Wirtschaftliche Herausforderungen in Deutschland 2025
Berlin () – Das aus Sicht vieler Experten mangelnde Reformtempo der Bundesregierung löst in der Wirtschaft zunehmend Wut aus und gefährdet laut dem Präsidenten des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) zudem das gesamte deutsche Gesellschaftsmodell.
BDI-Chef Peter Leibinger sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die Stimmung unter Unternehmern und Managern sei „extrem negativ, teils regelrecht aggressiv“. „Beim Start der Regierung im Mai war die Lage der Wirtschaft kritisch, die Stimmung aber hoffnungsvoll. Jetzt sind die Probleme immer noch da, viele in den Unternehmen sind aber so maßlos enttäuscht, wie ich es noch nie erlebt habe“, so der BDI-Chef.
„Wir stecken in der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik: längste Rezession, Produktionsschwund seit 2018, geringes Produktivitätswachstum, letzter im Wachstum unter den großen Volkswirtschaften. Unser Gesellschaftsmodell droht uns zwischen den Fingern zu zerrinnen.“
Leibinger räumte ein, dass tiefgehende Reformen Zeit bräuchten und die Erwartungen der Wirtschaft an Union und SPD teilweise überzogen gewesen seien. „Aber: Die Regierung müsste den Menschen besser das Gefühl vermitteln, dass es in die richtige Richtung geht“, sagte er. „Was wir bräuchten, wären erkennbare Symbole. Dass man zum Beispiel Vorschriften einfach mal aussetzt.“ Zwar gebe es immer 1.000 Gründe, warum das im Einzelfall nicht gehe. „Aber das Signal wäre: Wir haben verstanden.“
Sorgen bereiten dem BDI-Chef vor allem Attacken chinesischer Unternehmen auf deutsche Vorzeigebranchen wie die Auto- und die Chemieindustrie sowie den Maschinenbau. „Unser industrieller Kern ist in der Tat in Gefahr, weil China unser Geschäftsmodell nachbaut, dabei aber günstiger und vor allem viel schneller ist als wir“, sagte Leibinger. „Bürokratie, geringe Arbeitszeiten, mangelnde Flexibilität – das sind alles Dinge, die uns Geschwindigkeit kosten. Mit Zöllen und weniger offenen Weltmärkten werden wir fertig. Unser Kernproblem ist die Geschwindigkeit. Wir sind schlicht viel zu langsam.“
Klar Stellung bezog der 58-Jährige mit Blick auf die jüngsten Annäherungsversuche des Familienunternehmerverbands an die AfD. „Parteien, deren Grundprinzip die Polarisierung der Gesellschaft und das Säen von Hass ist, rütteln nach unserer festen Überzeugung an den Grundfesten unseres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells“, sagte er. Auch für ihn persönlich seien „Rassismus und Antisemitismus völlig inakzeptabel“, so Leibinger. „Mit Antisemiten kann und will ich nicht reden.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 15.12.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Peter Leibinger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), Süddeutsche Zeitung, Union, SPD, Familienunternehmerverband, AfD
Wann ist das Ereignis passiert?
15.12.2025
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der BDI-Präsident Peter Leibinger warnt vor der wachsenden Wut in der Wirtschaft über das schleppende Reformtempo der Bundesregierung, das das deutsche Gesellschaftsmodell gefährdet und die Stimmung unter Unternehmern stark negativ beeinflusst.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Mangelndes Reformtempo der Bundesregierung
- Kritische Lage der Wirtschaft zu Beginn der Regierungsperiode
- Enttäuschung unter Unternehmern und Managern
- Schwerste Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik
- Produktionsschwund seit 2018
- Geringes Produktivitätswachstum
- Angriffe chinesischer Unternehmen auf deutsche Industrien
- Bürokratie und mangelnde Flexibilität in der Wirtschaft
- Bedarf an erkennbare Reformzeichen durch die Regierung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Mangelndes Reformtempo der Bundesregierung führt zu Wut in der Wirtschaft
- Stimmung unter Unternehmern und Managern extrem negativ
- Enttäuschung über nicht gelöste wirtschaftliche Probleme
- Deutschland stecke in schwerster Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik
- BDI-Chef fordert bessere Signalgebung von der Regierung
- Sorgen über Angriffe chinesischer Unternehmen auf deutsche Industrien
- Kritik an Bürokratie und mangelnder Flexibilität als Hauptprobleme
- Ablehnung von Annäherungsversuchen an die AfD, aufgrund ihrer Polarisierungsstrategie
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Wut in der Wirtschaft
- Gefährdung des deutschen Gesellschaftsmodells
- Extrem negative Stimmung unter Unternehmern und Managern
- Maßlose Enttäuschung in Unternehmen
- Schwerste Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik
- Längste Rezession
- Produktionsschwund seit 2018
- Geringes Produktivitätswachstum
- Letzter im Wachstum unter großen Volkswirtschaften
- Drohen den industriellen Kern zu verlieren
- Gefahr durch Attacken chinesischer Unternehmen
- Mangelnde Geschwindigkeit im Vergleich zu China
- Bürokratie und geringe Arbeitszeiten als Probleme
- Polarisierung der Gesellschaft durch bestimmte Parteien
- Rassismus und Antisemitismus inakzeptabel
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des BDI-Chefs Peter Leibinger zitiert, der die extrem negative Stimmung unter Unternehmern beschreibt und betont, dass das deutsche Gesellschaftsmodell in Gefahr ist.
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