Wohnungsbau in Deutschland erneut rückläufig

Wohnungsbau in Deutschland erneut rückläufig

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Wirtschaft: Wohnungsbauprognosen in Deutschland

München () – In Deutschland wird die Zahl der Wohnungsfertigstellungen 2026 voraussichtlich auf 185.000 Einheiten sinken. Erst 2027 werden wieder etwas mehr Wohnungen gebaut (195.000 Einheiten), wie Prognosen der Forschergruppe Euroconstruct zeigen, der auch das Ifo-Institut angehört.

„Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt“, sagte Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister. „Der Irankrieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren.“

Bis 2028 dürfte die Zahl der Wohnungsfertigungen in Deutschland mit 210.000 Einheiten die Zahl von 2025 (207.000) erstmals wieder leicht überschreiten. Dennoch bleibt das Niveau etwa 17 Prozent unter dem Stand von 2024. „Zu den Gründen für die sehr langsame Erholung zählt auch die lange Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung, die sich seit Beginn dieses Jahrzehnts um etwa ein halbes Jahr auf 27 Monate vergrößert hat“, sagte Dorffmeister.

Für den europäischen Wohnungsbau rechnet die Expertengruppe mit einer moderaten Ausweitung der Bauaktivitäten bis 2028. Gemäß Prognose klettert die Fertigstellungszahl in den Jahren 2026 und 2027 auf 1,44 bzw. 1,51 Millionen Wohneinheiten. Für 2028 rechnen die Bauexperten mit einem Fertigstellungsvolumen von 1,57 Millionen Einheiten. „In Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien dürften in den kommenden Jahren deutlich mehr Wohnungen fertig werden, während es für Deutschland und Italien allenfalls leicht nach oben geht“, so Dorffmeister.

Insgesamt wird die europäische Bauwirtschaft laut Prognose von 2026 bis 2028 um jeweils zwei Prozent pro Jahr expandieren. Angetrieben vom Neubausegment findet der Wohnungsbau nach drei Jahren Schrumpfung 2026 zurück in die Wachstumsspur. Im Tiefbau wird die Dynamik bis 2028 hingegen kontinuierlich nachlassen. Im übrigen Hochbau (Nichtwohnhochbau) fehlt eine klare Tendenz; dieser dürfte 2027 sein größtes Plus aufweisen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Baukran (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Ludwig Dorffmeister

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Euroconstruct, Ifo-Institut

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum: 2026 (sinkende Wohnungsfertigstellungen), 2027 (Erholung), bis 2028 (erstmals wieder leicht über 2025).
Außerdem genannt: Vergleich 2024 und Referenz 2025 sowie „bis zum Februar“ (ohne Jahr).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

München

Worum geht es in einem Satz?

Laut Prognosen der Euroconstruct-Forschergruppe (inklusive Ifo) wird in Deutschland die Zahl der Wohnungsfertigstellungen 2026 auf 185.000 sinken und erst 2027 wieder leicht auf 195.000 steigen, während sich das Niveau bis 2028 nur langsam erholt und gleichzeitig politische sowie Kosten- und Bauzeitfaktoren den Wohnungsbau bremsen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Der Irankrieg
  • Die anziehende Bauinflation
  • Die lange Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung, die sich seit Beginn dieses Jahrzehnts um etwa ein halbes Jahr auf 27 Monate vergrößert hat

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion beschrieben wie Politik oder Öffentlichkeit oder Medien reagiert hätten
  • Nur Aussagen zu Prognosen und Einflussfaktoren auf den Wohnungsbau (zB Irankrieg, Bauinflation, lange Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung)

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Sinkende Zahl der Wohnungsfertigstellungen 2026 auf 185.000 Einheiten
  • Wieder leichter Anstieg der Wohnungsfertigstellungen ab 2027 auf 195.000 Einheiten
  • Erst 2028 Überschreiten des Niveaus von 2025 mit 210.000 Einheiten
  • Niveau bleibt rund 17 Prozent unter dem Stand von 2024
  • Langsame Erholung im Wohnungsbau trotz etwas aufgehellter Aussichten bis Februar
  • Verlängerung der Zeit zwischen Genehmigung und Fertigstellung um etwa ein halbes Jahr auf 27 Monate
  • Moderater Ausbau der Bauaktivitäten im europäischen Wohnungsbau bis 2028
  • Höhere Fertigstellungszahlen in Europa in den Jahren 2026 und 2027 auf 1,44 bzw. 1,51 Millionen Einheiten
  • Fertigstellungsvolumen in Europa steigt 2028 auf 1,57 Millionen Einheiten
  • Ungleiches Wachstum in Europa mit deutlicherem Zuwachs in Spanien, Frankreich und Großbritannien
  • Für Deutschland und Italien nur leicht steigende Fertigstellungszahlen
  • Europäische Bauwirtschaft expandiert 2026 bis 2028 um jeweils etwa zwei Prozent pro Jahr
  • Wohnungsbau kehrt 2026 nach drei Jahren Schrumpfung zurück in die Wachstumsspur
  • Dynamik im Tiefbau lässt bis 2028 kontinuierlich nach
  • Im übrigen Hochbau Nichtwohnhochbau keine klare Tendenz, 2027 mit größtem Plus

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister wird mit mehreren Zitaten/Stellungnahmen im Artikel wiedergegeben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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