Wirtschaft & Soziales: Schwerarbeitspension im Streit
Berlin () – Der Ökonom Peter Bofinger lehnt die vom Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, ins Spiel gebrachte Schwerarbeitspension nach österreichischem Modell für Deutschland ab.
„Das Österreich-Modell würde zu Rechtsstreitigkeiten und massiven Abgrenzungsproblemen führen, welcher Beschäftigte überhaupt als Schwerarbeiter gilt“, sagte Rentenkommissionsmitglied Bofinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ein solches Verfahren sei sehr bürokratieintensiv und in der Umsetzung kaum praktikabel.
Auch die in Österreich gängige Praxis, die körperliche Belastung etwa an verbrauchten Kalorien festzumachen, sieht der Experte kritisch, da dies psychische Anstrengungen oder Gelenkverschleiß ausklammere. Wer schwer körperlich gearbeitet habe, schaffe die Hürde von 45 Beitragsjahren kaum und sei meist schon vorher in Rente, sagte Bofinger. Die Leute, die mit 45 Beitragsjahren in Rente gehen, seien überwiegend Leute, die eben gar keine harten körperlichen Arbeiten machen.
Um Betroffenen dennoch einen vorzeitigen Rentenbezug zu ermöglichen und sie nicht in andere Berufe umschulen zu müssen, schlägt die Kommission gezielte Härtefallregelungen vor. Wenn Leute in ihrer speziellen Berufsgruppe aufgrund körperlicher Beeinträchtigung nicht mehr arbeiten können, sollte man ihnen die Möglichkeit zum vorzeitigen Rentenbezug geben.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Peter Bofinger, Dirk Wiese
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Peter Bofinger, SPD-Fraktion, Dirk Wiese, Rentenkommission
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Ökonom Peter Bofinger lehnt das von der SPD vorgeschlagene „Schwerarbeitspension“-Österreich-Modell für Deutschland ab, weil es zu Rechtsstreitigkeiten, Abgrenzungs- und Umsetzungsproblemen führt, und plädiert stattdessen für gezielte Härtefallregelungen für Personen, die wegen körperlicher Beeinträchtigungen ihren Beruf nicht mehr ausüben können.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ablehnung des Schwerarbeitspensionsmodells nach österreichischem Vorbild für Deutschland durch Peter Bofinger
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der Artikel beschreibt keine konkrete Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf den Vorschlag zur Schwerarbeitspension
- Es werden nur die kritischen Einschätzungen von Peter Bofinger zur Umsetzung und zu möglichen Problemen dargestellt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rechtsstreitigkeiten aufgrund der Regelungen
- Massive Abgrenzungsprobleme, welcher Beschäftigte als Schwerarbeiter gilt
- Sehr bürokratieintensive Umsetzung
- In der Praxis kaum praktikable Durchführung
- Kritische Ausklammerung von psychischer Anstrengung und Gelenkverschleiß bei der Bewertung körperlicher Belastung
- Betroffene könnten die Hürde von 45 Beitragsjahren kaum erreichen
- Vorzeitiger Rentenbezug könnte vor allem für Personen mit körperlicher Beeinträchtigung in spezifischen Berufsgruppen ermöglicht werden
- Vermeidung von Umschulungen in andere Berufe durch gezielte Härtefallregelungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Peter Bofinger zitiert, der das österreichische Schwerarbeitspensionsmodell für Deutschland ablehnt.
- Bofinger gegen österreichisches Renten-Modell für Schwerarbeiter - 9. August 2026
- Union kritisiert Klingbeils Steuerpläne scharf - 9. August 2026
- Gewerkschaften kritisieren geplante Abschaffung der "Rente mit 63" - 9. August 2026

