Wissenschaft in Siegen: Einstein-Teleskop voran
Siegen () – Die Universität Siegen beteiligt sich an den Vorbereitungen für das europäische Einstein-Teleskop. Wie die Universität Siegen am Freitag mitteilte, soll das Großexperiment künftig die Entstehung von schwarzen Löchern, die Struktur von Neutronensternen und die Beschaffenheit des Universums nach dem Urknall erforschen.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die Siegener Arbeiten mit mehr als 400.000 Euro.
Das geplante Teleskop soll bis zu tausendmal mehr Gravitationswellen aufzeichnen können als heutige Observatorien. Es soll komplett unter der Erdoberfläche entstehen und drei jeweils zehn Kilometer lange Arme besitzen.
Als mögliche Standorte sind die Euregio Maas-Rhein, die Oberlausitz und Sardinien im Gespräch. Eine Entscheidung wird für 2027 erwartet.
In Maastricht wird seit 2021 in der Testanlage ETpathfinder bereits Schlüsseltechnologien für das Teleskop erprobt.
Die Siegener Forscher arbeiten an einer besonders schnellen und flexibel programmierbaren Elektronik. Die Chips sollen so konfiguriert werden, dass sie KI-Algorithmen zur Unterdrückung von Störsignalen ausführen.
Damit wollen sie das sogenannte Newtonsche Rauschen ausgleichen, das durch seismische Wellen entsteht und die Messungen beeinflussen kann. „Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und einer spezialisierten Elektronik möchten wir die Störungen mit äußerst geringer zeitlicher Verzögerung erfassen und ausgleichen“, erklärt Projektleiter Markus Cristinziani.
Sein Kollege Markus Risse sagt, das Teleskop werde fundamentale Fragen des Universums untersuchen.
Gleichzeitig würden Methoden entwickelt, die an der Grenze des technisch Möglichen lägen. Durch Messungen im Niedrig-Frequenzbereich könnten künftige Ereignisse wie Verschmelzungen von Schwarzen Löchern und Neutronensternen schon im Voraus erkannt werden.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Universität Siegen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Markus Cristinziani, Markus Risse
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Universität Siegen, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Euregio Maas-Rhein, Oberlausitz, Sardinien, Maastricht, ETpathfinder, Newtonsches Rauschen, Einstein-Teleskop, Markus Cristinziani, Markus Risse
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Freitag statt. Konkretes Datum ist nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Siegen, Euregio Maas-Rhein, Oberlausitz, Sardinien, Maastricht
Worum geht es in einem Satz?
Die Universität Siegen bereitet sich im Rahmen des geförderten Projekts (über 400.000 Euro) für das geplante europäische Einstein-Teleskop vor, indem sie an schneller KI-gestützter Elektronik zur Unterdrückung seismisch bedingter Messstörungen arbeitet, während das Großexperiment ab einer erwarteten Entscheidung 2027 künftig unter der Erde in bis zu dreifacher zehn Kilometer armlanger Anlage unter anderem schwarze Löcher, Neutronensterne und die Zeit nach dem Urknall erforschen soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Die Vorbereitungen für das europäische Einstein-Teleskop, einschließlich der Erprobung von Schlüsseltechnologien im ETpathfinder seit 2021, sowie die Entwicklung einer schnellen und flexibel programmierbaren Elektronik zur Unterdrückung von Störsignalen durch KI-Algorithmen zur Erfassung und zum Ausgleich seismisch bedingter Newtonscher Rauschen-Effekte
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Untersuchung der Entstehung von schwarzen Löchern
- Ermittlung der Struktur von Neutronensternen
- Erforschung der Beschaffenheit des Universums nach dem Urknall
- Erfassung und Unterdrückung von Störsignalen für präzisere Messungen
- Ausgleich von durch seismische Wellen verursachtem Newtonschem Rauschen
- Entwicklung von besonders schneller und flexibel programmierbarer Elektronik
- Vorherkennung künftiger Ereignisse wie Verschmelzungen von Schwarzen Löchern und Neutronensternen durch Messungen im Niedrig-Frequenzbereich
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – es wird eine Stellungnahme zitiert: Projektleiter Markus Cristinziani wird mit der Aussage zitiert, dass sie mit KI und spezialisierter Elektronik Störungen mit äußerst geringer zeitlicher Verzögerung erfassen und ausgleichen möchten.
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