Wildberger warnt vor digitaler Abhängigkeit von USA

Politik: Abhängigkeit bei Digitalisierung in Berlin

Berlin () – Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) warnt vor einer zu großen digitalen Abhängigkeit Deutschlands und Europas von den USA. Das treibe ihn um, sagte Wildberger am Freitag der ARD.

Er sehe ein Szenario, dass etwa Microsoft den Stecker ziehen und keine Updates mehr für Deutschland ausspielen könnte. „Ein solches Szenario besteht“, so Wildberger. Gleichzeitig sagte er, dass man mit vielen Unternehmen wie Microsoft seit Jahrzehnten „vertrauensvoll“ zusammenarbeite. Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) treibe ihn die Abhängigkeit um. Man habe bei Anthropic gesehen, dass bestimmte KI-Modelle, die neuesten Versionen, nicht verfügbar gewesen seien. Technologie könne einem vorenthalten werden. „Wir dürfen nicht naiv sein“, sagte der Minister. Souveränität habe zwei Dinge: Wie bin ich abhängig und verwundbar? Ihn bewege seit vielen Jahren die Frage, wo der eigene Microsoft sei. Man solle ein solches Produkt oder eine Produktfamilie entwickeln, nicht nur weil es abgeschaltet werden könne, sondern weil man damit Geld verdienen und Wachstum generieren könne.

Auf die Frage, ob Deutschland in Sachen KI nicht längst abgehängt sei, antwortete Wildberger: „Es ist überhaupt nicht zu spät.“ Er verwies auf die industrielle KI. Wie man Künstliche Intelligenz in Industriebereichen einsetzen könne, sei eine Chance, weltweit führend zu sein. Deutschland habe unglaubliche Daten in diesem Bereich. Das werde zwar sehr herausfordernd, aber man solle niemals sagen, diese Technologie sei zu alt. Es gebe noch Innovationsmöglichkeit. „Am Ende des Tages ist das auch eine Frage des Willens, weil Deutschland und Europa hat so viel mehr anzubieten, als wir uns aktuell zutrauen“, so Wildberger. „Und diese Bremse, die auch im Kopf liegt, die müssen wir ganz schnell lösen.“

Zum Bürokratieabbau sagte der Minister, er sehe keine Einschnitte beim Umweltschutz. Man habe ein großes Augenmerk darauf gelegt, dass Rechenzentren bei Energieeffizienz, Grünstromfähigkeit und Wassereffizienz Weltstandard setzten. Das bleibe unberührt. Gleichzeitig müsse man sich an den Realitäten der Physik orientieren. Wildberger sprach sich zudem für eine Altersgrenze bei Social Media aus. Die grundsätzlich richtige Antwort sei „Safety by Design“. Dafür gebe es aber bisher noch keine technischen Lösungen. „Solange wir die Antworten darauf nicht haben, ist jetzt die Abwägung Schutz oder nicht Schutz?“, fragte er. „Und dann sind wir jetzt bei der Altersgrenze. Und dann sage ich, in der Abwesenheit der technischen Lösung plädiere ich auch für eine Altersgrenze.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Karsten Wildberger am 15.07.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wildberger warnt vor digitaler Abhängigkeit von USA

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Karsten Wildberger, (ohne vollständigen Namen im Artikel)

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, CDU, ARD, Microsoft, Anthropic, USA, Deutschland, Europa, AI, Social Media, Safety by Design

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Freitag, 17.07.2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, (Bürokratie-/IT-bezogene Zusammenarbeit in Europa/Deutschland)

Worum geht es in einem Satz?

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger warnt davor, dass Deutschland und Europa wegen der Abhängigkeit von US-Technologie (z. B. Microsoft) im KI-Bereich verwundbar sein könnten, sieht jedoch bei industrieller KI noch keinen Zeitpunkt zum Aufgeben und fordert zugleich Bürokratieabbau sowie eine Altersgrenze bei Social Media bis „Safety by Design“-Lösungen technisch verfügbar sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Warnung vor zu großer digitaler Abhängigkeit von den USA

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Wildberger warnt vor zu großer digitaler Abhängigkeit von den USA und nennt ein mögliches Szenario, in dem Microsoft keine Updates mehr ausspielt
  • Keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Höheres Risiko bei kritischer digitaler Infrastruktur durch mögliche Unterbrechungen von Updates und Unterstützung durch US-amerikanische Anbieter
  • Einschränkung von Zugriffsmöglichkeiten auf neueste KI-Modelle durch technologische Vorenthaltung
  • Verlust von Steuerungsfähigkeit und Handlungsoptionen in der KI-Entwicklung durch externe Abhängigkeiten
  • Dringender Bedarf an mehr technologischer Eigenständigkeit und eigenen Produktfamilien zur langfristigen Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Erhöhter Handlungsdruck, industrielle KI-Ausbauchancen zu nutzen und dabei nicht als bereits abgehängt zu gelten
  • Notwendigkeit, Innovationshemmnisse und bürokratische Bremsen im Kontext neuer Technologien schneller abzubauen
  • Ausrichtung auf effiziente Rechenzentrumsstandards ohne Abstriche beim Umweltschutz durch Festhalten an Energieeffizienz Grünstromfähigkeit und Wassereffizienz
  • Politischer Bedarf an Schutzkonzepten im Bereich Social Media bis technische Lösungen für Safety by Design verfügbar sind
  • Teilweise Verschiebung der Priorität hin zu Schutzmaßnahmen wie Altersgrenzen solange technische Lösungen fehlen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) zitiert („… sagte Wildberger am Freitag der ARD.“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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