Gesundheitspolitik in Berlin
Berlin () – Angesichts der anstehenden Reform appelliert der Deutsche Pflegerat an den neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU), die Pflege strukturell zu erneuern. „Herr Linnemann, machen Sie die anstehende Pflegereform zu einer wirklichen Strukturreform“, sagte die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Um pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und die Pflegefachpersonen zu stärken, „braucht es nicht einfach nur mehr Geld“, so Vogler. Sie fordert eine Überprüfung der Finanzierungsgrundlagen. „Dazu gehört eine offene Debatte darüber, ob das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Kranken- und Pflegeversicherung noch gerecht, effizient und zukunftsfähig ist.“ Ebenso müssten gesamtgesellschaftliche und versicherungsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln finanziert werden, sagte sie. Dazu gehörten etwa die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige. Um die Versorgung neu zu organisieren, fordert Vogler zudem deutlich mehr eigenständige Befugnisse für Pflegefachpersonen.
Die bisherigen Vorhaben der geplanten Reform seien vor allem auf eine kurzfristige finanzielle Stabilisierung der Kranken- und Pflegeversicherung gerichtet. Doch das löse die Probleme nicht, sondern verschiebe sie lediglich, so Vogler. Es dürfe daher nicht nur bei höheren Beiträgen, Leistungskürzungen oder zusätzlichen Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bleiben.
Notwendige Strukturreformen „werden politisch unbequem sein und Mut erfordern“, sagte Vogler weiter. „Genau diesen Mut und eine konsequente Umsetzung erwarten wir vom neuen Bundesgesundheitsminister.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carsten Linnemann, Christine Vogler
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Pflegerat, Carsten Linnemann, CDU, Christine Vogler, Neuen Osnabrücker Zeitung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Deutsche Pflegerat fordert den neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) dazu auf, die anstehende Pflegereform als echte Strukturreform umzusetzen, damit nicht nur kurzfristig finanziell gegengesteuert wird, sondern Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegefachpersonen gestärkt sowie Finanzierungsgrundlagen, die Trennung von gesetzlicher und privater Versicherung und die Organisation der Versorgung (mehr Befugnisse für Pflegefachpersonen) grundlegend überarbeitet werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Angesichts der anstehenden Reform appelliert der Deutsche Pflegerat an den neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann auf eine strukturelle Erneuerung der Pflege
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutsche Pflegerat appelliert an den neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann, die Pflegereform als Strukturreform umzusetzen
- Politik müsse hierfür mutig politische unbequeme Maßnahmen ergreifen und konsequent umsetzen
- Kritik, dass bisherige Reformvorhaben vor allem auf kurzfristige finanzielle Stabilisierung statt auf echte Problemlösung ausgerichtet sind
- Forderung nach offener Debatte zu Reform der Finanzierungsgrundlagen und zur Frage, ob das Nebeneinander gesetzlicher und privater Kranken- und Pflegeversicherung noch gerecht und zukunftsfähig ist
- Öffentlicher Diskurs über notwendige Strukturreformen wird gefordert, inklusive konsequenter Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln
- Medienöffentlichkeit durch Interview in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Darstellung der Forderungen)
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Pflege strukturell erneuern
- Finanzierungsgrundlagen überprüfen
- Offene Debatte über die Frage führen, ob das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Kranken und Pflegeversicherung noch gerecht, effizient und zukunftsfähig ist
- Gesamtgesellschaftliche und versicherungsfremde Leistungen konsequent aus Steuermitteln finanzieren
- Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige aus Steuermitteln finanzieren
- Versorgung neu organisieren
- Deutlich mehr eigenständige Befugnisse für Pflegefachpersonen schaffen
- Nicht nur Maßnahmen wie höhere Beiträge, Leistungskürzungen oder zusätzliche Belastungen umsetzen, sondern strukturelle Probleme dauerhaft lösen
- Politisch unbequeme Strukturreformen mit konsequenter Umsetzung vorantreiben
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, Christine Vogler, wird mit einer Stellungnahme in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert.
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