Politik: Zivildienst und Ehrenamt in Berlin
Berlin () – Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert die Bundesregierung zu einer Stärkung des Ehrenamts auf, anstatt auf einen neuen Zivildienst zu setzen.
„Statt auf Zwang zu setzen, müssen freiwilliges Engagement und Ehrenamt gestärkt und der Bundesfreiwilligendienst sowie das Freiwillige Soziale Jahr verlässlich gefördert werden“, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier der Funke-Mediengruppe. Denn dort lernten junge Menschen soziale Berufe kennen, erlebten Solidarität und Mitmenschlichkeit und könnten für dringend benötigte Tätigkeiten im sozialen Bereich begeistert werden. Umso kritischer sei es, dass der Bund ausgerechnet bei diesen freiwilligen Diensten immer wieder Kürzungen vorgenommen habe und sogar eine Abschaffung im Raum gestanden habe.
Die Bundesregierung trifft nach eigenen Angaben Vorkehrungen für die Einführung eines neuen Zivildienstes für den Fall, dass auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden sollte. „Niemand sollte gegen seinen Willen zum Wehrdienst gezwungen werden“, warnte Engelmeier. Zugleich bedeute auch ein verpflichtender Zivildienst einen erheblichen Eingriff des Staates in die Freiheit und Lebensplanung junger Menschen. Daraus dürften keine dauerhaften Nachteile für ihre soziale Absicherung und Altersvorsorge entstehen.
Zugleich müsse verhindert werden, dass ein neuer Zivildienst dazu missbraucht wird, günstige Arbeitskräfte zu gewinnen und reguläre Beschäftigung zu ersetzen, sagte die Chefin des Sozialverbands. Junge Menschen dürften nicht als Lückenbüßer in maroden Systemen herhalten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Michaela Engelmeier
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Sozialverband Deutschland (SoVD), Bundesregierung, Funke-Mediengruppe
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der SoVD fordert die Bundesregierung auf, das Ehrenamt sowie den Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr verlässlich zu fördern, statt – wie für den Fall einer Wiedereinführung der Wehrpflicht vorgesehen – einen neuen Zivildienst einzuführen, der als Eingriff in die Freiheit sowie Gefahr eines Missbrauchs als günstige Arbeitskräfte kritisiert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kürzungen bzw. drohende Abschaffung beim Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligen Sozialen Jahr
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Bundesregierung plant nach eigenen Angaben Vorkehrungen für die Einführung eines neuen Zivildienstes falls die Wehrpflicht wieder eingeführt wird
- Der Sozialverband Deutschland kritisiert die Pläne und fordert stattdessen eine Stärkung von freiwilligem Engagement und Ehrenamt sowie verlässliche Förderung des Bundesfreiwilligendienstes und des Freiwilligen Sozialen Jahres
- Engelmeier warnt vor einem Eingriff in die Freiheit und Lebensplanung junger Menschen und vor möglichen dauerhaften Nachteilen für soziale Absicherung und Altersvorsorge
- Der Sozialverband äußert Sorge, dass ein neuer Zivildienst als günstige Arbeitskräfte eingesetzt und reguläre Beschäftigung ersetzt werden könnte
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Stärkung des Ehrenamts und freiwilligen Engagements statt Zwang
- Verlässliche Förderung des Bundesfreiwilligendienstes und des Freiwilligen Sozialen Jahres
- Verhinderung dauerhafter Nachteile für soziale Absicherung und Altersvorsorge junger Menschen
- Vermeidung eines Eingriffs des Staates in Freiheit und Lebensplanung junger Menschen
- Sicherstellung, dass kein neuer Zivildienst zur Ersetzung regulärer Beschäftigung missbraucht wird
- Schutz davor, dass ein neuer Zivildienst als Ersatz für Lücken in maroden Systemen dient
- Vermeidung des Einsatzes junger Menschen als günstige Arbeitskräfte
- Förderung der Orientierung junger Menschen an sozialen Tätigkeiten im sozialen Bereich
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Reaktion der SoVD-Vorstandsvorsitzenden Michaela Engelmeier zitiert: Sie fordert die Bundesregierung auf, das Ehrenamt zu stärken statt auf einen neuen Zivildienst zu setzen.
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