Rüstungsprojekt der Marine in Berlin betroffen
Berlin () – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant, aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine auszusteigen. Das berichtet der „Spiegel“.
Demnach beabsichtigt der SPD-Politiker, das von vielen Problemen geplagte Projekt zum Bau der Fregatten vom Typ F126 nicht weiter fortzusetzen. Um das Projekt zu retten, hatte das Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr noch einen Wechsel des Generalunternehmers von der niederländischen Werft Damen zum deutschen Schiffsbauer Lürssen Naval Vessels herbeigeführt, der inzwischen vom größten deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall übernommen worden ist.
Für das Projekt sind seit der Bestellung im Juni 2020 insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro geflossen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte in den vergangenen Monaten mehrmals neue Tranchen bewilligt, um Unterauftragnehmer weiterzubezahlen, darunter maßgeblich deutsche Werften. Nach Schätzungen von Bundestagsabgeordneten dürften sich die bisherigen Kosten auf etwa 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro belaufen.
Nun will Pistorius laut „Spiegel“ stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen. Diese Kriegsschiffe sind mit 4.200 Tonnen Verdrängung und gut 120 Metern Länge deutlich kleiner als die F126, die 166 Meter lang werden sollte, mit 10.500 Tonnen Verdrängung. In der Führung der Marine wird dies dem Vernehmen nach mitgetragen.
Haushalts- und Verteidigungsausschuss im Bundestag hatten bereits Vorverträge und mehr als 250 Millionen Euro bewilligt, um Fertigungskapazitäten zu sichern. War der Stückpreis für die Meko-Fregatten ausgehend von Angeboten für den Export von Schiffen dieses Typs auf etwa eine Milliarde Euro pro Schiff geschätzt worden, dürften die Kosten für die Bundeswehr deutlich höher liegen. Aufgrund von Wünschen der Marine für eine bessere Ausstattung geht das Bundesverteidigungsministerium nach Informationen des „Spiegel“ davon aus, dass jedes der Schiffe mit 1,6 Milliarden zu Buche schlagen dürfte. Bei der zweiten Tranche der acht Schiffe könnte der Preis demnach leicht günstiger ausfallen.
Insgesamt geht das Haus von Minister Pistorius von Kosten von knapp zwölf Milliarden für den Bauvertrag mit KNDS aus und etwa 700 Millionen für weitere Leistungen. Ein neuer Bauvertrag mit der Rheinmetall-Tochter NVL läge demnach bei mehr als 15 Milliarden Euro und 1,4 Milliarden für weitere Leistungen.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutsche Kriegsschiffe (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind:
Boris Pistorius.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesverteidigungsministerium, SPD, Spiegel, Damen, Lürssen Naval Vessels, Rheinmetall, Bundestag, TKMS, KNDS, NVL.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin, Deutschland, Deutschland (Rheinmetall, TKMS, Lürssen Naval Vessels, Damen).
Worum geht es in einem Satz?
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant, das umstrittene Fregattenprojekt F126 aufzugeben und stattdessen acht kleinere Fregatten des Typs Meko-200 bei TKMS zu kaufen, was die Gesamtkosten auf über 15 Milliarden Euro erhöhen könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Probleme im Rüstungsprojekt F126
- Wechsel des Generalunternehmers
- Hohe Kostensteigerungen
- Interne Unterstützung für Meko-200-Fregatten
- Haushaltsbewilligungen des Bundestags
- Notwendigkeit der Fertigungskapazitäten sichern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt der Marine
- Kauf von acht Meko-200 Fregatten anstelle der F126
- Abschätzung höherer Kosten pro Schiff für die Meko-200
- Gesamtkosten für den Bauvertrag mit KNDS: knapp zwölf Milliarden Euro
- Höhere Gesamtkosten für einen neuen Bauvertrag mit Rheinmetall-Tochter NVL: über 15 Milliarden Euro
- Sicherung von Fertigungskapazitäten durch frühere Mittelbewilligungen
- Einfluss auf deutsche Werften durch Bewilligungen des Haushaltsausschusses
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Reaktion von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zitiert, der plant, aus dem Rüstungsprojekt zum Bau der Fregatten vom Typ F126 auszusteigen.
- Vier Verletzte bei Unfall mit fünf Autos auf A46 bei Wuppertal - 30. Juli 2026
- Waldbrand-Experte empfiehlt verstärkten Mischwaldanbau - 30. Juli 2026
- Lkw-Fahrer bei Unfall in Baustelle auf B45 bei Hanau schwer verletzt - 30. Juli 2026

