Mietangebote in Großstädten seit 2022 eingebrochen

Wirtschaft in Köln: Wohnungsmieten und -angebot

Köln () – Der deutsche Immobilienmarkt wird weiter von steigenden Mieten und stagnierenden Kaufpreisen geprägt.

Wie der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, verteuerten sich die Kaufpreise von Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um jeweils nur 0,8 Prozent. Die Angebotsmieten stiegen dagegen bundesweit um vier Prozent weiter deutlich. Besonders stark zogen die Mieten in Köln an (+7,9 Prozent), gefolgt von Hamburg (+5,5 Prozent) und Leipzig (+5,4 Prozent). Damit stiegen die Mieten deutlich schneller als die Inflation (2,6 Prozent).

Auf dem Mietmarkt fehlen die Angebote. Bundesweit werden noch immer knapp zwölf Prozent weniger Mietwohnungen inseriert als Anfang 2022. In einzelnen Großstädten ist der Einbruch weit dramatischer: In Hamburg ist das Mietangebot mit -57 Prozent mehr als halbiert. In Frankfurt am Main gibt es 43 Prozent weniger Inserate, in Leipzig 40 Prozent. Einzige Ausnahme ist Berlin mit einem Plus von 43 Prozent gegenüber 2022 – dieser Anstieg fällt laut IW aber nur deshalb so hoch aus, weil der Mietendeckel das Angebot zuvor drastisch abgewürgt hatte. Allein im ersten Quartal nach seiner Einführung war das Angebot in der Hauptstadt um 39 Prozent zurückgegangen.

Anders sieht die Situation auf dem Kaufmarkt aus: Bundesweit werden nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert als Anfang 2022. Das liegt nicht daran, dass mehr gebaut wird. Höhere Finanzierungskosten verkleinern den Kreis der Käufer und verlängern die Vermarktungszeiten – die Objekte schaffen es häufiger in die Portale und verbleiben dort auch länger.

„Auf dem Mietmarkt fehlt nicht nur Neubau, sondern auch Bewegung im Bestand“, sagte IW-Immobilienökonom Pekka Sagner. „Die Umzugsmobilität ist zu gering – bestehender Wohnraum wird nicht umfänglich genutzt. Noch strengere Mietregeln würden diesen Effekt verstärken und das Angebot für Wohnungssuchende weiter verknappen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mietwohnungen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Mietangebote in Großstädten seit 2022 eingebrochen

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Pekka Sagner

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Institut der deutschen Wirtschaft (IW), dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum:zweites Quartal 2026 (gegenüber dem Vorjahr)

Weitere genannte Zeitangaben:

  • Anfang 2022 (Vergleichszeitpunkt für Inserate)
  • erstes Quartal nach Einführung des Mietendeckels (Rückgang des Angebots in Berlin um 39 Prozent)
  • seit dem ersten Quartal bis ins Jahr 2026 fortlaufend (Inserate auf dem Mietmarkt bleiben knapp; Mieten steigen „weiter“)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Köln, Hamburg, Leipzig, Frankfurt am Main, Berlin, (bundesweit)

Worum geht es in einem Satz?

Laut dem IW- Wohnindex steigen die Angebotsmieten in Deutschland weiter deutlich (u. a. besonders stark in Köln) bei nur leicht wachsenden Kaufpreisen, während es auf dem Mietmarkt deutlich weniger inserierte Wohnungen gibt—auf dem Kaufmarkt hingegen werden wegen hoher Finanzierungskosten zwar mehr Inserate sichtbar, aber die Nachfrage ist schwächer und die Vermarktungszeiten länger.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Steigende Angebotsmieten bei gleichzeitig stagnierenden Kaufpreisen
  • Mangelndes Angebot auf dem Mietmarkt (deutlich weniger inserierte Mietwohnungen als Anfang 2022)
  • Geringe Umzugsmobilität und zu wenig Bewegung im Wohnungsbestand
  • Strengere Mietregeln bzw. deren Verschärfung als zusätzlicher Hintergrund für weiter verknapptes Angebot

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Es wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Steigende Angebotsmieten bundesweit bei stagnierenden Kaufpreisen
  • Mietkosten wachsen in mehreren Großstädten besonders stark
  • Deutliches Ungleichgewicht zwischen Mietnachfrage und verfügbarem Mietwohnungsangebot
  • Weniger inserierte Mietwohnungen im Vergleich zu Anfang 2022, teils stark in einzelnen Städten
  • Mehr Wettbewerb und höheren Druck auf Wohnungssuchende durch knappes Angebot
  • Kaufmarkt mit veränderten Angebotsdynamiken durch höhere Finanzierungskosten
  • Längere Vermarktungszeiten und geringerer Kreis potenzieller Käufer auf dem Kaufmarkt
  • Weniger Bewegung im Bestand reduziert die Umzugsmobilität und verstärkt den Mangel an verfügbarem Wohnraum
  • Strengere Mietregeln würden das Angebot für Wohnungssuchende weiter verknappen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. In dem Artikel wird eine Reaktion zitiert: „Auf dem Mietmarkt fehlt nicht nur Neubau, sondern auch Bewegung im Bestand“, sagte IW-Immobilienökonom Pekka Sagner.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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