Erstmals seit 2021 wieder mehr Baugenehmigungen für Wohnungen

Wirtschaft: Wohnungsbau in Deutschland 2025

() – Im Jahr 2025 ist in der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 10,8 Prozent oder 23.200 Wohnungen mehr als im Jahr 2024, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken war.

Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 erstmals seit 2021 wieder an. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Neubauwohnungen enthalten als auch die Baugenehmigungen für Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen. Die Zahl der gemeldeten Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität.

Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg im Jahr 2025 um 12,6 Prozent oder 22.100 gegenüber dem Vorjahr auf 198.100. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im selben Zeitraum deutlich schwächer um 2,7 Prozent oder 1.000 auf 40.400.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 194.200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,2 Prozent oder 22.600 mehr als im Vorjahr. Dabei entwickelten sich die einzelnen Gebäudearten unterschiedlich.

So stieg die Zahl der Baugenehmigungen für neue Einfamilienhäuser im Vorjahresvergleich deutlich um 17,2 Prozent (+6.500) auf 44.500. Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau erstreckte sich über das gesamte Jahr 2025. Bei den neu genehmigten Zweifamilienhäusern blieb die Zahl mit 12.600 (-1,1 Prozent oder -100) dagegen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Zusammen machten die im Allgemeinen von Privatpersonen errichteten Ein- und Zweifamilienhäuser 28,8 Prozent der im Jahr 2025 genehmigten Neubauwohnungen aus.

In neuen Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten und vorrangig von Unternehmen errichteten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 128.100 Wohnungen im Jahr 2025. Das waren 12,1 Prozent (+13.900) mehr als im Vorjahr und 64,6 Prozent aller im Jahr 2025 in Deutschland genehmigten Neubauwohnungen. Dieser Anstieg bei den Mehrfamilienhäusern zeigte sich ab der zweiten Jahreshälfte. Weiterhin stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Wohnheimen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 34,2 Prozent (+2.300) auf 9.100.

In neuen Nichtwohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 3.900 Wohnungen genehmigt, das waren 10,3 Prozent (-400) weniger als im Jahr zuvor. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden 2025 insgesamt 40.400 Wohnungen genehmigt, das waren 2,7 Prozent oder 1.000 Wohnungen mehr als im Jahr 2024.

Rund 95 Prozent der insgesamt 198.100 erteilten Genehmigungen für Neubauwohnungen im Jahr 2025 entfielen auf Unternehmen und Privatpersonen. Entsprechend prägen diese beiden Bauherrengruppen die Gesamtentwicklung. Unternehmen traten bei 108.800 Baugenehmigungen für Neubauwohnungen als auf, das waren 14,6 Prozent oder 13.900 mehr neue Wohnungen als im Vorjahr. Auf Privatpersonen entfielen 79.200 Baugenehmigungen, das waren 14,9 Prozent oder 10.200 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im Neubau, die auf Bauanträge der öffentlichen Hand zurückgehen, sank dagegen um 23,2 Prozent oder 2.100 auf 6.900.

Im Bereich der Nichtwohngebäude waren die neuen Bauvorhaben im Jahr 2025 rückläufig, so das Bundesamt weiter. Wichtige Gebäudearten sind hier zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude. Der zentrale Indikator zur Messung der Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Dieser verringerte sich bei den im Jahr 2025 genehmigten Nichtwohngebäuden gegenüber 2024 um 5,2 Prozent auf 183,1 Millionen Kubikmeter. Das war der niedrigste Wert seit 2014 (186,8 Millionen Kubikmeter).

Dabei verringerte sich der umbaute Raum bei Warenlagergebäuden im Vorjahresvergleich um 17,1 Prozent, bei Fabrik- und Werkstattgebäuden um 13,0 Prozent und bei Anstaltsgebäuden (z. B. oder Alten- und Pflegeheime) um 37,8 Prozent. Demgegenüber vergrößerte sich der umbaute Raum bei Handelsgebäuden um 24,9 Prozent und bei Landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden um 11,8 Prozent.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Daher kann ich keine Namen zurückgeben.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Statistisches Bundesamt (Destatis), Bundesamt

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum oder der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist im Jahr 2025.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Das beschriebene Ereignis findet in Deutschland statt.

Worum geht es in einem Satz?

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 238.500 Wohnungen genehmigt, was einen Anstieg um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt und erstmals seit 2021 zu einer Erhöhung der Baugenehmigungen führt, während gleichzeitig die Genehmigungen für Nichtwohngebäude rückläufig waren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Baugenehmigungen für Wohnungen
  • Rückgang im Vorjahr auf niedrigsten Stand seit 2010
  • Bedarf an neuem Wohnraum
  • Unterschiedliche Entwicklung der Gebäudearten
  • Zunahme der Genehmigungen insbesondere für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser
  • Starker Einfluss von Unternehmen und Privatpersonen als Bauherren
  • Stabilisierung und Wachstum in der Bauaktivität seit 2021

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Anstieg der Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2025 um 10,8 Prozent im Vergleich zu 2024
  • Zahl genehmigter Neubauwohnungen stieg um 12,6 Prozent auf 198.100
  • Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser stiegen um 12,1 Prozent auf 128.100
  • Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stiegen um 17,2 Prozent auf 44.500
  • Zahl genehmigter Wohnungen durch Umbau bestehender Gebäude wuchs um 2,7 Prozent
  • Rückgang der Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude um 10,3 Prozent
  • Öffentliche Hand reduzierte Baugenehmigungen um 23,2 Prozent auf 6.900
  • Insgesamt 95 Prozent der Neubauwohnungen von Unternehmen und Privatpersonen errichtet

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Anstieg der genehmigten Wohnungen im Neubau um 12,6 Prozent
  • Zunahme der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,2 Prozent
  • Rückgang bei genehmigten Zweifamilienhäusern um 1,1 Prozent
  • Steigerung der Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser um 12,1 Prozent
  • Anstieg bei genehmigten Wohnungen in Wohnheimen um 34,2 Prozent
  • Rückgang bei genehmigten Nichtwohngebäuden um 10,3 Prozent
  • Zunahme der Umbaumaßnahmen um 2,7 Prozent
  • Dominanz von Unternehmen und Privatpersonen bei den Baugenehmigungen
  • Rückgang der Baugenehmigungen durch öffentliche Hand um 23,2 Prozent
  • Verringerung des umbaute Raums bei Nichtwohngebäuden um 5,2 Prozent
  • Niedrigster Wert des umbaute Raums seit 2014
  • Reduzierung des umbaute Raums bei Warenlagergebäuden um 17,1 Prozent
  • Rückgang des umbaute Raums bei Fabrikgebäuden um 13,0 Prozent
  • Deutlicher Rückgang des umbaute Raums bei Anstaltsgebäuden um 37,8 Prozent
  • Zunahme des umbaute Raums bei Handelsgebäuden um 24,9 Prozent
  • Anstieg des umbaute Raums bei landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden um 11,8 Prozent

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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