Krankenhausgesellschaft kritisiert GKV-Reform scharf

Krankenhausgesellschaft kritisiert GKV-Reform scharf

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Gesundheitspolitik in Deutschland: Krankenhäuser unter Druck

Berlin () – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat die kurzfristigen Nachbesserungen der Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) scharf kritisiert.

Vor der entscheidenden Bundestagsabstimmung am kommenden Freitag sagte DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Diese Änderungsanträge retten die Krankenhausversorgung nicht.“ Sie enthielten zwar punktuelle Verbesserungen, etwa beim Pflegebudget, änderten aber nichts am grundlegenden Problem. Der kalte Strukturwandel werde nicht gebremst, sondern weiter beschleunigt. Das Gesetz sei weiterhin von einer ausgeprägten Misstrauenskultur geprägt. Die massive Ausweitung der Prüfungen durch den Medizinischen Dienst und die technisch kaum umsetzbare krankenhausübergreifende Fallzusammenführung schafften vor allem mehr Bürokratie, mehr Unsicherheit und noch mehr Belastung für die Krankenhäuser.

Hintergrund ist ein neuer Entwurf Warkens, nach dem mitversicherte Ehepartner weniger Beiträge zahlen müssen als geplant. Auch die Zuschläge für Medikamente oder Krankenhausaufenthalte sollen geringer ausfallen. Den Ausfall will der Bund mit zusätzlichen Geldern ausgleichen – rund 1,4 Milliarden Euro zusätzlich im kommenden Jahr. Gaß betonte, die Regierung ignoriere die Warnungen von Krankenhausträgern, Landräten und Gewerkschaften. „Damit steuern wir sehenden Auges auf erhebliche Versorgungsprobleme zu“, warnte er. Die Folgen würden die Menschen vor allem in der Fläche zu spüren bekommen. Dass der Bund nun etwas mehr Geld bereitstelle, bewertete Gaß zwar positiv. Er kritisierte jedoch: „Seiner eigentlichen Verpflichtung, die Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehenden über kostendeckende Beiträge vollständig zu finanzieren, wird er jedoch weiterhin nicht gerecht.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhausbett (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Nina Warken, Gerald Gaß

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), Medizinischer Dienst, Krankenhausträger, Landräte, Gewerkschaften, Bund

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisiert die kurzfristigen Änderungen der Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, da sie die grundliegenden Probleme der Krankenhausversorgung nicht lösen und die Bürokratie sowie Ungewissheit für die Einrichtungen erhöhen würden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Kritik der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an Gesundheitsreform
  • Änderungsanträge an der Reform führen nicht zu grundlegenden Verbesserungen
  • Fortdauernder kalter Strukturwandel im Gesundheitssystem
  • Zunahme von Bürokratie und Unsicherheit für Krankenhäuser
  • Geplante Beitragsreduzierung für mitversicherte Ehepartner
  • Geringere Zuschläge für Medikamente und Krankenhausaufenthalte
  • Zusätzliche Gelder des Bundes zur Kompensation des Ausfalls
  • Ignorieren der Warnungen von Krankenhausträgern und Gewerkschaften
  • Mangelhafte Finanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • DKG kritisiert kurzfristige Nachbesserungen der Gesundheitsreform
  • DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß äußert sich in der NOZ
  • Änderungsanträge ändern nichts am grundlegenden Problem der Krankenhausversorgung
  • Strukturwandel wird weiter beschleunigt
  • Gesetz geprägt von Misstrauenskultur
  • Massive Ausweitung von Prüfungen durch den Medizinischen Dienst
  • Mehr Bürokratie, Unsicherheit und Belastung für Krankenhäuser
  • Neuer Entwurf sieht geringere Beiträge für mitversicherte Ehepartner vor
  • Bund plant Ausgleich mit 1,4 Milliarden Euro
  • Gaß: Regierung ignoriert Warnungen von Krankenhausträgern und Gewerkschaften
  • Warnung vor erheblichen Versorgungsproblemen, vor allem in ländlichen Gebieten
  • Gaß beurteilt zusätzliche Gelder positiv, kritisiert allerdings mangelnde Finanzierungsverpflichtung des Bundes

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Krankenhausversorgung wird nicht gerettet
  • Kalter Strukturwandel wird beschleunigt
  • Zunahme von Bürokratie
  • Mehr Unsicherheit für Krankenhäuser
  • Höhere Belastung für Krankenhäuser
  • Erhebliche Versorgungsprobleme in der Fläche
  • Für Bürgergeldbeziehende keine kostendeckende Finanzierung der Gesundheitskosten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des DKG-Vorstandsvorsitzenden Gerald Gaß zitiert, der die kurzfristigen Nachbesserungen der Gesundheitsreform scharf kritisiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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