Dax lässt deutlich nach – Steigende Energiepreise belasten

Dax lässt deutlich nach – Steigende Energiepreise belasten

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Wirtschaft in Frankfurt: Dax unter Druck

Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.939 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Materials, die bis kurz vor Handelsschluss um über zwei Prozent kräftig zulegten, gefolgt von den Papieren von Hochtief und von Scout24. Eingebrochen waren dagegen die Aktien der Bayer, die bis kurz vor Handelsschluss mit über fünf Prozent im Minus waren, gefolgt von den Papieren von Volkswagen und von Merck.

„Steigende Energiepreise und gleichzeitig weiter anziehende Anleiherenditen treiben die Anleger zunehmend aus dem Aktienmarkt. Brent steigt wieder auf über 105 Dollar und damit kehrt das Inflationsgespenst zurück“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

„Die hohen Ölpreise schüren die Sorge vor einem erneuten Preisschub und damit vor einer länger restriktiven . Gleichzeitig fallen die vieler Staatsanleihen weiter und treiben deren Renditen nach oben. Hier kommt die hohe Staatsverschuldung vieler Länder ins Spiel. Steigende Renditen verteuern die Refinanzierung und engen damit zunehmend die finanziellen Spielräume ein“, so der Marktanalyst weiter.

„Das eigentliche Problem ist dabei weniger, dass die aktuellen Renditen historisch außergewöhnlich hoch wären. Staaten, und Anleger haben sich vielmehr über viele Jahre an extrem niedrige Zinsen gewöhnt. Nicht die neue Zinsrealität ist ungewöhnlich, sondern die alte war es. Genau dieser Gewöhnungseffekt wird nun zunehmend ausgepreist“, so Lipkow.

„Steigende Renditen wirkten deshalb nicht mehr nur wie ein Deckel auf die Aktienmärkte, sondern beginnen aktiv, auf die Kurse zu drücken. Umso wichtiger wird die bevorstehende Berichtssaison für den weiteren Jahresverlauf. Aktienengagements bleiben in diesem Umfeld nur dann attraktiv, wenn die Gewinndynamik stimmt und die Unternehmen wieder stärker wachsen. Je höher die Renditen am Anleihemarkt steigen, desto mehr müssen Aktien ihre Risikoprämie mit steigenden Gewinnen rechtfertigen“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1241 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8896 Euro zu haben.

Der konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.168 US-Dollar gezahlt (+0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 119,22 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 101,70 US-Dollar, das waren 3,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Andreas Lipkow, CMC Markets, Heidelberg Materials, Hochtief, Scout24, Bayer, Volkswagen, Merck

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Donnerstag statt (im Text steht ausdrücklich „Am Donnerstag“, sowie „zum Xetra-Handelsschluss“ und „Donnerstagnachmittag“).

Datumsangabe: Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main, Frankfurt am Main (Frankfurter Börse)

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax ist am Donnerstag deutlich um 1,0 % gefallen, vor allem wegen steigender Energiepreise und weiter anziehender Anleiherenditen, die Anleger aus dem Aktienmarkt drängen, während Euro und Gold leicht fielen bzw. stiegen und Brent stark zulegte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Steigende Energiepreise
  • Weiter anziehende Anleiherenditen
  • Steigende Ölpreise und damit die Sorge vor erneutem Preisschub
  • Höhere Staatsverschuldung als Hintergrund steigender Renditen und verteuerte Refinanzierung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
  • Nur Aussagen eines Marktanalysten zur Marktlage und Kursbewegungen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Abzug von Anlegern aus dem Aktienmarkt aufgrund steigender Energiepreise und weiter anziehender Anleiherenditen
  • Rückkehr von Inflationserwartungen als belastender Faktor für die Aktienmärkte
  • Preisschub Risiko durch hohe Ölpreise und damit die Sorge vor länger restriktiver Geldpolitik
  • Kursrückgänge bei Staatsanleihen, wodurch deren Renditen weiter steigen
  • Teurere Refinanzierung durch steigende Renditen, was finanzielle Spielräume zunehmend verengt
  • Gewöhnungseffekt an extrem niedrige Zinsen wird zunehmend ausgepreist
  • Wirkung steigender Renditen über den Deckel hinaus, da sie aktiv auf die Aktienkurse drücken
  • Höhere Anforderungen an Aktienengagements, insbesondere wenn die Gewinndynamik nicht mit der Entwicklung Schritt hält

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, es wird eine Stellungnahme zitiert: Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) kommentiert den Kursrückgang mit steigenden Energiepreisen und anziehenden Anleiherenditen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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