Energiepolitik im Ruhrgebiet: Herausforderungen und Bedenken
Berlin () – Die deutschen Stromnetzbetreiber wollen offenbar keine Erdverkabelung mehr. Bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie am Montag begrüßten die Betreiber zwar grundsätzlich den geplanten Vorrang von Freileitungen beim Ausbau des Höchstspannungsnetzes, warnten jedoch vor den geplanten Ausnahmeregelungen für Erdverkabelungen auf Teilabschnitten.
Konkret ging es um die geplante Novelle des „Bundesbedarfsplangesetzes“. Nach Einschätzung der Netzbetreiber könnten die neuen Regelungen Genehmigungsverfahren erheblich verlängern. So kritisierte Amprion insbesondere den möglichen Wechsel zwischen Freileitungen und Erdkabeln entlang einer Trasse. Diese vom Unternehmen als „Nähmaschine“ bezeichnete Konstruktion führe voraussichtlich zu zusätzlichen Prüfungen, Genehmigungsrisiken und Verzögerungen.
TransnetBW bewertete den Gesetzentwurf grundsätzlich positiv, äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der Ausnahmeregelung. Bauprojekte könnten sich dadurch um bis zu zwei Jahre verzögern. Zudem verursache jeder Wechsel von Freileitung zu Erdverkabelung zusätzliche Kosten von rund 70 Millionen Euro und erfordere umfangreiche technische Anlagen.
RheinEnergie verwies ebenfalls auf die höheren Investitions- und Betriebskosten von Erdkabeln. Diese hätten eine geringere Lebensdauer als Freileitungen und würden den Strom unnötig verteuern. Die ursprünglich erwartete höhere Akzeptanz von Erdkabeln habe sich nicht bestätigt.
Demgegenüber wies eine Rechtsanwaltskanzlei auf Ergebnisse eines Vergleichs zwischen Freileitungen und Erdkabeln hin. Demnach würde ein Wechsel von bereits geplanten Erdkabelprojekten zu Freileitungen die Inbetriebnahme untersuchter Vorhaben um vier bis sieben Jahre verzögern, da neue Planungs- und Genehmigungsverfahren erforderlich wären. Zudem verwies die Kanzlei auf Akzeptanzprobleme beim Eingriff in das Landschaftsbild durch Freileitungen. Hinsichtlich der Netzsicherheit wurde argumentiert, Angriffe auf Erdkabel seien schwieriger als auf Freileitungen.
Vor einer Umplanung bereits laufender Projekte warnte auch der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen. Ein Wechsel von Erdkabeln zu Freileitungen würde zu Unsicherheiten, Verzögerungen und höheren Kosten führen. Besonders in stark belasteten Regionen drohten zudem Akzeptanzprobleme.
Der Gesetzentwurf zum Zweiten Gesetz zur Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes soll den Ausbau des deutschen Höchstspannungsnetzes beschleunigen sowie bedarfsgerechter und kosteneffizienter gestalten. Geplant ist unter anderem die Aufnahme von 45 weiteren Netzausbauvorhaben in den Bundesbedarfsplan. Zudem sollen 13 Vorhaben geändert und für insgesamt 58 Projekte der vordringliche Bedarf festgestellt werden.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ruhrgebiet (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die im Artikel vorkommenden vollständigen Namen von Personen sind:
Amprion, TransnetBW, RheinEnergie, Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Amprion, TransnetBW, RheinEnergie, Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt, wo die öffentliche Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie stattgefunden hat. Zudem sind die Netzbetreiber, wie Amprion, TransnetBW und RheinEnergie, erwähnte Akteure, die möglicherweise an verschiedenen Orten innerhalb Deutschlands tätig sind.
Zusätzlich wird auf Sicherheits- und Akzeptanzprobleme in Niedersachsen und Bremen verwiesen, was darauf hindeutet, dass auch dort Entwicklungen und Diskussionen stattfinden könnten.
Zusammengefasst: Berlin, Niedersachsen, Bremen.
Worum geht es in einem Satz?
Die deutschen Stromnetzbetreiber lehnen Erdverkabelungen ab und warnen vor Verzögerungen und Kostensteigerungen durch geplante Ausnahmeregelungen im Rahmen des "Bundesbedarfsplangesetzes", das den Ausbau des Höchstspannungsnetzes beschleunigen soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie
- Planung von Erdverkabelungen bei Höchstspannungsnetzausbau
- Diskussion über Vorrang von Freileitungen
- Bedenken bezüglich Genehmigungsverfahren
- Kritik an Wechsel zwischen Freileitungen und Erdkabeln
- Höhere Investitions- und Betriebskosten von Erdkabeln
- Unzureichende Akzeptanz von Erdkabeln
- Geplante Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes
- Ziel: Beschleunigung und Kosteneffizienz beim Netzausbau
- Einbindung zusätzlicher Netzausbauprojekte in den Bundesbedarfsplan
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Stromnetzbetreiber lehnen Erdverkabelung ab
- Betreiber begrüßen Vorrang von Freileitungen, warnen vor Ausnahmen für Erdverkabelungen
- Bedenken über längere Genehmigungsverfahren durch Regelungen
- Kritiker bezeichnen Wechsel zwischen Freileitungen und Erdkabeln als "Nähmaschine"
- TransnetBW äußert Bedenken zu möglichen Verzögerungen von bis zu zwei Jahren und hohen Kosten
- RheinEnergie weist auf höhere Investitionskosten und kürzere Lebensdauer von Erdkabeln hin
- Vergleich zwischen Freileitungen und Erdkabeln zeigt längere Verzögerungen bei Wechsel zu Freileitungen
- Akzeptanzprobleme bei Freileitungen im Landschaftsbild hervorgehoben
- Landesverband Erneuerbare Energien warnt vor Unsicherheiten und Kosten bei Projektumstellungen
- Gesetzesentwurf zielt auf Beschleunigung des Höchstspannungsnetzausbaus und Kosteneffizienz
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Genehmigungsverfahren könnten erheblich verlängert werden
- Bauprojekte könnten sich um bis zu zwei Jahre verzögern
- Zusätzliche Kosten von rund 70 Millionen Euro bei Wechsel von Freileitungen zu Erdverkabelungen
- Höhere Investitions- und Betriebskosten von Erdkabeln
- Geringere Lebensdauer von Erdkabeln
- Erhöhte Stromkosten durch Erdkabel
- Unsicherheiten und Verzögerungen bei Umplanung laufender Projekte
- Akzeptanzprobleme durch Eingriffe in das Landschaftsbild
- Angriffe auf Erdkabel sind schwieriger als auf Freileitungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Zum Beispiel äußerte Amprion Bedenken hinsichtlich möglicher Verzögerungen und zusätzlicher Kosten durch den Wechsel zwischen Freileitungen und Erdkabeln.
- Trump verkündet Einigung auf Entwaffnung der Hamas - 31. Juli 2026
- Ölkonzerne ziehen wegen Benzinpreis-Prüfung vor Gericht - 31. Juli 2026
- Neue Kürzungen: Wohnungswirtschaft schickt Brandbrief an Merz - 31. Juli 2026

