Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

Mehrheit lehnt Attestpflicht ab erstem Krankheitstag ab

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Gesellschaftliche Debatte zur Krankmeldung in Deutschland

Berlin () – Eine Mehrheit der Deutschen lehnt die geplante Pflicht zur Vorlage eines ärztlichen Attests ab dem ersten Krankheitstag ab. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL hervor.

Demnach halten 55 Prozent der Bundesbürger diese Maßnahme für falsch. 44 Prozent finden sie grundsätzlich richtig, ein Prozent antwortete mit „weiß nicht“. Das gleiche Meinungsbild zeigt sich unter den Arbeitnehmern. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Jung und Alt: Während von den Älteren eine Mehrheit die Pflicht zur Vorlage eines „gelben Scheins“ ab dem ersten Krankheitstag in Ordnung findet, lehnen die unter 45-Jährigen diese Maßnahme mit großer Mehrheit ab.

Vergangene Woche hatte die Regierungskoalition ihr Paket mit 34 Maßnahmen zur Reform von Arbeit, Rente und Steuern vorgestellt. Ein Vorschlag wird seitdem heftig diskutiert: In Zukunft sollen Arbeitnehmer bei Krankheit ab dem ersten Tag ein ärztliches Attest beim Chef vorlegen. Mit der Reform wollen CDU/CSU und SPD die im internationalen Vergleich vermeintlich hohen Krankheitstage der Deutschen senken. Hierzulande sind Arbeitnehmer 15 bis 20 Tage pro Jahr krankgeschrieben. Außerdem soll die Krankmeldung per Telefon wieder abgeschafft werden; diese Möglichkeit war 2023 eingeführt worden.

Vor allem aus den Reihen von Ärzteverbänden kommt Widerspruch. Kritiker fürchten eine weitere Belastung von Hausärzten und warnen vor überfüllten Wartezimmern mit schniefenden Grippe-Patienten. Zudem sei nicht die telefonische Krankschreibung an sich für die hohe Zahl an Krankheitstagen verantwortlich, wie Untersuchungen zeigen. Sondern weil die AU elektronisch erfasst wird, fließen nun sämtliche Meldungen in die Statistik mit ein.

Am deutlichsten fällt die Zustimmung zur Krankschreibung-Reform mit 69 Prozent bei den Anhängern der CDU/CSU aus. Mehrheitlich abgelehnt wird die Änderung der bisherigen Regelung hingegen von den Anhängern der Oppositionsparteien, insbesondere von den Anhängern der Grünen und der Linken. Die SPD-Anhänger sind in dieser Frage in zwei gleich große Lager gespalten.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel sind keine vollständigen Namen von Personen genannt. Einige allgemeine Bezeichnungen wie „Arbeitnehmer“, „Bundesbürger“ oder politische Parteien werden erwähnt, jedoch keine spezifischen Personen.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Forsa, Stern, RTL, Regierungskoalition, CDU/CSU, SPD, Ärzteverbände, Grüne, Linke.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass 55 Prozent der Deutschen die geplante Pflicht zur Vorlage eines ärztlichen Attests ab dem ersten Krankheitstag ablehnen, während die Meinungen zwischen jungen und älteren Bürgern stark variieren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Mehrheit der Deutschen lehnt ärztliches Attest ab dem ersten Krankheitstag ab
  • Forsa-Umfrage zeigt 55% Ablehnung
  • Unterschiede zwischen Altersgruppen: Ältere unterstützen die Maßnahme, Jüngere lehnen sie ab
  • Regierungskoalition stellt Reformpaket mit 34 Maßnahmen vor
  • Ziel der Reform: Senkung der Krankheitstage im internationalen Vergleich
  • Kritik von Ärzteverbänden wegen möglicher Überbelastung von Hausärzten
  • Vereinfachte Krankmeldung per Telefon wird wieder abgeschafft
  • Zustimmung zur Reform besonders hoch bei CDU/CSU-Anhängern
  • Widerstand vor allem von Oppositionsparteien, insbesondere Grünen und Linken

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • 55 Prozent der Deutschen lehnen ärztliches Attest ab dem ersten Krankheitstag ab
  • 44 Prozent finden die Maßnahme richtig, ein Prozent unentschlossen
  • Junge Menschen unter 45 lehnen die Regelung mehrheitlich ab
  • Ältere Menschen unterstützen größtenteils die Pflicht
  • Reformpaket der Bundesregierung umfasst 34 Maßnahmen, darunter die Attestpflicht
  • Widerspruch von Ärzteverbänden wegen Überlastung der Hausärzte
  • Kritiker argumentieren, dass nicht die telefonische Krankschreibung für hohe Krankheitstage verantwortlich ist
  • Unterstützung der Reform ist bei CDU/CSU-Anhängern mit 69 Prozent hoch
  • Anhänger der Grünen und Linken lehnen die Änderung mehrheitlich ab
  • SPD-Anhänger gespalten in der Meinung zur Regelung

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • 55 Prozent lehnen die Maßnahme ab
  • 44 Prozent sind dafür
  • Deutliche Meinungsunterschiede zwischen Jung und Alt
  • Mehrheitliche Ablehnung unter unter 45-Jährigen
  • Widerspruch aus Ärzteschaft
  • Befürchtungen über erhöhte Belastung von Hausärzten
  • Gefahr überfüllter Wartezimmer
  • Nicht telephone Krankschreibung ist Hauptgrund für hohe Krankheitstage
  • Zustimmung zur Reform bei CDU/CSU-Anhängern
  • Ablehnung durch Anhänger der Oppositionsparteien

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird auf Widerspruch aus den Reihen von Ärzteverbänden verwiesen, die vor einer weiteren Belastung von Hausärzten warnen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert