Berlin: AfD-Debatte um Feiertage
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warnt davor, dass eine AfD-Regierung christliche Feiertage wie Weihnachten abschaffen könnte.
„Auf dem Parteitag wurde ein Antrag gestellt, man solle christliche Feiertage abschaffen und germanische einführen – Wintersonnenfest, Julfest und solche Dinge. Das ist schon ein krasser Eingriff in unser kulturelles Selbstgefühl“, sagte er dem „Stern“. Er sei absolut vom Team Weihnachten.
Hinter dem auf dem Parteitag diskutierten, aber letztlich abgelehnten Vorstoß stehe der Gedanke, das Land völkisch neu zu definieren, so Weimer weiter. Egal, wie man zum christlichen Glauben stehe: Die Traditionslinie einer „christlich-jüdischen Herkunft“ sei so tief kulturprägend für alles, was man kenne, dass ein frontaler Kampf dagegen schon wirklich revolutionäre Intention habe. „Und da sage ich: Ihr wollt ja nicht wirklich zurück in das Völkische, in ein germanisches Konstrukt. Und an dieser Weihnachtsfrage kulminiert das praktisch, deswegen nehme ich das Thema an.“
Weimer warnte vor den Plänen der AfD, eine patriotische Kulturpolitik einzuführen. „Die bieten im Grunde genommen Neonationalismus an, altes Treibholz aus dem 19. Jahrhundert, reinen Nationalismus“, sagte er. Alles solle geschlossen werden, vom Bauhaus bis zu kirchennahen Dingen. Vor allem den antikirchlichen Reflex der AfD müsse die Mitte stärker benennen. „Dann kannst du dich fragen: Willst du wirklich jetzt Julfest, oder findest du Weihnachten noch ganz okay? Und dann sage ich: Okay, wenn du Team Weihnachten bist, dann wähl die nicht.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Weihnachtsmänner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfram Weimer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, Stern
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warnt davor, dass eine mögliche AfD-Regierung christliche Feiertage wie Weihnachten abschaffen und stattdessen „germanische“ Feste einführen könnte, was er als bedenklichen Eingriff in das kulturelle Selbstverständnis und als Angebot von „Neonationalismus“ kritisiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Antrag auf dem Parteitag, christliche Feiertage abzuschaffen und germanische Feiertage wie Wintersonnenfest und Julfest einzuführen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Weimer warnt öffentlich vor einer möglichen Abschaffung christlicher Feiertage durch eine AfD-Regierung
- Er argumentiert, dass die AfD damit in kulturelles Selbstverständnis eingreift und einen völkischen Neuzuschnitt anstrebt
- Er kritisiert eine patriotische Kulturpolitik der AfD als Neonationalismus und antikirchlichen Reflex
- Er fordert eine stärkere Benennung der antikirchlichen Tendenzen in der politischen Mitte und wirbt indirekt gegen die AfD mit dem Bezug „Team Weihnachten“
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mögliche Verunsicherung und Spaltung innerhalb der Bevölkerung über die Ausrichtung der Feiertage und Kulturtraditionen
- Einschätzung, dass christliche Feiertage geschwächt oder ersetzt werden könnten
- Erwartete Konflikte im kulturellen Selbstverständnis und in der öffentlichen Debatte über nationale Identität
- Befürchtung einer Einschränkung kirchennaher bzw traditionell geprägter kultureller Institutionen und Angebote
- Warnung vor einer Verschiebung hin zu nationalistischen Vorstellungen in der Kulturpolitik
- Politische Mobilisierung gegen eine mögliche AfD-Regierung durch die Frage nach der Akzeptanz von Weihnachten gegenüber alternativen Feierformaten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Wolfram Weimer (Kulturstaatsminister) wird mit mehreren direkten Zitaten bzw. einer Stellungnahme gegenüber der Zeitung „Stern“ zitiert.
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