Das sei nichts anderes als eine Rentenkürzung und eine Aberkennung der Lebensleistung von vielen fleißigen Beschäftigten in diesem Land, kritisierte Vollath.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Mandy Eißing, Sarah Vollath
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesarbeitsministerium, Linken, Deutsche Rentenversicherung, Rheinische Post, Bundesregierung, Bundestagsfraktion, Ostdeutschland, NRW, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Linken-Politikerin Mandy Eißing, Sarah Vollath, dts Nachrichtenagentur
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Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, NRW
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Auswertung des Bundesarbeitsministeriums auf Basis von Rentenversicherungs-Statistiken erhalten mehr als die Hälfte der Frauen mit 45 Versicherungsjahren eine monatliche Rente für besonders langjährig Versicherte von unter 1.450 Euro, wobei die Zahlbeträge vor allem in Ostdeutschland besonders niedrig sind, was die Linke als drohende Härte und faktische Rentenkürzung kritisiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Schriftliche Anfrage der Linken an das Bundesarbeitsministerium
- Antworten des Bundesarbeitsministeriums auf die schriftliche Frage
- Verweis auf eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung über Rentenzahlbeträge nach 45 Versicherungsjahren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Linken-Politikerin Mandy Eißing warnte, eine Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte würde den Osten besonders hart treffen
- Linken-Politikerin Sarah Vollath kritisierte die geplante Abschaffung und warnte vor künftigen Abschlägen als faktische Rentenkürzung und Aberkennung der Lebensleistung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Weniger als 1.450 Euro im Monat als Rentenzahlbetrag für den Großteil der Empfänger besonders langjährig Versicherter
- Bei Männern mit weniger als 1.450 Euro im Monat ergibt sich ein weiteres Einkommen unterhalb der Armutsgrenze
- Niedrigere Zahlbeträge treten besonders häufig in Ostdeutschland auf
- Eine Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte würde Menschen im Osten besonders stark belasten
- Abschläge und dadurch noch niedrigere Renten bei einer Abschaffung der Rente für besonders langjährig Versicherte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Die Linken-Politikerin Mandy Eißing sowie die rentenpolitische Sprecherin der Linken Sarah Vollath werden mit Stellungnahmen zitiert.
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