Politik: Rentenreform-Debatte in Berlin
Berlin () – Die Vorsitzende der Linkenfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, lehnt die von der Rentenkommission vorgeschlagene Kapitaldeckung in der gesetzlichen Altersvorsorge scharf ab.
„Das ist quasi eine Wette auf die Zukunft“, sagte Reichinnek den Sendern RTL und ntv. Bei der Rente gehe es um einen Bereich, der besonders wichtig für Sicherheit sei. Man wisse nicht, wie sich das entwickeln werde, und von daher könne man das nur ablehnen.
Reichinnek sprach von „Zwangsspekulation“, da Beschäftigte verpflichtend in das neue System einzahlen müssten. Wenn schon die Beiträge erhöht würden, was bei dieser Kapitaldeckung geplant sei, dann könne man sie auch direkt in die gesetzliche Rente stecken. Da habe man auf jeden Fall mehr Sicherheit, so die Linken-Politikerin.
Sie kritisierte zudem die Anlage der Gelder über Fonds. Diese nutzten beispielsweise Mieten und Pflege, um Gewinne abzuschöpfen. Es sei maximal unlogisch, steigende Mieten oder schlechtere Arbeitsbedingungen indirekt zur Finanzierung von Renten heranzuziehen.
Stattdessen forderte Reichinnek eine Stärkung der gesetzlichen Rente. Dazu gehörten höhere Beitragsbemessungsgrenzen sowie ein System, in das alle Erwerbstätigen einzahlen, einschließlich Beamter. Als Vorbild nannte sie Österreich.
Die Vorschläge der Rentenkommission würden dagegen im Wesentlichen den Status quo festschreiben, sagte die Chefin der Linkenfraktion. „Das kann doch nicht unser Ziel sein. Es muss doch wieder besser werden.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Heidi Reichinnek (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Heidi Reichinnek
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Linkenfraktion, Bundestag, Rentenkommission, RTL, ntv, Österreich.
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Vorsitzende der Linkenfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, spricht sich entschieden gegen die von der Rentenkommission empfohlene kapitalgedeckte Altersvorsorge aus und fordert stattdessen eine Stärkung der gesetzlichen Rente mit höheren Beitragsbemessungsgrenzen und Einbeziehung aller Erwerbstätigen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ablehnung der Kapitaldeckung in der gesetzlichen Altersvorsorge
- Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Sicherheit der Renten
- Kritik an "Zwangsspekulation" durch verpflichtende Einzahlungen
- Forderung nach mehr Sicherheit durch gesetzliche Rente
- Ablehnung von Fonds zur Geldanlage
- Kritik an steigenden Mieten und schlechten Arbeitsbedingungen
- Forderung nach höheren Beitragsbemessungsgrenzen
- Vorschlag eines einheitlichen Systems für alle Erwerbstätigen
- Kritik an den bestehenden Vorschlägen der Rentenkommission
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Heidi Reichinnek lehnt Kapitaldeckung in der Altersvorsorge ab
- Bezeichnet es als Wette auf die Zukunft
- Warnt vor Zwangsspekulation
- Kritisiert höhere Beiträge und Anlage über Fonds
- Fordert stärkere gesetzliche Rente und höhere Beitragsbemessungsgrenzen
- Nimmt Österreich als Vorbild
- Sagt, Vorschläge der Rentenkommission sichern nur den Status quo
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ablehnung der Kapitaldeckung in der gesetzlichen Altersvorsorge
- Zwangsspekulation für Beschäftigte
- Erhöhung der Beiträge zur gesetzlichen Rente
- Kritik an der Nutzung von Geldern über Fonds
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- Einbeziehung aller Erwerbstätigen in das System
- Festschreibung des Status quo durch die Vorschläge der Rentenkommission
- Zielsetzung auf Verbesserung der Rentensituation
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Heidi Reichinnek zitiert, in der sie die Kapitaldeckung in der gesetzlichen Altersvorsorge scharf ablehnt und diese als "Zwangsspekulation" bezeichnet.
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