Wirtschaft: Chancen und Herausforderungen der KI in Deutschland
Berlin () – Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, sieht in der Künstlichen Intelligenz (KI) die Chance, die schleichende Deindustrialisierung in Deutschland zu stoppen. „Industrielle KI kann unsere neue Wachstumsstory werden“, sagte er in einem Podcast der FAZ.
Keine Volkswirtschaft könne wie Deutschland hochwertige, hochtechnologische Produkte erzeugen, eingebettet in ein Netzwerk aus enger Kundenbindung, internationalen Zulieferern und internationalen Kunden. „Das ist eine industrielle Stärke, die wir im KI-Zeitalter neu ausspielen können“, sagte Leibinger. Durch KI in den Fabriken könne Wertschöpfung im Land gehalten bleiben. Das sei auch dringend nötig. „Die Deindustrialisierung findet statt, und ich sehe nicht, dass sie sich verlangsamt“, so Leibinger. Die Produktion in der Industrie sei seit 2018 um 14 Prozent geschrumpft.
Für den Fall, dass durch KI Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen, zeigte sich Leibinger offen für eine Roboter- oder KI-Steuer. Das beitragsfinanzierte Sozialsystem lebe davon, dass wir in Deutschland hochbezahlte Industriejobs haben. Wenn die durch KI und Roboter ersetzt würden, sei eine entsprechende Steuer „konsequent gedacht“. Allerdings könne eine solche Steuer, wenn sie nur in Deutschland eingeführt würde, im internationalen Wettbewerb zum Nachteil werden. Am Ende werde man aber womöglich nicht drumherum kommen, „unsere vielfältigen Versicherungsleistungen auch anders zu finanzieren“, sagte der BDI-Chef.
Allerdings sieht er die Gefahr, dass Künstliche Intelligenz zur geostrategischen Waffe wird. Mit Blick auf Donald Trumps Vorgehen gegen das KI-Unternehmen Anthropic, das sein neuestes Sprachmodell nicht mehr exportieren darf, sagte Leibinger: „Das ist die erste Manifestation, ja. Dass das ein hochstrategisches Thema ist, steht außer Frage.“
Auf die Frage, ob es problematisch sei, dass die großen Sprachmodelle aus den USA und China kommen, so der BDI-Präsident: „Da haben wir ein Problem, ja.“ Er erwartet zudem, dass KI für Anwender in der Industrie immer teurer werden wird. Zum Luxusgut werde KI nicht, „aber zu einem erheblichen Kostenfaktor“. Das sehe man bei allen digitalen Leistungen – von Office-Software über Cloud-Dienste -, und bei KI werde es genauso laufen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Peter Leibinger (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Peter Leibinger, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), FAZ, Anthropic
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Peter Leibinger, Präsident des BDI, betont, dass Künstliche Intelligenz eine Chance für Deutschland bietet, die Deindustrialisierung zu stoppen und industrielle Stärken zu nutzen, warnt jedoch vor den Risiken eines internationalen Wettbewerbs und der Möglichkeit von Arbeitsplatzverlusten durch Automatisierung.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Deindustrialisierung in Deutschland
- Rückgang der Industrieproduktion um 14 % seit 2018
- Dringender Bedarf, Wertschöpfung im Land zu halten
- Chancen durch Künstliche Intelligenz für das Wachstum
- Industrie als industrielle Stärke im KI-Zeitalter
- Sorge um mögliche Arbeitsplatzverluste durch KI
- Gefahr, dass Künstliche Intelligenz zur geostrategischen Waffe wird
- Abhängigkeit von großen KI-Anbietern in den USA und China
- Erwartung steigender Kosten für KI-Anwendungen in der Industrie
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Peter Leibinger sieht in Künstlicher Intelligenz (KI) Chance gegen Deindustrialisierung
- Betont industrielle Stärke Deutschlands in KI-Zeitalter
- Produktivitätsverlust in Industrie seit 2018 um 14 Prozent
- Offenheit für Roboter- oder KI-Steuer bei Arbeitsplatzverlusten
- Gefahr, dass KI zur geostrategischen Waffe wird
- Problematischer Export von großen Sprachmodellen aus USA und China
- Erwartung steigender Kosten für KI in der Industrie
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Chance, Deindustrialisierung zu stoppen
- Wertschöpfung im Land bleibt erhalten
- Verlust hochbezahlter Industriejobs möglich
- Notwendigkeit einer Roboter- oder KI-Steuer
- Risiko im internationalen Wettbewerb
- Notwendigkeit, Versicherungsleistungen anders zu finanzieren
- Gefahr der Künstlichen Intelligenz als geostrategische Waffe
- Problematisches Monopol von US-amerikanischen und chinesischen Sprachmodellen
- KI wird teurer für Industrieanwender
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Peter Leibinger, dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), zitiert, der die Künstliche Intelligenz als Chance sieht, die Deindustrialisierung in Deutschland zu stoppen.
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